Freitag, 5. Februar 2016

Langes & splissfreies Rapunzelhaar in 5 Schritten: Teil 2

The life... in my hair


Ich habe langes, eher trockenes und von Natur aus gewelltes Haar: und als ich anfing, mich nach Empfehlungen für diesen Haartyp zu richten, fand meine Suche nach weich-fallenden, seidigen Goldlöckchen ein Ende
...was Lockenschöpfen empfohlen wird, kann aber vielleicht nicht nur mir helfen, eine weichere Mähne zu bekommen, sondern auch allen anderen, die sich nach langem, seidigem und möglichst splissfreiem Haar sehnen :)


Die Theorie besagt:
"Haar besteht aus toten Zellen und besitzt nicht die Fähigkeit, sich zu reparieren. Aus diesem Grund ist vorbeugende Pflege wohl die effektivste überhaupt (...) Tatsächlich haben wir es in der Haarpflege nur mit einem ganz geringen Teil an Reparatur zu tun. Das Meiste besteht aus Vorbeugung und Minderung von Schäden." www.skinci.de

Das macht Sinn, denn meine Haare sind alt, richtig alt!! Jahahahaaaaa..... wenn ich großzügig rechne und ~15cm Wachstum pro Jahr veranschlage, tja, WIE alt sind die untersten Enden meiner Haare dann wohl?? Wer will das mal grob überschlagen? ;-)
 

 aktuell: ca. 80cm
 

Und die Spitzen sind am aller-aller-ältesten - richtige Opas!; an ihnen sehe ich Haarstress als Erstes. Sofort alles radikal abzusäbeln, was sich trocken und strapaziert zeigt, ist aber auch nicht mein Traum - deswegen versuche ich lieber, schon im Vorfeld möglichst haarschonende Methoden zu finden, um die uralten Längen schön zu erhalten..
auch wenn manche von denen in Kategorie: 'logisch, aber ungewohnt' fallen; genau wie Tipp Nummer





weniger bürsten: 



Okay, ich wasche mich also nicht nur selten, ich kämme mich auch nicht?? O.o

Ganz so schlimm ist es nicht, aber ich malträtiere meine langen Haare wirklich so selten wie möglich mit irgendwelchen Werkzeugen, denn jede Form von Gerrubbel am Haarschaft ist bestimmt keine Wohltat für die bereits ziemlich 'alten' Haarlängen.
Ich nutze einen grobzinkigen Kamm, um meine Mähne morgens vorm Frisieren und abends vorm Schlafengehen zu entwirren, denn mit dem entsteht weit weniger Reibung als mit meiner alten Bürste.. der habe ich komplett abgeschworen. Allein das kratzende Geräusch, was beim Durchbürsten der feinen Spitzen entstand, verursachte mir gedanklich schon Spliss - auch wenn ich das natürlich nicht beweisen kann ^.^.
Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, daß ein Kamm (oder auch eine Skelettbürste) mit weit auseinander stehenden Zinken meine Haare rein mechanisch weniger strapazieren dürfte als eine Bürste mit vielen, eng stehenden Borsten.

→ sorgt für weniger splissige Enden
 




Ein Nebeneffekt, der auch nicht zu verachten ist: mein Kamm holt quasi gar kein Hautfett von meiner Kofphaut herunter, während meine Bürste das eher noch schön großflächig verteilt hat.. ich habe mit der Kamm-Methode also auch (optisch) weniger schnell fettende Ansätze *yeah*
Deswegen kann ich jedem mit langem Haar nur raten, es mal mit einem grobzinkigen Kamm zu versuchen (besonders, wenn man wie unter Punkt 1 angesprochen versucht, die Haare seltener zu waschen), selbst wenn ihr gar nicht zum Haartyp gehört, für den die eigentlich empfohlen werden (Naturwelle/ Locken).

→ sorgt für weniger fettige Haare 




Natürlich wird das Kämmgerät zuallererst nach dem Haartyp ausgewählt: dabei werden engstehende Borsten klassischerweise für feines und kurzes Haar empfohlen, weit auseinanderstehende Borsten sind für dickes und langes Haar optimal.
Aber eine Überprüfung der eigenen Gerätschaften lohnt sich doch - ungeachtet des Haartyps - wenn sich die Längen und Spitzen struppig und splissig statt seidig und weich anfühlen. Dafür habe ich zuerst eine Kratzprobe angestellt: wenn die Zinken der Bürste oder des Kamms sich sehr spitz oder aufgerauht angefühlt haben, kamen die Übeltäter weg -  denn scharfkantige Zinken können eben nicht nur die Kopfhaut reizen, sondern auch die Haare längs der Schuppenschicht schädigen. 
Für was für ein Gerät auch immer man sich entscheidet, übermäßiges und zu intensives Bürsten kann das Haar schädigen. Es reicht, langes Haar so lange zu kämmen, bis alle Knoten entwirrt sind... zumindest bei meiner trockenen und eh schon zu 'Struppi!' neigenden Mähne fahre ich damit viel besser :)


Mein 2. Tipp für alle, die mit struppigen (und vielleicht schon geschädigten) Spitzen hadern lautet deswegen: weniger frenetisch die Haare bürsten, ein Gerät ohne scharfkantige Zinken und mit eher weit auseinanderstehenden Enden benutzen

→ nützliches Hilfsmittel: grobzinkiger Kamm /Bürste mit weit auseinanderstehenden Borsten + Finger zum Entwirren von Knoten





Vieles bei der Haarpflege ist reine Vorbeugung und nur wenig ist Reparatur (da kaum möglich): deswegen erscheinen Maßnahmen wie 'unnötige Reibung/ mechanische Strapazen vermeiden' vielleicht zuerst paranoid, sind aber bei genauerem Hinsehen viel sinnvoller als das tausendste Spitzen-Spliss-Klebemittelchen.
Ich nehme diese Mühen gern auf mich, weil solche Vorsichtsmaßnahmen mir das lang erwünschte, weiche Haar bescheren -  und weiches Haar heißt in dem Falle auch gesundes Haar, was ich guten Gewissens immer weiter wachsen lassen kann :)

Und nächste Woche heißt es:
keine Angst vor Öl






Kommentare:

  1. Deine Theorie zu weniger kämmen = weniger fettige Haare ist ja interessant. Das werde ich gleich mal ausprobieren bislang bin ich nämlich noch nicht zu einer Verlängerung meines Waschzyklus gekommen, trotz wirklich vieler Versuche. Da bin ich ja gespannt. Viele Grüße!

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    1. Also mein Ansatz sieht wirklich weniger speckig aus, da ich ihn gar nicht mehr mit der Bürste bearbeite.
      Ich drück dir die Daumen :-)

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