Freitag, 10. Oktober 2014

Das Geheimnis meiner schönen Haare: Pflegen

The life... in my hair


Und schon sind wir beim dritten Punkt der Reihe angekommen: nachdem ich den Friseur überstanden habe ^.^ kann ich mich wieder der ausgiebigen Haar-PFLEGE widmen.. hach :) Haare sind dafür ein so dankbares Pflaster. Egal, was ich mir in die Längen reinschmiere, es gibt nie Pickel, Ausschlag oder Allergien, höchstens platte Strähnen und strohige Spitzen...

ich kümmere mich also sehr gern um sie! Da mein Wasch-Rhythmus sich auseinandergezogen hat (siehe Punkt 1: Waschen) komme ich aber nun auch seltener dazu.. Langsam muss ich meine Haarpflege-Behandlungen besser planen, um alles unterzubringen!




Ich habe lange, trockene, dicke, wellige Haare. Das Zaubermittel, um sie schön zu erhalten, kann ich mit einem Wort umreißen:
Weichspüler. 
Alles, was dafür sorgt, daß ich meine Haare knotenfrei bekomme, ist willkommen. Jedes Haar, was ausgerissen in meiner Bürste hängt, ist eines zuviel. Ich will meinem Kopf und auch meiner Haarstruktur insgesamt diesen Stress aus Zerren, Ziepen und Aufrauhen ersparen. 

Wie stelle ich das an?
 


Immer Spülung verwenden:

Ich wasche mit warmem(!) Wasser das Shampoo aus meinem Haar: wieso? Angeblich kann der Haarschaft die Wirkstoffe aus dem Conditioner so besser aufnehmen.
Dann gebe ich ordentlich Spülung in die Längen bis Spitzen und kämme sie mit der Hand/Fingern durch: dabei werden lose Haare entfernt, die ich einrolle und danach wegwerfe, damit sie nicht im Abfluss landen :-D Der haarige Haufen erinnert zwar stark an ein Gewölle und ist mit schleimigem Conditioner verklebt, aber noch mehr Würgereiz bekomme ich beim Gedanken, Haare und anderes später mit einer langen Pinzette aus dem Abfluss holen zu müßen.....*uaaaaaaarghl*


Wenn ich gut mit den Fingern (oder einem grobzinkigen Kamm) durch meine Haare komme, sind sie entwirrt genug und ich spüle alles maximal lauwarm wieder aus. Das per Hand durchkämmen verteilt die Spülung optimal und erspart mir im Nachhinein viel Arbeit!

Ich verbrauche mit dieser Methode in etwa 3-4x mehr Conditioner als Shampoo: das heißt im Klartext - 250ml Shampoo reichen fast 6 Monate - 1 Jahr (??) und an Spülung benötige ich dann wohl so 4-8 Flaschen in der gleichen Zeit... *oioioi*

Meine Haarpflege-Reihe (Shampoo, Spülung und Kur) von Wella SP *klick*





Regelmäßig: Haarkur

Mit Strichliste. Damit ich dran denke.. die Strichliste, die ich vor Jahren mal angefangen habe, hat mir offenbart, wie schnell doch schon wieder der Tag gekommen ist, an dem die Packung auf meinen Schopf soll! Eine Woche kann verdammt schnell vergehen - und schon hatte ich mal wieder meine Haarkur vergessen.
Aber erst, seitdem ich keine der wöchentlichen Behandlungen mehr überspringe, kann ich auch einen wirklichen Effekt auf mein Haar bemerken! Wenn eure Kur also angeblich nichts bringt: probiert doch mal, euch zu überwachen *hehe* Tragt ihr sie wirklich und ganz echt auch mindestens 1x pro Woche, großzügig genug und mit korrekter Einwirkzeit auf?? ;-)


Ich wiege mir meist vorm Waschen 20g meiner teuren Haarkur ab: das verhindert, daß der große Pott nach 4x Benutzen schon alle ist :-) (in Einmal-Sachets sind oft auch genau 20ml enthalten, das ist meine Referenzgröße gewesen).

