Samstag, 26. November 2016

Ausdauersport: was bringt das (wirklich)?

The life... in front of my eyes


Ja klar, Sport ist gesund. Und entspannend. Und eine super Freizeitaktivität. Aber was bringt es denn nun tatsächlich, sich regelmäßig zu körperlichen Höchstleistungen (*hüstel* naja) anzutreiben.. so in messbaren Werten?
Bei meiner ersten Abhandlung über Sport und seine mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten habe ich ja schon mal erwähnt, daß die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit einen großen Teil meiner persönlichen Motivation ausmachen: und ich war sehr gespannt, inwieweit ich die versprochenen Effekte auch körperlich würde zu spüren bekommen.



.. jetzt, wo es plötzlich so richtig Winter geworden ist. Was auch bedeutet, daß ich vor  4 Monaten begonnen habe, regelmäßig draußen Ausdauersport zu betreiben. Mitte Juli habe ich angefangen, langsam durch den Wald zu laufen - wobei im Schneckentempo kriechen es wohl eher treffen würde ;-)
Vorher war ich nur 'ausdauernd' im Alltag aktiv und bin ab und zu walken gegangen. Aber so richtig ernst mit dem Sport wurde es mir erst im letzten halben Jahr: in dieser Zeit bin ich manchmal 4x und manchmal auch nur 1x die Woche eine knappe halbe Stunde joggen gegangen, mit vielen Gehpausen und begleitet von meinem (laute Anfeuerungsrufe ausstoßenden) fitten Freund. In diesen Monaten haben ich die Natur von Hochsommer zu Herbst und nun zu fast ganz kahlem Winter wechseln sehen..
 



Ich liebe meine Laufstrecke, die mir zeigt, wie anders doch das immer Gleiche aussehen kann.. 

Und ich hoffte inständig, daß es sich bei meinen Werten wie beim Wechsel der Jahreszeiten verhalten würde: ich wollte eine Entwicklung sehen!  Denn 6 Monate nach der Messung meiner Ausgangswerte war es an der Zeit zu überprüfen, inwieweit sich meine messbare Fitness seit Mitte Mai verändert hatte. Und das hieß im Klartext: der TEST war wieder dran.. doch er machte mir keine Angst mehr ;-) Bereits im Mai, als mein Freund und ich mal sehen wollten, wie gut es mittlerweile (um unsere deutlich verjüngten!) Körper bestellt war, hatten wir zufriedenstellende Ergebnisse, d.h. Werte erreicht, die im Durchschnitt unserer eigenen Altersklasse lagen.. jaha, regelmäßiges Spazierengehen, Radfahren und Planschen im Freibad zahlen sich aus! *hehe*

Ich erhoffte mir aber doch, eine kleine Veränderung zwischen reiner Alltagsaktivität + sporadischen Sporteinheiten vs. 4 Monaten regelmäßigen Ausdauertrainings zu sehen, insbesondere was meine Pulswerte anging!

 
 
Und ich wurde belohnt!
  1. Beim STUFENTEST (Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems) lag mein Puls im Mai bei 119. Nun hab ich nach 3 Minuten treppauf-treppab eine Herzfrequenz von 107 gemessen... obwohl ich zu schnell war (insgesamt 84 statt 72 Wiederholungen) = d.h.  mein Ergebnis ist nicht mehr "nur" durchschnittlich, sondern besser als der Durchschnitt. YES!! 👍
  2. Der WALKING-TEST (Ausdauerfähigkeit) sah vor, 2km so schnell wie möglich zu gehen. Vor 6 Monaten habe ich für dieselbe Strecke fast eine Minute länger gebraucht als heute - und ich hab mich diesmal nebenher sogar noch ausgiebig unterhalten 😄
  3. Ich wiege heute ~2kg weniger und habe an allen wichtigen Stellen ca. 2cm weniger Umfang als noch im Frühjahr: und das ohne auch nur einen Tag Diät gehalten oder auf meine Kalorienzufuhr geachtet zu haben.
 
