Freitag, 13. November 2015

Tausendsassa Kokosöl: mehr als nur Haarpflege?

The life... in my hair



Als ich im kalten März (mein aller-aller-allererstes Gratis-Produktmuster!) einen kleinen Karton mit einem Glas Kokosöl erhielt, habe ich 
  1. nicht viel davon erwartet und
  2. schon gar nichts derart Langlebiges!

das erste PR-Sample! *yeah*




Aber einen laaaangen Sommer später kann ich nur sagen: auch nach Monaten der krassesten Zweckent-fremdung ist in meinem Amanprana"Extra Virgin Cocos Oil"* immer noch was drin - und ich habe es nicht geschont, nein: ich habe es echt jeder Verwendungsmöglichkeit unterzogen, die ich bei google finden konnte :)


Kulinarisch, sprich: das kann man essen!
  • aufs Brot (statt Butter) mit Zimt oder Honig: lecker!
  • beim Kochen: riecht gut, schmeckt aber nach nix.. sorgt nur in der Küche für tropisches Flair
  • und beim Braten: leider ungeeignet für meine Öko-Eierkuchen, weil die darin jedesmal anbacken :-/

Kosmetisch, zur Pflege von Haut und Haar
  • gegen Keratosis Pelaris (statt chemischem Peeling) an den Oberarmen: dort etwas Öliges aufzutragen, fand ich am Ende.. unpraktisch. Ich habe es einfach nur deswegen nie gemacht, weil ich die Art der Entnahme aus dem großen Pott als unkomfortabel empfand. Blöd, aber so konnte ich die Wirkung auf die hubbeligen Stellen nicht überprüfen. 
  • zum Abschminken: mit Öl geht selbst wasserfeste Mascara runter, aber im Gesicht nutze ich dann doch lieber reines Jojobaöl auf einem feuchten Wattepad. Ich habe das Gefühl, das besser zu vertragen.


Was bedeutet: letzendlich bin ich doch wieder nur bei der bereits bekannten Verwendungsmöglichkeit geblieben 
Kokosöl zur intensiven Haarpflege!


Dabei wurden wir anfangs keine Freunde. Irgendwie machte mein allererster Versuch mit Kokosöl meine Haarspitzen eher hart und trocken und als Leave-in (ohne Ausspülen) fand ich es viel zu schmierig ... aber heute denke ich:  mit die beste Idee, die ich jemals aus dem Internet aufgeschnappt habe war die, mir Kokosöl in die Haare zu schmieren!

Heute nutze ich es allerdings ausschließlich als Prewash-Kur im trockenen Haar (ja, das heißt eigentlich Vorwäsche), so daß es danach ganz ausgespült wird: und ich bekomme beim Einbalsamieren gleich eine Aroma-Therapie und Handpackung inklusive ;)
Dabei massiere ich mir ordentlich Kokosöl VOR dem Waschen ins trockene (oder leicht feuchte) Haar ein, besonders in die Spitzen. Kokosöl schmilzt bei Körperkontakt, ist aber im Glas noch fest - die Entnahme ist also weniger schwierig als bei einem flüssigen Fett. Im Sommer war das besonders praktisch, da es bereits bei Zimmertemperatur seinen Aggregatzustand gewechselt hatte und ich meine Spitzen einfach nur in das geöffnete Glas tunken musste ^.^

dicke Mähnen brauchen Pflege


Das Öl lasse ich zwischen 20 Minuten und 12 Stunden (über Nacht oder tagsüber mit solch einer Frisur) einwirken; je nachdem, wann ich mir die Haare waschen möchte und wieviel Vorlaufzeit ich habe. Meine Haarlängen wasche ich anschließend allein mit einer Haarkur oder reichhaltigen Spülung aus - der Punkt ist wichtig. Ich versuche gar nicht erst, daß Öl mit Shampoo zu entfernen, weil ich durch die im Shampoo enthaltenen Tenside das Haar ja gleich wieder entfetten würde, was ich nicht möchte. Mit einer Haarmaske läßt sich übrigens auch alles vom Kokosöl rückstandslos entfernen, was mir mit Shampoo früher nicht immer gelungen ist - ich habe keine Ahnung, warum! 

Meine Haare werden durch diese Behandlung weicher, besonders in den Spitzen: ich LIEBE diese Prozedur mittlerweile. Es geht relativ schnell, es riecht lecker und meine Haare scheinen wirklich weniger trocken zu sein.


