Donnerstag, 15. Dezember 2016

An den (stillen) Leser

The life... in front of my eyes



... es geht um den Applaus! Auch wenn sich das vielleicht blöd anhört: doch ich weiß jetzt, daß es mir nur darum geht. Aber von Anfang an.


Der Tag danach


Einen Tag nach der Veröffentlichung meines letzten Artikels sitze ich mit meinem Freund im Café, nachdem wir Weihnachtseinkäufe getätigt haben, umringt von sehr vielen, anderen Menschen, die die gleiche Idee hatten. Der 'Mitarbeiter' und ich hocken über unseren Tassen und besprechen die Lage der Blog-Nation: ich erkläre ihm, was ich überhaupt geschrieben und beschlossen habe, wir checken, wie der Querschnitt der Instagram-Kommentare zum Thema aussieht und und und.. ich weiß, daß er mittlerweile schon erschöpft von meinen wiederkehrenden Blog-Dramen sein muss und möchte ihm diesmal eigentlich gar nichts mehr davon erzählen und nur noch sagen "Du mußt Dich gar nicht mehr mit der Thematik befassen, denn ich höre auf mit dem Ganzen; dann gibt es keinen Stress mehr, kein Gejammer, keine Nackenschmerzen.."
Doch er versucht sich in das Thema reinzudenken und meine Lage zu verstehen: und sagt

  • "Es ist so, als würde ich jeden Tag unbezahlt arbeiten gehen.. wenn ich mir vorstelle, wie das wäre: ganz allein, ohne Kollegen, in einem einsamen Raum... 
  • Und ohne Auftraggeber, bzw. mit Kunden, die du nie zu Gesicht bekämst..
  • .. und dann noch ohne ein Lob, ein nettes Wort..
  • Jep, genau das: Mühe ohne Ende, aber dafür noch 'nen Laptopnacken!"

Zynische Gedanken, das ist es also, was ich noch in der Lage bin zu produzieren, wenn ich an meinen Blog denke... wow. Und doch ist es seltsam, auf den Zähler zu schauen, der die steigenden Seitenaufrufe für meinen Artikel anzeigt und gleichzeitig immer wieder 'Keine Kommentare, die zur Moderation ausstehen' zu lesen.. aber so habe ich es gewollt. Ich laufe jetzt nicht mehr gegen das Bollwerk aus Stille an, sondern es beschützt nun auch mich. Und doch läßt mich das Thema nicht los: am Tag danach betreibe ich Ursachenforschung,  Problemanalyse.. 
"(...) Was ich Dir sagen wollte: hast Du mal Google Analytics befragt? Die Zahlen dort weichen nämlich sehr von der Blogger-Statistik ab. Ernüchternd, aber wahr. Analytics ist da wohl aussagekräftiger als die suggerierten Aufrufe bei Blogger. Ein zweites "Problem" (...) ist allerdings nur eine Vermutung; ich denke, dass viele Menschen über die Google-Suche gehen, weil sie bei der Fülle an Blogs häufig Swatch-Bilder und dergleichen wollen. Eben nur einen kurzen Eindruck ohne den Blog wirklich zu lesen und dann eben auch keinen Kommentar hinterlassen. Das andere: am ehesten kommentieren einfach andere Blogger. Vieles davon sind dann auch eher Werbekommentare; ein Satz, um damit auf den eigenen Blog zu verweisen (...)"
http://www.washing-green.com/


"Hey (...) Ich kann deine Erklärungsversuche natürlich total unterschreiben, wenn ich mal gaaaaaaaaaanz ruhig drüber nachdenke.. Aber ich hab auch schon sowas in der Art zu lesen bekommen wie: "Du bist mein liebster Blog, aber ich bin anonym und ich schreib nie was im Internet, aber Du hör bloß nicht auf damit, denn ich lese das so gern!" Und ich denke mir: WER zur Hölle bist du?? Hä? Ich hab dich noch NIE gesehen?? Mich regen persönlich bei anderen Blogs auch immer solche Kommentare ganz dolle auf, wenn feierlich proklamiert wird: "Ich bin ja eigentlich sonst immer ein stiller Mitleser, aber HEUTE muss ich doch...." Da könnte ich brechen, oder schreien! Stiller Mitleser, mein Hass-Wort des Jahres.. Die einen einmal im Jahr mit einem Kommentar beehren, weil man es jetzt besonders fein gemacht hat, oder was? Und sonst war alles nicht gut genug und man es nicht wert? Okay, genug des Blogger-Gejammers. Du siehst, ich brauche sichtlich Urlaub, wenn schon meine pazifistische Grundeinstellung wackelt und ich finde, man sollte alle 'stillen Mitleser' fesseln und knebeln und ihnen für immer den Internetzugang sperren. 😈"


Okay, Dampf ablassen und wütend zu sein befreien vielleicht im ersten Moment, aber lästern ist keine Lösung. Denn Antworten, die ich brauchte, auf Fragen, die ich hätte direkt stellen sollen, hatte ich durch das Ganze nicht bekommen: wie auch?! Mein Pamphlet war mehr an die bereits aktiven Kommentatoren gerichtet oder an Blogger, denen es geht wie mir: die meine Sichtweise teilen, weil sie sie kennen. Ich hatte über den 'stillen' Leser geredet, aber nicht mit ihm.. ich habe mich mal wieder nur im Kreis gedreht. 

Als ich aber tatsächlich ein paar Nachrichten von - nur ehemals - wortkargen Lesern bekommen hatte, wurde mir klar: es gibt keinen Krieg und auch keinen Streit zwischen der eher ruhigen Leserschaft und mir, es gibt nur ein Missverständnis. Ein Kommunikationsproblem. 



Ich weiß nicht, was ich sagen soll..


Höfliche, zuvorkommende und äußerst wertschätzende Nachrichten habe ich nämlich bekommen, ausnahmslos.. mit selbstkritischen, aber vor allem sehr offenen Antworten auf die Frage "was man so denkt, wenn man nichts kommentiert. Vielleicht möchtest du das gerne mal hören", wurde ich gleich in der ersten Mail gefragt. Ja! Ja! Ja! Ich kann ja in den Kopf von niemandem reinkucken.. und ich konnte deswegen leider bisher auch nur meine Sicht der Dinge beleuchten.

