Freitag, 12. Dezember 2014

Frisuren: Ähren-/Fischgrätenzopf

The life... in my hair


Der Fischgrätenzopf.. seit einiger Zeit wieder total in Mode, dabei ist er bei mir als Ährenzopf schon immer 'in' gewesen :) Er heißt so, weil seine Struktur an eine Getreideähre erinnert mit seinen feinen Strähnen.. und er vereint so einige Vorteile in sich.



a) keiner denkt an einen Nachtzopf bei ihm ^.^
b) er ist aber sehr leicht zu flechten, besonders für blutige Anfänger
c) er macht sich auch gut bei Stufenschnitten
d) und kann dünne Haare optisch aufgeplusterter wirken lassen als ein normaler Zopf

So, überzeugt?? Dann geht's lo-hooos!

Die gute Nachricht?? Diesmal braucht es nur 2 Strähnen und nicht 3 - yeah!



(Das Video ist über den Titel verlinkt!)


Zuerst:
Einen hohen Zopf binden, dann flicht sich die Ähre am leichtesten!
Haare in 2 Strähnen aufteilen und ordentlich durchkämmen, so daß keine Zieper mehr im Haar sind. Die Strähnen in je eine Hand nehmen; dabei eher weiter oben anfassen.
  1. nun von einer der Strähnen (ich habe rechts begonnen) eine feine Partie von außen abteilen und rüber zur anderen legen → sie wird so zum Teil der anderen Haarpartie
  2. diese neue, dickere Haarsträhne festhalten
  3. jetzt von dieser dickeren Strähne (links) wiederrum eine feine Partie von außen abteilen und rüber zur anderen legen 
  4. und dann wieder andersherum, bis zum Schluss
 
Die Regel ist: von einer dicken Haarpartie wird eine feine Strähne (außen) abgeteilt und rüber zur anderen dazu gelegt; dabei wird immer zwischen links-rechts-links-rechts abgewechselt.


Tipps, die helfen können: 
  1. wie schon beim Flechten mit drei Strähnen sollte das "rüberlegen, festhalten, strammziehen" beherzigt werden
  2. die feine Strähne muss von ganz außen abgeteilt werden, nicht von der Mitte oder von innen, damit am Ende auch ein guter 'Rand' entsteht.. sonst fällt euch einfach alles wuschelig auseinander ;-)
  3. je feiner ihr die Strähnen abteilt, desto schöner wird am Ende das Muster → auch hilfreich bei gestuftem Haar: die losen, kürzeren Strähnen, die normalerweise unschön herausspieken, werden durch diese Technik viel fester in den Zopf eingebunden 
  4. einen hohen Pferdeschwanz zu binden oder zumindest die Haare mit einem Gummi oben festzuzurren hilft, mit den zwei etwas unkontrollierbaren, dicken Strängen zurechtzukommen.. sieht auch schicker aus :-D



Diese Technik eignet sich besonders gut
  • für gestuftes Haar, das aber trotzdem mal einen Zopf tragen soll
  • bei feinem Haar, da nachträglich die Haare leicht nach außen gezogen/die Flechtstruktur gelockert werden kann und somit optisch aufgeplustert, ohne das der Zopf auseinander fällt
  • für Anfänger, die mit 3 Strähnen auf einmal so ihre Probleme haben... *.+
und, ach ja; unbewusst habt ihr damit eine Vorstufe des französischen Zopfes gelernt.


Ausnahmsweise mal sah diese Frisur bei extrem dickem, lockigen Haar NICHT am besten aus.. bei glatten, etwas feineren Strähnen kommt die schöne Struktur des Zopfes nämlich viel besser zur Geltung, während die Masse an fetten Haaren sie eher erschlägt... ^.^ Also, Spaghetti-Haare vor!!!!!!


P.S. mein Freund hat mir nach meinem ersten Video einen extrem fest-geflochtenen Zopf an den Kopf getackert, wohl auch um zu beweisen: "Ich KANN das! Man lasse mich nun in RUHE!"

Na, mal sehen ob er  

die haarige Getreideähre auch klein kriegt,
denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen :)






Kommentare:

  1. Ich ahne wunderbares fürs Wochenende! ;) Ich konnte heute auch mal das bisschen Sonne nutzen und werde dir heut abend ein paar Fotos schicken.