Auftrag, Verteilen und Ausspülen handhabe ich genau wie beim Conditioner: nur die Einwirkzeit ist natürlich länger. Ich drehe mir die Haare meist improvisiert hoch, lungere in der warmen Wanne rum und entspanne mich, bis ich die Kur so nach 5-10min wieder auswasche. 



Für extrem strapaziertes Haar:
Ich habe mal den Tipp eines Friseurs gelesen, der darin bestand, die Spülung NACH der Kur aufzutragen; also Shampoo → Haarkur → Conditioner. Die Erklärung war, daß Haarkur nur pflegt und Spülung eigentlich nur versiegelt (gegen äußere Einflüsse) und weichspült. (Deswegen sollte allgemein alltäglich Spülung und wöchentlich Kur benutzt werden, damit das Haar auch Pflege, nicht bloß Schutz bekommt.)
Inwieweit das stimmt, kann ich als Nicht-Chemikerin nicht sagen, aber ausprobiert habe ich es schon: meine Haare waren danach tatsächlich weicher, aber das möchte ja wohl auch sein, nach der doppelten Pflege-Bombe ^.^

Allerdings war diese Maßnahme nur nötig, bis ich das flüssige Gold entdeckt hatte:



Haar-Öl:

Ich gebe Öl nach dem Waschen in noch feuchte Spitzen und Längen oder im trockenen Haar nur in die Spitzen; das variiert. Da es aber egal ist, ob mein Haar feucht oder trocken ist, habe ich damit auch keinen Stress und denke "Neeeein, jetzt sind sie schon zu trocken!!" ;-)
Meine Spitzen werden gut geschützt UND glänzen schön.. keine Haarcreme oder Spitzenserum oder Leave-in-Conditioner, die ich vorher hatte, kann das so gut wie (teures) Öl vom Friseur.
Ich benötige insgesamt auch weniger Haarspülung, seitdem ich regelmäßig Öl auflege (und seltener wasche) - so amortisiert sich der zuerst hohe Preis diese exklusiven Pflegemittelchens schon!


Ich habe mit L'Oréal begonnen, hatte dann ein fantastisches von Lifetex und bin nach dessen Auslistung nun bei Kérastase gelandet. Es ist wirklich sein Geld wert. Ich mag es auch lieber als die günstigeren Varianten aus der Drogerie, was meist an Beduftung und subjektiv besserem Ergebnis liegt.


Meine Haaröle: 
  1. Silikon- vs. natürliche Öle *klick*
  2. Drogerie- vs. Friseurprodukte *klick*


***

Ab und zu stelle ich auch noch andere Sachen mit meinen Haaren an, wie
  • selbstgerührte Matsche-Packung à la Wuscheline: maximal 1x im Monat, wegen des enthaltenen Eis → Intensiv-Kur
  • reines Kokosöl als Spitzenfluid: 20 min VOR dem Waschen ins feuchte Haar auftragen, dann mit Haarkur ausspülen → bei trockenen Spitzen
  • alverde "Glanz-Haarkur" (mit Aprikose) als Prewash: dabei massiere ich die Kur in die gesamten, leicht-feuchten Längen ein und wasche sie nach mindestens 20min normal aus. Zum Abschluss verwende ich die Haarkur nochmal wie gewohnt nur in den nassen Haarspitzen → bei verknotet und insgesamt struppig wirkendem Haar 



All diese zusätzlichen Pflegemaßnahmen kommen mehr in der kalten Jahreszeit zum Zuge, da auch dort meine Haare mehr zu leiden haben: kalte Luft draußen, trocken-warme Heizungsluft drinnen - das stresst sie schon!
Aber auch im Sommer haben sie einiges auszuhalten: vor Chlor, Salz und Sand schütze ich sie mit einer selbst-erdachten Anti-Austrocknungspackung *klick* :)

Meine ganze Pflege-Technik aus seltener Waschen, wenig Shampoo, viel Weichspüler, regelmäßigen Kurpackungen und öligen Spitzen ^.^ (+ radikalem Spliss-Schnitt) führt dazu, daß ich insgesamt von allem weniger brauche: ich benötige weniger von jedem Produkt, weil meine Haare von sich aus weniger verknotet sind, ich brauche weniger Nerven und Zeit beim Kämmen, da sie sich viel leichter entwirren lassen... und auch direkt beim Waschen, Pflegen und anschließenden Frisieren war's in den letzten Jahren viel weniger nervig, sich um meine lange Mähne zu kümmern: es ist weniger anstrengend und eher zu einer entspannenden Tätigkeit geworden :)