"Hab den Blogeintrag auch gelesen und kann es irgendwie nachvollziehen, auch wenn ich es z.b. schade fände, wenn du keine Kommentare mehr zulassen würdest. Ich bin im Leben eher der Redefaule, aber das liegt nicht an meinem Gegenüber, sondern einfach an mir."

Ja, da ist was Wahres dran: es ist - von beiden Seiten aus - bestimmt eine Typfrage.. also einerseits, ob jemand ungern kommentiert, und andererseits, ob ich das gelassen hinnehmen kann oder mich davon fertig machen lasse.

"Hallo, mein Name ist Dana und ich bin ein stummer Leser und dies hier ist tatsächlich mein erster Kommentar bei dir. Ich lese deinen Blog regelmäßig und denke mir dann: „Aha, interessant.“, und gehe zum nächsten Post über. Ich bin ein Konsument, mehr nicht.
Aber warum ist das so? Zum einen bin ich nicht als die kommunikativste Person bekannt(...) Dabei ist es unerheblich, ob ich anonym im Web unterwegs bin oder du mir gegenübersitzt. Zum anderen hast du mich nicht nach meiner Meinung gefragt. Du wolltest nicht wissen, ob ich den Lidschatten auch habe (...) Mir fiel es schon immer leichter auf Fragen zu antworten, anstatt von mir aus mit meiner Meinung herauszuplatzen. Und da du dir viel Arbeit mit den Posts und den Bildern machst, werde ich deine Arbeit sicher nicht kritisieren, es sei denn, du bittest darum."
Dana


Das ich nichts frage, ganz regelmäßig am Ende des Beitrags, ist mir selbst (schmerzlich?) bewußt; ich komme mir bei diesen nur rhetorischen Fragen aber jedesmal so doof vor, daß ich sie sein lasse. Dieses Stilmittel nutzen fast alle Beautyblogger und das erzeugt in mir automatisch eine Art Widerwillen, es ihnen gleichzutun. Außerdem habe ich Angst davor, daß auf meine (bescheuerte) Frage nicht mal einer die (offensichtliche) Antwort geben wollte.. und ich dann noch belämmerter dastünde. Deswegen positioniere ich meine Artikel oft so in sich geschlossen, dabei habe mich bereits gefragt, ob meine eigene Art und Weise vielleicht jeden Kommentar im Keim erstickt :-/


Hallo liebe Sunnivah,
Hier mal eine Nachricht von einer absolut stillen Leserin. (...) Vielleicht möchtest du gerne mal hören was man so denkt, wenn man nichts kommentiert (...) ich kommentiere einfach nirgendwo etwas mehr. Auch nicht bei dir. (...) Ich glaub nicht, das ich irgendwo in Zukunft einen Kommentar bei einem Beitrag hinterlassen möchte. Denn leider fand ich diese oft überflüssig. Ich kann mich nicht kurz fassen, bin im Alltag auch kein Freund von reden ohne etwas zu sagen zu haben (...) Mir war auch nie bewusst, dass das bei dir als Ignoranz ankommen könnte. Wie du siehst, ist es vielleicht doch nicht so leicht zu interagieren....
Yvonne



Ich kann Deine Gedanken nicht lesen, sondern nur Deine Worte


"Mir war auch nie bewusst, dass das bei dir als Ignoranz ankommen könnte."
Und das ist wohl des Pudels Kern: ich weiß nicht, was in den Köpfen der wortkargen Leser vor sich geht. Ich habe keine telepathischen Fähigkeiten. Ich kann die - nur stumme - Zustimmung nicht spüren. Oder sehen, wie jemand innerlich frohlockt.

Leider zählt für den anderen nämlich nur, was ankommt, nicht was eure Absicht war oder gar, was ihr denkt.. wie gesagt: ich kann keine Gedanken lesen, nur Worte. Ich habe zwar bemerkt, daß es keine Hass-Mails und fiesen Kommentare gegeben hat, aber nur weil kein starker Gegenwind aufkommt, gehe ich nicht automatisch von Zustimmung aus: die Windstille könnte ja auch höfliches Desinteresse bedeuten. Ich weiß es einfach nicht, wenn ihr nichts sagt. Wirklich böse Absicht will ich aber eigentlich - vor allem, wenn ich eben nichts sicher weiß - auch nicht unterstellen: nicht, solange ich keine Beweise für tatsächlich niedere Beweggründe habe. Deswegen gibt es jetzt die Umfrage rechts oben im seitlichen Menü (wem noch mehr mögliche Antworten einfallen: nur immer her damit!)

Denn, mal ganz ehrlich, die wenigsten Anforderungen an mich und den Blog werden von stillen Lesern oder anonymen Kommentatoren gestellt: eher kommen solche, wie ich finde, seltsamen Sprüche von anderen Bloggern:
"Auch ich bin so ne kommentierfaule Tante, das bedeutet aber nicht, daß mich der Blogpost nicht interessiert oder ich ihn nicht zu würdigen weiß. Viel mehr sehe ich es so: wer einen Blog schreibt, der macht das in erster Linie für sich selbst, wenn alles richtig läuft (...) Kommentare freuen einen dann enorm, sind aber nicht als Bezahlung oder so anzusehen, sondern eben als Bonus (...) Jeder der es liest freut mich, jeder dem es irgendwie gefällt, ob er mir Rückmeldung gibt oder nicht."

Okay... oder, nein! Ich kann Interesse an meinen Blogposts nicht spüren, wenn mir das nicht klar kommuniziert wird. Ich kann mich auch nicht über jeden freuen, dem es gefällt, wenn er mir keine Rückmeldung darüber gibt, daß es ihm gefällt.. wie sollte das auch gehen? Die Stille könnte ja alles bedeuten! Und überhaupt; wie kann ich denn etwas würdigen, ohne meine Würdigung auszudrücken..? Ich gebe mir die größte Mühe mit dem, was ich euch aussende; aber wenn ihr nichts tut, kann ich eure Botschaft nicht empfangen.




This is.. the life through my eyes


Nach der ganzen Diskussion sitze ich abends überm Laptop und grübele über die Rolle nach, die ich als Schreiberling einnehme; in den Augen der anderen und in meinen eigenen. Ich denke über den Satz "Mir war auch nie bewusst, dass das bei dir als Ignoranz ankommen könnte" nach.. daß ihr nicht bewußt war, wie das für mich ist. Wie ich empfinde. Nicht nur wie ich die Sache sehe, sondern wie sie sich für mich anfühlt.. wie ich sie erlebe. Wenn ich nichts sage, kann mich aber auch niemand verstehen... und ich muß mutig sein und euch einlassen. In meine Sicht der Dinge. Von innen. Wie es ist, vor anderen auf der großen Bühne zu stehen..