Kokosöl im Sommer
  
Solche zusätzlichen Pflegemaßnahmen kommen mehr in der kalten Jahreszeit zum Zuge, da auch dort meine Haare mehr zu leiden haben: kalte Luft draußen, trocken-warme Heizungsluft drinnen - das stresst sie schon!Aber auch im Sommer haben sie einiges auszuhalten: vor Chlor, Salz und Sand schütze ich sie mit einer selbst-erdachten Anti-Austrocknungspackung :)





Amanprana vs. alnatura





Der einzige Punkt, über den ich mir am Ende noch nicht ganz im Klaren war: warum kostet das jetzt soviel mehr als das native Kokosöl von alnatura?

Das Einzige, was ich auf die Schnelle herausgefunden habe, waren die Produktversprechen auf der Herstellerwebsite von Amanprana "Cocos" fair trade coconut oil:

FRESHER THAN FRESH GUARANTEE*
Ripe coconuts are harvested, peeled, dried at a low temperature no higher than 45 °C / 113 ºF for 24 hours and then immediately pressed. *Maximum 48 hours between peeling and pressing. A fresher than fresh guarantee

Ich denke mir, daß so ein Preisunterschied mit den Anbau-Bedingungen, der Art der Gewinnung, dem sogenannten 'fair traide'-Verfahren u.a. zu tun hat. Beide Öle sind allerdings kaltgepresst und haben ein Biosiegel, was für den kontrolliert biologischen Anbau der Kokosnüsse bürgt, aus deren Fruchtfleisch das Öl gepresst wird. Kalt gepresst bedeutet, dass bei der Pressung des Kokosmarks keine Wärme zugeführt wurde. 
 
Wie bei allem im Leben hängt die Auswahl des jeweiligen Produkts wohl auch hier stark davon ab, was einem wichtig ist. Ich kenne mich in der Materie allerdings so gut wie gar nicht aus, ich weiß nur eins:

Kokosöl
tanzt auf mehreren Hochzeiten



  1. Erklärung von Skinci, warum gerade Kokosöl so gut für die Haarpflege geeignet ist *klick*
  2. Oils – Which ones soak in vs. coat the hair? *klick*



* Dieser Beitrag enthält 1 PR-Sample


Kommentare:

  1. Der Typ mit der Haarmaske ist super! Ich habe nämlich auch schon Kokosöl einwirken gelassen und wollte es dann rausspülen, aber da tat sich nichts! Das Öl wollte einfach nicht raus und so habe ich das Kokosöl von dem Badezimmer in die Küche verbannt. Was auch nicht übel war, weil ich echt überrascht war, dass man es nicht schmeckt, wenn man Herzhaftes darin anbrät. :)

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    1. Ich war leicht enttäuscht, daß vom Kokosaroma in meiner Currypfanne nix mehr zu schmecken war ;( Aber das macht es eigentlich zu einem super Allzweck-Koch&Backöl!

      Mit der Haarkur bekomme ich alles von dem Öl wieder raus, ich spare allerdings mit dem Auftrag dann auch nicht. Ich drück dir die Daumen, daß es bei dir auch klappt!

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  2. Ich habe hier noch das Alnatura Kokosöl stehen, aber werde damit irgendwie nicht so richtig warm. Jetzt im Winter werde ich es als Pflege vor dem Waschen aber mal wieder versuchen. Alles andere ist für meine Haare wohl auch nichts.

    Liebe Grüße
    Isabel

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    1. Ich bin ja auch bei der einen Verwendungsmöglichkeit hängen geblieben: Prewash-Kur und sonst nix. Dabei riecht es so lecker!! -.-

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  3. Huhu ^^
    Kokosöl benutze ich auch oft für meine Haare, aber am Liebsten für die Lippen ^^
    Wie schön sind deine Haare denn bitte?? :O
    Finde deinen Blog richtig toll und bin sofort gefolgt ;)
    Würde mich natürlich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust :)
    LG Jenni♥
    jennisbeautyblog.blogspot.de

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    1. Für die Lippen?? Das ist ja mal eine Idee und was für eine!! Mache ich auf der Stelle!!

      Danke für das Kompliment :-D Habe ich aber auch nur von meinen Vorfahren geerbt ^.^

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  4. Ich glaube, Kokosäl wäscht sich besser mit (ölhaltiger) Kur oder Conditioner aus, weil dort Emulgatoren drin sind, die das Öl herauslösen. Macht das Sinn? :D
    Ist wirklich nur eine Überlegung, keine wissenschaftliche Antwort. Mein Freund (Chemiker) könnte mir das wahrscheinlich richtig erklären, aber der ist grad in der Uni ;)

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    1. Das klingt absolut plausibel.. vor allem muss ich das sagen, weil ich selbst davon null Ahnung habe. Aber auch wenn dein Kommentar echt schon lange her ist: ist dein Freund nun wieder da? Was sagt er denn? ;-)

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