Auch heute abend heißt es wieder: 
waschen, pflegen, verwööööhnen *freu*







Kommentare:

  1. Wow, was für ein Pflegeprogramm, ich bin beeindruckt! Das scheint definitiv das Los der Lockenköpfe zu sein, dass ihr hier viel mehr tun müsst.
    Das mit den Haaren im Abfluss kenne ich nur zu gut und ich muss den nach jeder Haarwäsche von den vielen und vor allem langen Haaren befreien, die mir bei einer Wäsche so ausgehen.
    Kuren vernachlässige ich leider viel zu sehr, meistens hab ich einfach keine Lust drauf, so dass es vllt alle paar Jahre mal eine gibt, mehr aus schlechtem Gewissen, denn aus Notwendigkeit.
    Um den Condi noch besser zu verteilen, möchte ich unbedingt die ebelin Shampoobürste ausprobieren. Mal schauen, was das so bringt. Beim Condiverbrauch geht es mir auch so, da ich den grosszügig in die Längen gebe, brauche ich davon ein Vielfaches verglichen mit dem Shampoo.
    Noch eine Frage zum Öl, wenn Du nach der Wäsche das Öl direkt ins feuchte Haar gibst, hast Du anschliessend nachher weniger Mühe mit dem entwirren? Bei mir entwickelt sich mit der Länge immer mehr ein grosesr Dreadlock, was ziemlich mühsam ist, wenns nach dem Trocknen dann ans Entwirren geht :(

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    1. Das war mir gar nicht so bewusst; ich dachte immer - lange Haare müßen alle soviel machen. Dabei hat meine eine Freundin ganz lange, aber feine und weiche Haare und macht nicht mal regelmäßig eine Spülung. Knoten hat sie trotzdem kaum...
      das Öl im feuchten Haar hilft bei mir definitiv! Ich entwirre sie ja schon im feuchten Zustand (erst mit dem Conditioner, dann nochmal das handtuchtrockene Haar von Hand oder Kamm), aber ich denke daß die kombinierte Pflege bei mir dafür sorgt, daß sie auch an Tag 2 oder 4 eigentlich nicht mehr stark verfilzen.. auch wenn ich sie mal 24h nicht gekämmt habe O.o ist wie Perwoll für die Haare ^.^

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    2. Ich glaube die Feenhaare und die 3/4er Strukturen haben am meisten zu tun. Die 2er Strukturen sowie die mit dicken Mähnen sind da glimpflicher davongekommen. Das ist aber nur ne Tendenz, letztlich ist jeder Schopf anders.
      Hmm, müsste ich vllt mal versuchen. Ich hab nur nach dem Trocknen schlimme Probleme mit Filz und Knoten. An den Nicht-Waschtagen gleitet der Kamm wie durch Butter und wenn ich mal zwei Tage nicht kämme, ists auch kein Problem. Aber der Waschtag selbst ist immer richtig übel *grml*

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    3. Ich habe ohne Öl und viel Weichspüler auch an den Folgetagen Probleme: das der Kamm "weich wie Butter" durch mein Haar gleitet, hatte ich wohl so von Natur aus das letzte Mal mit 4, als ich klein und meine Haare dünn und weißblond waren :-D

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  2. Ich finde deine Reihe sehr interessant, weil man doch immer wieder sieht, wie andere die Haarpflege so handhaben :-)
    Aber meine Pflege weicht von deiner nicht wirklich viel ab. Ich muss zwar täglisch waschen, benutze aber auch täglich Spülung, 1x wöchentlich eine Kur, täglich Haaröl in den Spitzen, hin und wieder Kokosöl und es geht meinen Haaren (lang und dünn^^) echt gut damit :-)