Eins kann ich euch sagen: es ist einsam auf der Bühne. Sie ist groß und dunkel.. zumindest alles, was an ihren Rändern liegt, verschwindet in der Schwärze. Ich kann das Publikum nicht genau sehen, wenn ich auf der Bühne stehe: geblendet vom gleißenden Licht der Scheinwerfer wird es im stockdunklen Zuschauerraum zu einer gesichtslosen Masse. Ich kann die Menschen eigentlich nur erahnen.. Ich weiß erst dann ganz sicher, daß sie da sind, wenn der Applaus aufbrandet. Wenn sie nicht klatschen würden, wüßte ich nicht mal, ob ich sie mir nur eingebildet habe oder nicht.

Wenn ich allein auf der Bühne proben würde, nur mit dem Pianisten und dem Lehrer, wäre die Situation eine ganz andere: die Bühnenbeleuchtung wäre aus, dafür wären die Lichter im Zuschauersaal an. Wir würden unseren Blick über die leeren Reihen streifen lassen und uns ganz auf das Einüben des Vortrags konzentrieren, vielleicht noch was ausprobieren. Und selbst wenn ich ganz allein am Klavier vor leeren Rängen auftreten würde, dann würde ich mich ganz anders fühlen und auch verhalten: ich würde mich ganz auf die Musik einlassen, mich ins Lied fallen lassen.. an nichts denken als an das Fließen der Klänge. Ich wäre ganz bei mir, nach innen gerichtet - nicht nach außen, wie wenn ich weiß, daß dort ein Publikum abwartend lauscht... für das ich ein schönes Kleid angezogen hätte, mich hübsch zurechtgemacht. Für daß ich lächeln würde, denn das Lächeln kann man nicht nur sehen, sondern auch hören. Für daß ich die Augen offen hielte, damit es sich angesprochen fühlt. Für daß ich besonders die Konsonanten artikulierte, damit der Text auch gut verständlich ist. Für daß ich mich sammelte, statt in der Musik zu zerfließen.. und vor dem ich aufgeregt wäre. Nervosität in der Stimme. Weil ich es gut machen möchte. Weil es ihnen doch gefallen und sie es genießen sollen. Ich kann die Erwartungen eines jeden einzelnen, die Erinnerungen, die er mit dem Stück verbindet, nicht erfüllen, aber ich kann es so gut wie möglich machen. Damit es sich nach außen gut anhört.
Wenn ich nur für mich sänge, dann soll es sich nur gut nach innen anfühlen. Und was davon noch nach außen in den Zuschauerraum schwingt, wäre mir egal. Die Musik klingt in mir. Und das wäre alles, was ich brauche. Das Gefühl in diesem riesigen Klangkörper aus schwingenden Tönen zu stehen, der in der perfekten Akustik eines Theatersaals erst so richtig zur Geltung kommt.



Wenn ich nur für mich auftrete, dann geht es nur um mich: um mein Gefühl. Wenn ich vor anderen auftrete, dann geht es um ihr Gefühl, das sie sich berührt und gut fühlen. Dann nutzt es nichts, die Musik in mir zu lassen, vielleicht zu leise zu singen, nach unten zu schauen oder gar in mich rein. Dann wären sie im besten Falle berührt von meinem Gefühl, was mich ergreift und was man vielleicht sehen kann. Aber dann tu ich nichts aktiv dafür, daß sie berührt werden und ergriffen von ihren Gefühlen. 
Wenn ich für andere singe, teile ich die Musik: ich teile mich dann zwar auch durch die Klänge mit, aber vor allem teile ich die Musik. Ich bin in der Lage dazu, das Lied aus mir heraus entstehen zu lassen und hervorzubringen, was sie vielleicht so mögen. Und ich produziere es dann für sie. So gut, wie ich nur kann. Weil sie es vielleicht nicht können, weil sie jemanden wie mich brauchen, der es für sie singt. Damit sie es hören, damit auch sie es fühlen können. Und das ist etwas ganz anderes, als wenn ich nur für mich sänge. Ich gebe mir die größte Mühe mit dem, was ich aussende... mein Lehrer hat gesagt: "..lass die Töne nicht bei dir, da gehören sie nicht hin. Sie gehören nach draußen, ins Publikum, sie gehören den Zuschauern." 
Der große Auftritt und die große Bühne sind nicht dafür gemacht, um allein zu sein: weder von der Produzenten- noch von der Rezipienten-Seite aus. Wir kommen zusammen, weil eine Aufführung nur so funktioniert... Wir machen es zusammen. 
"Hallo liebe Sunnivah,
ja, ich bin auch eine Deiner stillen aber dennoch sehr treuen Leserinnen und oute mich hiermit(...) ich würde hier weiterhin gerne Beiträge von Dir lesen und verspreche hiermit hoch und heilig, daß wenn ich etwas zu dem einen oder anderen Beitrag sagen oder vielleicht auch mal etwas fragen möchte, ich dies in Zukunft mittels eines Kommentars auch kundtun werde"
 
Eva
Ja, es gibt stille Leser; und sie sind nicht anmaßend, wie ich glücklicherweise feststellen durfte, sie wollen nur nichts schreiben, haben nicht immer was zu sagen - sie sind einfach nicht wie ich, die gerne etwas präsentiert: sie sind hier in der Rolle des Publikums. Das sagt auch nichts während der Aufführung, das stimmt. Aber.. und das hört sich vielleicht blöd an, es geht um den Applaus. Niemand muss lange Reden schwingen oder Lobpreisungen und Blumen verteilen.. (nur wenige Fans hängen nach der Vorstellung vor der Garderobe der Sängerin rum und wollen mit ihr sprechen und sie beschenken.) Aber alle im Zuschauerraum spenden Applaus. Und darum geht es: nicht um Bewunderung, sondern viel mehr um eine Rückmeldung. Um das Signal: ja, wir wissen es zu würdigen und wir tun das, indem wir - ritualisiert - in die Hände klatschen. Es geht mir um das Zeichen, daß mein Vortrag - oder meine Mühe - wahrgenommen und wohlwollend aufgenommen wurde. Um ein Symbol, was mich das verstehen läßt.
Im Konzertsaal wird Beifall geklatscht. Und auf Blogs wird das nun mal über die Kommentarfunktion erledigt, weil es sonst keine andere Möglichkeit gibt .....aber wenn ihr gar nichts macht, kann ich gar keine Botschaft empfangen.