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    1. Juchhuuuu!!! *.*

      P.S. bitte keinen Erwartungsdruck aufbauen!

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  2. Unfassbar! Ich habe mich schon IMMER gefragt, wie das geht. Schon in der Grundschule habe ich meine Mitschülerinnen um solche Zöpfe beneidet, mich aber nie getraut zu fragen. Inzwischen habe ich zwar Zugang zu so wunderbaren Quellen wie dem Internet, bin aber einfach nicht auf die Idee gekommen...Ich bin dir tausendfach dankbar!! :D (und werde jetzte fleißig üben)

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    1. Das freut mich wirklich! Du wirst sehen, es ist ganz einfach und du kannst aussehen wie die Mädchen aus der Grundschule ;-) ich hab zum Glück eine Mama, die mir immer schicke Frisuren gemacht hat und von deren know-how ich lernen konnte. Drücke dir die Daumen!

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  3. Oioioi, ist es wirklich schon so lange her, dass ich nicht mehr "bei dir" gewesen bin? Wollen wir hoffen, dass 2015 nicht ganz so schnell verfliegt wie 2014!

    Aber zum Thema: Ich bin überrascht, dass der Ährenzopf bei feinen Haaren optisch etwas nachhelfen soll! Ich habe ihn noch nie probiert... hätte ich vielleicht mal tun sollen :D Sobald sie eine dafür vernünftige Länge haben (dauert ja bestimmt nur 1-2 Jahre -.-), wird das getestet!

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    1. Ich sehe die Ährenzöpfe zumindest immer bei Mädels mit sehr feinem Haar.. übrigens sind 90% alle youtube Videos und Anleitungen nur für feines, langes, aalglattes Haar gemacht... *grrrr*

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  4. Das probiere ich auf jeden Fall aus! :-D
    Ich dachte tatsächlich immer, so ein Zopf wäre viel schwieriger zu machen als ein normaler Flechtzopf, und habe es noch nie ausprobiert - mir noch nicht einmal eine Anleitung angeschaut, so "abgeschreckt" war ich... o_O
    Aber du sagst ja, es ist ganz im Gegenteil: 1. für Anfänger gut geeignet und 2. auch für feineres Haar! Das ist ja wie für mich gemacht! :-)

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    1. Tu es, tu es.. du wirst sehen, man kann eigentlich nichts falsch machen. Nur immer von ganz außen dazunehmen, dann wird auch der Rand schön fest. Das ist alles.. und dann heißt es: Geduld. Er dauert durch die feinen Strähnen natürlich etwas länger, aber bei ausreichend langem Haar kann man ihn schön auch 'über die Schulter' gelegt vorm Spiegel üben :) *toitoitoi*

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    2. Hallo! Jetzt komme ich mal wieder zum Kommentieren. ;-)

      Heute habe ich mir zum ersten Mal einen Ährenzopf geflochten. Er ist zwar noch recht unordentlich geworden, und mir sind fast die Arme abgefallen... ^.^ Mit mehr Übung wird das aber bestimmt noch besser. Und ich war auch jetzt schon zufrieden genug, um damit nach draußen zu gehen. :-) Die Optik finde ich bei meinen Haaren auch schön - wirkt wirklich etwas voluminöser als ein normaler Dreier-Flechtzopf!

      Beim Wechsel von "blind hinterm Kopf" zu "über die Schulter gelegt vorm Spiegel" muss ich mich ganz schön konzentrieren, um an der Stelle nicht durcheinander zu kommen. Aber dann ist es zum Üben gut, auch zu sehen, was ich mache. Und: Meine Arme bedanken sich... ;-)

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    3. Gut!!

      Ich flechte den Ähhrenzopf immer nur als Seitenzopf, heißt: ich binde mir einen seitlichen, tiefen Pferdeschwanz, den ich über eine Schulter lege. Dann flechte ich den Zopf mit dem Blick in den Spiegel, fertig! So fallen mir nicht die Arme ab und ich sehe, was ich tue.. hinter dem Kopf kann ich auch nur einen einfachen Nachtzopf flechten, alles andere.. tja: dafür lerne ich mit eben dieser Reihe gerade meinen Freund an :-D

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