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    1. Obwohl sie fein sind, kannst du also all das auch machen: da sieht man mal, was passende Pflege so ausmacht! Generell ist es aber mit "weniger Matte" immer schwerer, Öl u.ä. zu verwenden, ohne fettige Strähnen zu kriegen, oder?? Mein Freund sieht immer ganz schnell.. ähm überpflegt aus (komplett entgegengesetzte Haarstruktur zu meiner) ^.^

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  3. Super schöner Post, vielen Dank dafür! :)
    Ich muss ja zugeben, was meine Haare angeht bin ich ziemlich faul, stylen ist sowieso nicht drin (außer den Pony nach hinten flechten) und an Pflege benutze ich nur täglich meinen geliebten Sukin Conditionier, der so toll duftet :). Pflege bekommen meine Haare höchstens, wenn es mich hin und wieder mal überkommt und ich vor dem Duschen eine Ölkur mache (meine Haare lieben Erdnussöl!) und beim Haare färben mit PHF. :)
    Allerliebste Grüße,
    Julia :)

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    1. Ohh, nichts zu danken *.*
      Ich empfinde meine Technik als gar nicht so aufwenig oder viel, da ich ja nur noch drei Schritte befolgen muss.. das war manchmal schon mehr :)
      Und mit seltener waschen kommt das nun auch noch seltener über mich.. fast vermisse ich das Ganze manchmal so an Tag 3-5 *hehe*

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  4. wow. du machst ja wirklich mega viel. bei mir reicht es vollkommen aus, wenn ich sie nicht zu oft wasche / mit hitze belästige. Seitdem wachsen sie fleissig, ich habe garkeinen spliss mehr & haarkur, spülung, haaröl usw verhindern dass sie struppig oder ähnliches sind. die haarkur abwiegen wäre mir viel zu umständlich - da schätze ich einfach. klappt bisher super . Die Fotos sehen übrigens richtig schön aus! ♥
    Mir gefällt dein Blog-Design übrigens auch sehr – passt zu dir & deinem Stil.

    Adoorablee.blogspot.com ♥

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    1. Ich belästige meine Haare auch selten mit Hitze *hihi* also fällt Trockenheit durch Brutzeln schon mal weg ;) Generell ist das ein super Tipp!

      Ich wiege meine Kur auch nur ab, weil sie so teuer ist (ca. 20€) - da will ich also das Maximale aus dem Töpfchen rausholen. Und da sie super ergiebig ist, reicht das dann auch.

      Dankeschön... ahh, das zweite Kompliment in meiner ganzen Blogzeit zum Design ♥_♥

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  5. Wow, das ist ein super Programm. Ich bin da leider nicht ganz so hinterher, sollte ich aber sein. Eine Strichliste ist eine sehr gute Idee, oder vielleicht so eine Handywecker Erinnerung. :-) Das mache ich definitiv mal, weil ich die Haarkuren echt vernachlässige.

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    1. Der Handywecker ist eine gute Idee - ich mache halt eine Strichliste im Bad mit Zettel und Stift. Hat was schön Altmodisches ^.^

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  6. Seit mein Schopf zum schwierigen Patienten wurde, bin ich auch mehr hinterher... bisher mit Erfolg! Mal schauen, wohin mich mein Protein-Versuch noch bringt... Spülung benutze ich allerdings schon seit Monaten nicht mehr, was vermutlich aber auch nur bei feinen Haaren sinnvoll ist.
    Hast du das sagenumwobende Moroccanoil schonmal probiert? Ich bin meinem reinen Arganöl (hilft bei Trockenheit, Haarausfall und Haarbruch... Hach <3) zwar verfallen, könnte mir aber vorstellen, dass die "guten" Silikone im Moroccanoil vllt besser schützen?

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    1. Ich habe gelesen, dass Mororccanoil dolle duften soll.. und da ich blind keine 'Duftbomben' mehr bestelle *ähem* fiel das immer aus! Im Moment quäle ich mich schon mit dem Orofluido von Revlon rum, das riecht nämlich auch dolle, aber pflegt irgendwie.. komisch. Meine Haare werden davon iwie trocken, hach! Es ist ein Kreuz! Habe meinen eigenen Beitrag grad gelesen, um mich daran zu erinnern, bei der nächsten Shopping-Week wieder Kérastase zu kaufen ^.^

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