Ich erzähle das alles, weil jeder, der auf die Bühne klettert, der aus dem schützenden Dunkel der Kulissen heraustritt, sich präsentiert, sich entblößt.. er zeigt sein Werk, aber er macht sich auch angreifbar. Zumindest aber fühlt er sich verletzlicher als alle, die im Parkett und auf den Rängen sitzen. Es geht nicht nur um die Mühe, die ich mir mit dem Stück im Vorfeld gemacht habe, sondern auch um die Aufregung, den Bammel und das nach-außen-gerichtet sein: das alles könnte mir getrost gestohlen bleiben.. denn das macht, daß ich es nie so gut machen kann wie in der Probe.
Ich sitze nicht bei euch im Zuschauerraum, im schützenden Dunkel, wo ich notfalls meine Schuhe ausziehen könnte, wo keiner sieht, wenn ich nicht klatsche oder sogar wegdöse. Ich stehe immer nur euch gegenüber auf der Bühne - die vielleicht die Bretter sind, die mir die Welt bedeuten, aber ich bin dort nicht nur für mich hinaufgestiegen. Wenn ich es nur für mich täte, würde ich es ohne Publikum tun, in der Probe, wo ich geschützt wäre im leeren Raum und nicht in einer Vorstellung, wo ich mich den Blicken aussetze.. Bitte denkt dran: ich kann nicht sehen, ob ihr lächelt oder berührt seid oder kritisch kuckt oder still innerlich frohlockt - die Scheinwerfer sind zu grell. Und sie sind alle AUF die Bühne gerichtet, nicht in den Saal: nur ICH werde gnadenlos ausgeleuchtet, alles, was ich bin und darstelle..

Ich kann euch nicht zwingen, zu klatschen. Ich kann euch auch nicht sehen, wenn ihr nur zur Aufführung kommt und wortlos im Dunkeln wieder verschwindet. Ich kann euch nur sagen, wie es sich anfühlt, auf der Bühne zu stehen..

This is the life...
on stage




Kommentare:

  1. Schön, dass die Kommentarfunktion wieder an ist. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Seit deinem letzten Artikel verteile ich auf Bloglovin wieder mehr Herzen wenn ich einen Beitrag gelesen habe, als kleines Feedback, selbst wenn ich nicht kommentiere ...

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    1. Hey Karin, jaaaaaa das 'Senf-hinzufügen' ist wieder möglich :)

      "Seit deinem letzten Artikel verteile ich auf Bloglovin wieder mehr Herzen wenn ich einen Beitrag gelesen habe".. und wenn meine zwei Artikel nur dazu geführt haben, daß jetzt mehr ♥ verteilt werden, bin ich es schon dolle zufrieden! Um mit YT zu sprechen: Daumen hoch dafür ;-)

      Lieben Gruß!!

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  2. Hallo Sunnivah,

    da bin ich wieder und spende dir Applaus :)

    Ich verstehe deine Denkweise und deine Gefühle auf der Blogbühne und sende dir hiermit einen imaginären Blumenstrauß, um meine Anerkennung und Wertschätzung auszudrücken.

    ... und ich klatsche mir die Hände wund :)

    Liebe Grüße

    Dana

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    1. Hallo nun-nicht-mehr-unbekannte-Dana,
      schön, Dich gleich wieder zu sehen! *yeah* Und danke für die Blumen, daaaaanke!! Wenn ich es geschafft habe, daß Du "meine Denkweise und Gefühle" verstehen kannst, bin ich sehr froh, es ging mir nur darum. Was ihr daraus macht, ist natürlich eure Sache. Aber heute bade ich mal in deinem Beifall :)

      Liebe Grüße!!

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  3. Hallo,

    es ist schon eine komisch Welt da draußen. Klar schreibt man einen Blog oder Insta um Rückmeldung zu erhalten. Aber man kann es von niemanden erwarten. Man sollte es in erster Linie für sich selbst machen.
    Ich merke gerade, dass ich bei Insta auch weniger poste.Ich hab momentan keine Lust, meine gekauften Produkte in die Kamera zu halten. Eigentlich möchte man nämlich anders sein. Ich kommentiere oft bei anderen. Aber bei einem selbst, kommt wenig Rückmeldung. Ich glaube das liegt in der Natur des Menschens. Wir sind ein wenig faul. Wir machen nur das, was uns Spaß macht. Und ein Herz oder ein Klick ist leichter verteilt, als ein paar Worte zu schreiben.
    Macht dir keinen Kopf, es gibt halt immer mal so Phasen. Richte deine "Krone", ;) weiter geht die Reise.

    Lieben Gruß

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    1. Hey Melli,

      "Rückmeldung zu erhalten.. kann man von niemanden erwarten" Da hast du natürlich Recht, insbesondere als ich anfing zu bloggen wäre es abstrus gewesen, auf Kommentare zu warten, wenn niemand zuvor die Blogposts gelesen hat. Aber da es nunmal ein Publikum gibt und ich ja auch durch sehr viele nette Nachrichten in der letzten Woche erfahren habe, daß meine Artikel anscheinend gern gelesen werden, dann würde ich das auch gern wissen.. ich will mir nur sicher sein, wie mein Gegenüber es findet, damit ich nicht denke "alles K****" und dann umotiviert hinschmeiße.
      "Aber bei einem selbst, kommt wenig Rückmeldung. Ich glaube das liegt in der Natur des Menschens. Wir sind ein wenig faul." Ich habe mich auch lange gescheut, daß anzusprechen, aber mir geht es natürlich wie dir. Ich dachte mir vor meinem ersten Beitrag zu dem Thema "ich hab nix zu verlieren, entweder es gibt da draußen Leser, die meine Eindrücke gar nicht kannten und sich dafür interessieren, oder es bleibt alles wie es ist.." aber verändern konnte ich es nicht, wenn ich nicht sage, was mich stört und was ich gern anders hätte.
      Für mich hat sich das Ganze auf jeden Fall echt gelohnt: ich weiß jetzt so viel mehr über die andere Seite als zuvor.. und auch über mich, natürlich!