Alles in allem bin ich sehr stolz - und froh! Auch mein Ruhepuls ist gefühlt runter gegangen, wenn ich auch jedesmal verpeile, mir noch früh im Bett den Puls zu messen.. ^.^


 
 
Das Beste in diesen Monaten (mal abgesehen vom Gefühl, weichen Waldboden unter den Füßen zu spüren und eine halbe Stunde nichts anderes zu tun zu haben, als die wunderschöne Natur zu genießen),  war tatsächlich der 2. Fitness-Test: der Moment, als ich auf die Pulsuhr sah und mir klar wurde, daß ich mit meinem Training meine Herzfrequenz messbar gesenkt hatte, hat mich so stolz gemacht. Stolz und froh: no Ommama anymore :-D

Das Schlimmste was ich in dieser Zeit erlebt habe, war tatsächlich ein Strandlauf... um 20 Uhr abends, bei nach wie vor brütender Hitze! Strandläufe hören sich zwar romantisch an, aber zumindest unser Abschnitt war voll von uns interessiert nachglotzenden Touristen, die Sonne glitzerte so stark auf dem Wasser, daß ich - komplett geblendet - überhaupt nix von der schönen Kulisse mitbekam und der schräg abfallende Strand machte mich fertig.. also, nur einseitig (Schlagwort: Po-und Oberschenkelmuskeln.) Ich war nach diesem abschreckenden Erlebnis komplett nassgeschwitzt (soviel zu kühlen Abendläufen!), hatte Muskelschmerzen und ein für allemal genug davon, das Unterhaltungsprogramm für in der Sonne bratende Menschen zu sein.
 
Eine Erkenntnis, die ich über meine körperliche Konstitution gewonnen habe ist die Einsicht, daß ich einfach kein Frühsportler bin. Genau einmal haben wir versucht, an einem Sonntagvormittag laufen zu gehen.. aber nicht nur meine Puste, sondern auch meine Pulsuhr sagte mir: das ist nix für mich. Ich werde erst am Abend richtig fit, was Sport angeht, der einen langen Atem braucht.. und ich weiß jetzt, warum ich früh mit meinem Rad nicht mal den kleinen Hügel schaffe ^.^
 
 
 


Belohnungen


 
Dank der Glamour Shopping Week (ja, da gibt's auch anderen Kram als nur Cremes und Schminke.. war mir immer entgangen ^.^) waren dann auch mal neue Schuhe drin! Allerdings muss ich sagen, daß ich mit ihnen noch nicht richtig warm geworden bin. Sie sind zwar alles, was Orthopäde und Orthopädietechnik-Fachfrau empfohlen haben, trotzdem laufe ich nach wie vor besser mit meinen alten, ausgelatschten. Aber das sind dann wohl schon echte Läuferprobleme :-P





Und da ich mir nun nach Monaten der wachsenden Begeisterung ziemlich sicher bin, auch im kalten Winter weiter draußen durch den Wald zu streifen, mußten ebenfalls warme Laufsachen her! Zum Glück gibt es sowas nicht nur im Sport-Fachgeschäft, sondern auch bei Tchibo und bei h&m, so daß mich Thermo-Oberteile und lange Unterwäsche nicht komplett in den Ruin gestürzt haben. 






Wünsche & Ziele



Ich brauche einen neuen Sport-BH; und da ich bisher immer welche von Schock Absorber hatte, weil diese den Hüpftest bestehen, könnte ich mir sehr gut den hier vorstellen. Außerdem ist er pink, das motiviert :) Aber *der hier* wäre auch nett!

Und dann habe mir vorgenommen, Stabilisierungsübungen zusätzlich zum Laufen zu machen: seitdem ich mich vorzugsweise draußen sportlich austobe, wälze ich mich nämlich viel seltener mit Cassey auf der Matte. Das soll anders werden: ich möchte in Zukunft auch speziell was für
  • Rumpf
  • Füße
  • Bauch & Rücken
tun und dafür habe ich mir mal ein paar Anregungen aus der weiten YouTube-Videowelt rausgesucht. Quasi, um mich selbst zu motivieren!