      Ich danke dir für deine fortwährende Treue und reise weiter, mit Krönchen. Auch dank Worte wie deiner ;-)

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    2. Kein Problem, immer gerne.
      Ach was ich noch vergessen habe. So eine offene Frage am Schluss, kann manchmal den Einstieg erleichtern. Bei einem oder anderen, erleichtert es zu kommentieren. Nach der Meinung fragen, wie er das Produkt findet, oder was der Leser dazu zu empfehlen hat.
      Aber es bleibt natürlich dein Stil.

      Bis demnächst. ;)

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    3. Okay, ich werd es mal versuchen, wenn mir eine nicht ganz so doof-offensichtliche Frage einfällt, versprochen :-D

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  4. Sehr interessanter Artikel und schöne Worte, darüber muss ich erst mal ein bisschen nachdenken. :)

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    1. Tu das! Danke fürs Vorbeischauen!! Wir haben uns auch schon eine Weile nicht mehr gesehen... *.*

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  5. Ich folge dir auf Instagram und komme dann auch öfters auf deinen Blog. Als ich den Artikel über die nicht stattfindenden Reaktionen bzw. Kommentare gelesen habe, hatte ich dir gegenüber ein schlechtes Gewissen. Und dann nicht nur dir sondern allen Bloggern gegenüber, die ich regelmäßig besuche, aber nie kommentiere. Das liegt überwiegend daran, dass ich nicht zum x-ten Mal den gleichen Kommentar abgeben möchte. Ich kommentiere aber auch deshalb nicht, weil ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass jemand Wert auf meine Meinung legt, der mich überhaupt nicht kennt. Ich habe auch das Gefühl altersmäßig nicht unbedingt hier hinzugehören. Mich hat dein Artikel aufgerüttelt, denn ich kann jetzt nachvollziehen wie es dir geht, wenn es keine Rückmeldungen gibt. Ich finde es großartig, dass es solche Blogs wie deinen gibt und zahlreiche Informationen haben mir wirklich weitergeholfen. Ich habe mir vorgenommen, wenn ich einen Artikel lese, diesen auch grundsätzlich immer zu kommentieren. Denn du machst dir viel Arbeit und dies sollte wirklich gewürdigt werden.

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    1. Hallo Instagram-Community!!

      "... hatte ich dir gegenüber ein schlechtes Gewissen. Und dann nicht nur dir sondern allen Bloggern gegenüber, die ich regelmäßig besuche, aber nie kommentiere" Oh nein, ich will doch nicht, daß sich jemand schlecht fühlt.. wenn ich miese Laune hab, reicht das doch! :-D Mal ehrlich, wenn Dich meine Worte dazu gebracht haben, dein Verhalten überdenken zu wollen, finde ich das wunderbar, nicht nur für mich sondern für alle Blogger, aber Schuldgefühle oder so sind nicht angebracht. Wir haben drüber geredet und kennen jetzt ein bißchen besser die jeweils andere Seite.. und mehr wollte ich ja nicht: mehr MIT euch reden als nur gegen auch an :)

      "Ich habe auch das Gefühl altersmäßig nicht unbedingt hier hinzugehören." Ach Quatsch, jeder ist willkommen! Solange dir meine Themen was geben, gehörst du auf jeden Fall dazu!

      "Ich kommentiere aber auch deshalb nicht, weil ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass jemand Wert auf meine Meinung legt, der mich überhaupt nicht kennt."
      Wirklich?? Das erschreckt mich fast etwas.. weil ich sowas Ähnliches jetzt schon öfter gelesen habe. Das war mir gar nicht bewußt! Du kannst kommentieren, was du willst, auch das Gleiche, was der vor dir schon gedacht und dann gesagt hat, oder nur ein paar Emojis oder was dir eben in den Sinn kommt: so wie der Bereich des Blogposts mir gehört, so gehört das Kommentarfeld ganz dir, es ist DEINE Fläche und es gibt keinerlei Ansprüche oder Anforderungen. Alles ist richtig, denn ich freue mich über alles und interessiere mich für alles, was da steht (bin sehr neugierig von Natur aus). :)
      Und.. du kennst mich doch nicht näher: aber liest trotzdem anscheinend gern, was ich schreibe. Das gilt andersherum genauso!

      ganz liebe grüße

      P.S. Wenn du mir im Kommentarfeld irgendwo hier einen Spitznamen oder deinen Instagram-Namen verrätst, erkenne ich dich auch nächstes Mal wieder und weiß noch, worüber wir letztes Mal gesprochen haben..;-)

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  6. Ich verstehe dich absolut, aber ich verstehe auch die Leser/innen, die selten bis gar nicht kommentieren. Ich kommentiere inzwischen auch wirklich nur noch bei einer handvoll Blogs und das nicht wirklich regelmäßig, weil inzwischen tatsächlich lieber konsumiere. Das ist meist durch Zeitmangel bedingt, aber liegt möglicherweise auch an einer leichten Interessenverschiebung bei mir. Zwar dauert das Kommentieren nicht so viel länger als das bloße Lesen eines Blogposts, aber ich muss mich erstmal einloggen und überlegen, was ich schreibe (nur "Toller Beitrag/schöne Fotos/tolle Farbe" finde ich überflüssig, auch wenn das immerhin eine Art von Rückmeldung wäre). Generell habe ich den Eindruck, dass gerade Beauty-Blogs inzwischen vorrangig dem "Konsum" dienen und nicht (mehr?) einem Austausch. Bei den richtig "großen" Blogs ist es meines Erachtens einfach die Masse, die dafür sorgt, dass -nicht notwendigerweise sinnvolle- Beiträge hinterlassen werden. Bei meinen Blogposts kann ich damit leben, wenn ich so gut wie keine Rückmeldung von Lesern erhalte - ich kann aber gut nachvollziehen, wie frustrierend es sein muss, wenn man so wie du deutlich aufwändigere Posts veröffentlicht.

    Diese rhetorischen Fragen am Ende eines Blogposts mag ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es manche Leser/innen animiert, doch einen Kommentar da zu lassen.

    In jedem Fall würde ich von fehlenden Kommentaren nicht auf fehlendes Interesse oder gar fehlende Wertschätzung schließen, auch wenn es schwer fällt. Das passt für mich bei Blogs einfach nicht und ich finde nicht, dass man das so leicht mit Situationen im "richtigen Leben" vergleichen kann.

    Liebe Grüße
    Isabel

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    1. Oh ja, deine Einstellung trifft auch teilweise auf mich zu..
      ".. meist durch Zeitmangel bedingt... " denn das Schreiben eines Blogposts fordert mich schon sehr, da lese ich danach fast nichts anderes mehr. Die Interessenverschiebung kenn ich aber auch: bei mir hat sich die Konsummüdigkeit eingeschlichen, weil ich ewig nix verändert habe. Nicht bei mir auf dem Blog, aber auch nicht in meiner Leseliste. Ich werde die ausmisten und so mehr Zeit für die Blogs haben, die mich eigentlich wirklich interessieren. Meine Insta-Abos versuche ich immer auf 100 zu drücken, weil ich sonst erschlagen werde von meinem feed und dann niemandem gerecht werde. Informationsflut trifft es gut, und ich muss reduzieren, um wieder genießen und aktiv teilhaben zu können.

      "Bei den richtig "großen" Blogs ist es meines Erachtens einfach die Masse, die dafür sorgt, dass -nicht notwendigerweise sinnvolle- Beiträge hinterlassen werden. " Da wirst du definitiv Recht haben. Ich weiß gar nicht, wie solche Blogger sich fühlen, wenn sie bei Millionen Sideviews 5 Kommentare bekommen.. obwohl; der Aufwand von kleinen zu großen Blogs wird sich bei der Arbeit wenig unterscheiden. Denn letzten Endes machen Bilder und Text immer die gleiche Mühe.

      "Toller Beitrag/schöne Fotos/tolle Farbe" finde ich überflüssig, auch wenn das immerhin eine Art von Rückmeldung wäre"... ja, also mir reichte das. Mir ist jede Kommunkation recht, wenn sie nur stattfindet :)

      "In jedem Fall würde ich von fehlenden Kommentaren nicht auf fehlendes Interesse oder gar fehlende Wertschätzung schließen, auch wenn es schwer fällt. Das passt für mich bei Blogs einfach nicht und ich finde nicht, dass man das so leicht mit Situationen im "richtigen Leben" vergleichen kann."

      Hmmm... für mich ist alles was ich tue 'richtiges Leben'. Das hier ist ja nicht nur ein Roboterarm von mir, sondern ich.. und selbst wenn die Übertragbarkeit von Kommunikationsgepflogenheiten von analog zu digital ungewohnt ist, werde ich das trotzdem versuchen: lieber das, als es gleich frustriert sein zu lassen. Vielleicht geht es ja doch :)

      Ganz liebe Grüße!

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  7. Ich verstehe beide Seiten sehr gut und finde es deswegen richtig, dass du für dich und deine Leser klargestellt hast, warum dir Kommentare wichtig sind. Ich kommentiere eigentlich nur hier, und auch erst, seitdem du vor einiger Zeit schon mal einen ähnlichen Post verfasst hattest (?), weil ich da zu verstehen geglaubt hatte, dass dir ein Austausch wichtig ist. Aber es hat mich trotzdem erst Überwindung gekostet, meine "Banalität" zu schreiben, denn um mich geht es hier ja eigentlich nicht und die anderen Leser interessiert das ja auch nicht. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es eben dich interessiert und das hat mich ehrlich gefreut - wahrscheinlich nicht weniger als dich. Bei anderen Blogs scheint es teilweise so zu sein, dass nur kommentiert, wer auch "was zu sagen" hat und man von Kommentaren einen gewissen Mehrwert erwartet. Das wirkt dann vielleicht auch bei anderen Blogs abschreckend.
    Liebe Grüße!

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    1. Hey Emma, ich verstehe mittlerweile auch beide Seiten besser, zum Glück!

      "...klargestellt hast, warum dir Kommentare wichtig sind. Ich kommentiere eigentlich nur hier, und auch erst, seitdem du vor einiger Zeit schon mal einen ähnlichen Post verfasst hattest (?), weil ich da zu verstehen geglaubt hatte, dass dir ein Austausch wichtig ist."
      Ich bin so stolz auf dich, also.. auf unseren Austausch! Immer, wenn du mir was Nettes schreibst und ich antworten kann denke ich, daß du das beste Beispiel dafür bist, wie man vom anonymen Leser, der weder Blogger noch Instagramer noch krasser Social Media-Junkie ist, zu einem aktiven Teilhaber eines solchen digitalen Mediums werden kann. Oft habe ich das Gefühl, daß die Hemmschwelle sehr groß ist, sich einfach einzulinken, wenn man sich nicht als Teil des Ganzen sieht; dabei ist das keine geschlossene Gesellschaft. Und ich schreibe ja auch hauptsächlich für eben die Menschen, die nicht bereits selbst einen Beautyblog haben, denn die wissen eh schon Bescheid *hehe*
      Ich muss immer an deinen Kommentar denken "das hier ist mein liebster Blog und ich schaue oft mehrmals täglich, ob es einen neuen Post gibt. Ich mache das nur halt in der Arbeit und muss immer auf die Toilette flüchten", denn das hat für mich solche Hingabe ausgedrückt, daß mir nach wie vor ganz warm wird, wenn ich daran denke :)

      "es hat mich trotzdem erst Überwindung gekostet, meine "Banalität" zu schreiben, ...die anderen Leser interessiert das ja auch nicht. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es eben dich interessiert.. "
      Du bist schon die zweite, die das so sagt: es gibt nix, was nicht wichtig ist. Und ich erzähl hier doch auch nur schöne Banalitäten ^.^

      Niemand soll abgeschreckt sein, was zu sagen. Denn jeder hat doch was zu sagen, und nichts davon ist mehr oder weniger wichtig.. oh Mann! Klar würde ich auch Muffensausen haben, wenn ich diesen Anspruch an 'Kommentar mit Mehrwert' an mich hätte, aber zum Glück bin ich noch nie auf diesen Gedanken gekommen, deswegen schreibsel ich mich auch bei anderen (wahrscheinlich) immer wild und unbedacht durch ihre Kommentarspalten!! Dazu ein fettes *hehe*

      Lieben Gruß an Dich, Emma!!