Ich habe mir sagen lassen, daß ein kräftiger Beckenboden scheinbar umso wichtiger wird, je mehr man läuft: also werde ich mich mal an dieses Workout werfen, auch wenn ich mir bisher absolut gar nichts darunter vorstellen kann.. aber Corinna wird mich schon aufklären.



Ich hab nur FÜßE gesehen und dachte: ja! Das ist was für mich! Als stolze Trägerin orthopädischer Einlagen möchte ich den geschundenen Füßen natürlich auch was Gutes tun, wenn ich sie schon zwinge, mich nun auch noch joggend durch die Gegend zu tragen ;-)



Pilates oder Yoga oder zumindest irgendwas, was auch mal die Rumpfmuskeln anspricht und den Waschbärbauch fordert, das brauche ich laut Physiotherapeut DRINGEND, wenn ich regelmäßig laufe. Tja, da werde ich wohl nicht drumherum kommen. Aber dieses Video ist zumindest auch für echte Anfänger wie mich geeignet *o*



Und für meine Achillesferse - den Laptopnacken - würde ich auch gern mehr tun: zusätzlich zu meinen liebsten Videos von Cassey aus dem Bereich kann ich ja einfach noch ein Video von Corinna nachturnen.. die erklärt alles immer sehr schön langsam und nachvollziehbar. Dann habe ich weniger Sorge, daß was schiefgeht.

 


Und sonst so?



Kalt sind schon die Wälder..


Hat sich nicht viel mehr verändert.. nur leider ist es so langsam nix mehr mit dem genüßlichen Dehnen vor der Tür; dafür ist es mittlerweile wirklich zu kalt. Eine Minute unbeweglich rumstehen sorgt nicht nur dafür, daß alle Muskeln augenblicklich auskühlen, sondern auch fast schon für Eiszapfen, die einem an der Nase hängen!
 


Aber bewaffnet mit dickem Wollschal, Mütze und Handschuhen bin ich auch gegen jegliche kalte Nebelwand gewappnet.. und kann nur sagen: dieser Aufwand lohnt sich. Mir persönlich hat das ausdauernde Sportreiben wirklich etwas gebracht: und wenn es nur für das gute Gefühl war, als ich einmal zügig in den 4. Stock hochgehen konnte, ohne mich danach wie sonst ins Sauerstoffzelt zu wünschen..
 


Und dank der neu gewonnen Fitness fühle ich mich jetzt auch
 
bereit
für die (verfressene) Vorweihnachtszeit

 





Kommentare:

  1. Ich finde deine Sport-Posts wirklich toll, weil sie einen auch als Anfänger motivieren. Ich hab letztes Jahr die gleiche Erfahrung gemacht: die Erfolge sind wirklich krass, wenn man quasi bei Null anfängt mit dem laufen. Leider kann ich dem gerade so gar nicht mehr nachkommen, aber für nächsten Frühling habe ich mir das schon fest vorgenommen, denn es fehlt mir unheimlich. Dieses Gefühl, nach einer halben Stunde völlig fertig aus dem Wald zu stolpern ist einfach geil! ^^

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    1. Dankeschön, Lob zu erzählenden Beiträgen wird immer besonders gern genommen :-D
      Und Anfänger motivierend sollen sie auf jeden Fall sein, denn ich bin ja auch ein Anfänger: der faule Klops 'in Transformation', sozusagen *hehe*

      Ich 'darf' zur Zeit auch nicht laufen und soll Nordic Walken (Rücken.. und so -.-) und kann dich gut verstehen: ich hab schon Sehnsucht. Aber wenn hier der eisige Wind weht, ist es auch mal ganz cool, drin zu bleiben. Es wird ja bestimmt auch mal wieder milder (so um Weihnachten, wie immer) ^.^

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