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  8. Bloggen habe ich noch nie als Bühne wahrgenommen, Kommentare noch nie als Applaus. Seltsam.... Eher war es ein Informationsplatform, erst habe ich die Informationen gesammelt und später selbst verteilt.
    Ich muss gestehen, dass ich Kommentaren gar nicht so großen Stellenwert gebe, denn die meisten kommen nicht von interessierten Lesern sondern von anderen Bloggern, die im Gegenzug für mein Kommentieren selbst kommentieren. Die wirklich interessierten Leser lesen nur, schreiben nichts dazu. Das ist immer mein Eindruck. Klar freue ich mich auch über Kommentare, aber sie kommen meistens von denselben Personen. Manchmal sind die Kommentare lieblos, wenig aussagekräftig (der Ausdruck von Emma "Banalitäten" gefällt mir). "Schöne Farbe", "Steht Dir super".... Ist es arrogant, wenn ich schreibe, dass es mir einfach nicht wichtig ist, wenn das darunter steht?
    Aber immerhin bin ich jetzt auf Deinen Blog gestoßen, bisher habe ich hier nicht vorbeigeschaut. :-)
    Schönes Wochenende Dir!

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    1. Siehst du, so unterschiedlich können die Eindrücke und Einstellungen sein. Aber ich muss zugeben, diese Sicht auf die Dinge habe ich noch nie gehört, auch nicht von den mir bekannten Bloggern, mit denen ich mich so austausche ;-)

      "Kommentaren gar nicht so großen Stellenwert gebe, denn die meisten kommen nicht von interessierten Lesern sondern von anderen Bloggern" und auch die signalisieren echtes Interesse und wir quatschen dann ein bißchen, also, zumindest ist das bei mir so :)

      "Ist es arrogant, wenn ich schreibe, dass es mir einfach nicht wichtig ist, wenn das darunter steht?" Nö, null! Du bist damit wahrscheinlich auch viel weniger anfällig für so Motivationslöcher wie ich, wenn ich mich nicht-gesehen fühle, weil mir schon lange keiner mehr über den Kopf gestreichelt hat *lach* Aber ich mag tatsächlich auch sowas wie " "Schöne Farbe", "Steht Dir super".", und wie ich schon zu Emma sagte: ich schreib hier doch auch bloß über schöne Banalitäten.

      Ich wünsche dir auch was! LG

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  9. Liebe Sunnivah,

    ich möchte auch hier noch einmal "Farbe bekennen" (Du weißt, wie ich das meine 😊) und mich auch an dieser Stelle noch einmal für Deine tollen Beiträge und die Mühe, die Du Dir mit Deinem Blog machst, bedanken! Ich lese Deine Beiträge seit ca. 1 1/2 Jahren, nachdem ich bei Dir einige interessante Hinweise und Tipps zum Thema unreine Haut entdeckt hatte. Da ich nach einem Unfall und langjähriger Cortisoneinnahme unter starker Akne gelitten habe, die ich leider bis heute nicht richtig losgeworden bin, mußte ich meine Reinigung und Hautpflege irgendwann komplett umstellen, damit ich mich überhaupt noch auf die Straße trauen konnte; Deine Beiträge zu diesem Thema haben mir sehr dabei geholfen, die richtigen Produkte zu finden. Starke Ausbrüche habe ich seitdem kaum noch und Entzündungen klingen dank BHA viel schneller wieder ab - ein ganz großes Dankeschön daher auch dafür an dieser Stelle!

    Ich werde Deinem Blog auf alle Fälle weiterhin treu bleiben und wünsche Dir alles nur erdenklich Gute auf Deinem Weg.

    Ganz viele liebe Grüße 🤗

    Eva

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    1. Hallo Eva, danke auch für deine Mail!

      Uhh, ich konnte helfen bei unreiner Haut? Da beschleicht mich plötzlich so ein Gefühl, mich mal wieder zu einem Hautpflegepost zusammenreißen zu müßen, dabei kann ich bei dem Thema ja eigentlich viel weniger helfen als andere Blogger, die eher deinem Hauttyp entsprechen. Ich freue mich aber sehr, daß ich mit meinen Einstiegsinfos dazu beitragen konnte, daß du dich wieder wohler fühlst: yeah!
      Das du danach so lang dabei geblieben bist, obwohl ich ja nicht der Skincare-Blogger bin, freut mich um so mehr!

      Und danke für deinen Zuspruch! Liebe Grüße zurück!

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    2. Eva:


      Liebe Sunnivah,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung 🙂!

      Das Problem bei meiner Haut ist, daß ich Albinismus UND eine sog. "Seborrhoea-Sicca" also eine "Trockene Fetthaut" habe, die - wenn eine durch Cortison hervorgerufene Steroidakne noch hinzukommt - unglaublich schwer wieder in den Griff zu bekommen ist und durch die sehr helle Haut jede auch noch so kleine Entzündung sich sofort als riesige Rötung im Gesicht und leider auch am Hals präsentiert. Durch die Trockenheit und durch eine Verhornungsstörung fühlt sich meine Haut im Gesicht sehr rau an und schuppt sich auch recht schnell, wenn ich sie nach der Reinigung (egal wie mild diese auch sein mag, z. Zt. nur noch Reinigungsöle oder Reinigungsbalm von Clinique) nicht sofort mit Serum und Feuchtigkeitscreme versorge. Auf der anderen Seite entstehen auch immer wieder gerne neue Papeln und Pusteln, auch dann, wenn ich tagelang mal überhaupt keine Pflege- oder Schminkprodukte verwende - habe alles schon ausprobiert. Mit fast 40 also noch Akne zu haben, ist ziemlich frustrierend, vor allem bei so heller Haut.
      Es war übrigens Dein Blogpost vom 20. Oktober 2015, das mich auf Deinen Blog aufmerksam gemacht hat. Da hattest Du etwas über BHA von Paula's Choice geschrieben, die ich bis dato überhaupt nicht gekannt habe, und das wollte ich dann auch einmal ausprobieren. Nun ja, und seitdem peele ich nun regelmäßig sowohl mit AHA als auch mit BHA und vertrage zum Glück beides sehr gut. Auch von ihren silikonigen Seren und den Cremes für sehr trockene Haut flammt meine Haut übrigens komischerweise nicht auf. Ich habe mit ihren Produkten meine Haut also ganz gut wieder in den Griff bekommen können; sie fühlt sich weicher an und ich habe weniger Entzündungen, und wenn, dann klingen diese schneller wieder ab. Nur bei den Preisen muß ich jedes Mal schlucken 😕...

      Da ich mich aufgrund meiner sehr blassen Haut natürlich auch gerne schminke, damit ich etwas "lebendiger" aussehe, und im Internet immer mal wieder gerne nach Tipps und Tricks schaue und mir Dein Schreibstil sehr gut gefallen hat, bin ich bis heute dabeigeblieben und freue mich nun sehr für Dich, daß Du auch von Deinen anderen Lesern so viel positives Feedback erhalten hast 😊!


      Wünsche Dir schönes Wochenende und ganz liebe Grüße,

      Eva

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    3. Hach, daß du dich für mich freust freut mich nochmal so sehr :)

      Ich finde es super, nachlesen zu können, wie du hier bei mir gelandet bist und was dich hier hält, sozusagen :)
      Übrigens könnte so einiges, was du zu einer Haut und Pflege geschrieben hast, von mir stammen, dabei haben wir ja doch unterschiedliche Hauttypen... die Trockenheit, wenn ich sie nach der Reinigung nicht sofort mit Serum und Feuchtigkeitscreme versorge, die ewig roten Pickelmale, die Sachen von Paula, die mit ihren silikonigen Seren und den Cremes für sehr trockene Haut meine Haut echt beruhigen, obwohl ich früher immer dachte, sowas nicht zu vertragen.. allgemein hab ich die Erfahrung gemacht, daß die passende Pflege jede Haut von ihrem jeweiligen Extrem etwas mehr in Richtung 'normal' verschiebt und deswegen können wir uns dann (als Paula-Jüngerinnen) auch gut verstehen und austauschen, obwohl wir eigentlich aus ganz unterschiedlichen Lagern kommen. Ich freue mich sehr, daß der ganze Hautpflegewahnsinn bei dir anscheinend auch was gebracht hat :-D Und was die Preise angeht: ich kauf halt keine MAC-Schminke, ne? ;-)

      LG!!

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  10. Hey Sunnivah,
    Ich bin auch eine deiner stillen Leserinnen. :-)
    Ich kommentiere meistens nicht, weil ich leider ziemlich schreibfaul bin (hab selbst keinen eigenen Blog) und dir nicht nur ein "toller Post" oder so hinklatschen will - ich dachte, das wirkt vielleicht zu lieblos^^ aber wenn dir Feedback so wichtig ist, werde ich dir jetzt öfters mal einen Kommentar dalassen. :-)
    Deinen Blog mag ich vor allem, weil er nicht so ein "Standard"-Blog ist - weiß auch nicht, wie ich das näher beschreiben soll ;-) außerdem haben wir offenbar den gleichen Hauttyp (Stichwort megatrocken ;-)), und ich lese gern, was du so für Produkte verwendest, die helfen bei mir nämlich immer super :-D auch deine Schminki-Tipps find ich gut.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Julia

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    1. Hey, keine Worte von euch sind zu lieblos, nur kein Kommentarqualitätsfanatismus ^.^

      Ich freu mich sehr, daß mein Blog für dich nicht Sti-no rüberkommt, wirklich.. ich mach gern was anders. Ähm, hat man ja mit den Beiträgen hier jetzt auch gemerkt *hehe*

      Ich grüße dich übrigens von Trockenpflaume zu Trockenpflaume, alles Liebe ins 'Ausland' :)

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  11. Liebe Sunnivah,

    vielen Dank für das Herzblut, die Beharrlichkeit, Leichtigkeit und vor allem die Offenheit, die Du in Deinen Blog fließen lässt! Ich sehe es und schätze es.

    Als stiller Leserin war es mir bis dato gar nicht bewusst, dass Dich mein Schweigen beschäftigt.
    1. Weil Dein Blog für mich schon immer etwas "Tagebuch-haftes" hat und dort erwartet man ja auch keine Antwort
    2. Weil ich -offensichtlich fälschlicherweise- bei den meisten Bloggern davon ausgehen, dass sie einen angeborenen Mitteilungsdrang haben und das Berichten über etwas wichtiger für sie ist als das Feedback dazu.

    Sprich: ich hatte einfach vermutet, dass Dir Kommentare gar nicht so wichtig sind.
    Ich habe verstanden und werde das ändern :-)

    Vielen Dank für Dein Hobby/Deine Arbeit hier: Ich lese regelmäßig und sehr gerne mit. Und spreche ab jetzt auch mal ab und zu ;-)

    Liebe Grüße
    Angela

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    1. Ha, was für ein toller Kommentar! Wer weiß, vielleicht sprichst du vielen anderen Lesern aus der Seele, denn so richtig bewußt, daß ich nach euren Kommentaren giere, war das wohl so einigen nicht.. hätte ich mal eher was gesagt :-D

      Mein Blog ist definitiv etwas "Tagebuch-haft", soll er auch sein. Das Feedback ist für mich auch vor allem wichtig, damit ich sehe, daß ihr da seid, mit wem ich quasi rede. Denn auch wenn ich meine sehr persönliche Sichtweise und Erlebnisse wie in einem Tagebuch ausdrücke, mache ich es doch öffentlich und für alle sichtbar.. und da würde ich gern wissen, wer eigentlich in den Seiten blättert :)

      Mein Gegenüber ist mir definitiv wichtig! Und danke heute mal für deine (lobenden) Worte :)

      LG!

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  12. Hallo Sunnivah,
    ich habe gerade deinen Post gelesen und wollte dir für diesen interessanten Blickwinkel und Gedanken über/in dich/dir danken! (hehe glaub ich bin jetzt auch in deinem Blog(post) verewigt :-))
    Hoffe du hast bereits entspannte und wunderschöne (Vor-)Weihnachtstage! Ich muss nur noch heute arbeiten + noch ein paar Erledigungen machen aber ab Sa werde ich sicher wesentlich entspannter (da fällt mir ein ich brauche evtl noch eine Weihnachtsmusik-CD zum mitsingen und fürs Feeling, evtl. fürs während des Christbaum schmückens) sein..
    LG siesn

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    1. Jahahahaaa, du wurdest verewigt, genau :)

      Ich hab auch noch einiges vor, aber die Musik hab ich zum Glück schon zusammen: was ich empfehlen kann ist 'Winter Song' von Sarah McLachlan, wenn es ruhig sein soll oder "Joy, a holiday collection" von Jewel für ein paar schnelle und ein paar besinnliche Nummern. Die beiden Alben haben aber für mich den wenigsten Schmalz intus :)


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  13. Ich finde, das hast du sehr schön geschrieben! Besonders gefällt mir als (im Vergleich zu dir weit unprofessionelleren) Sängerin der Teil mit der Musik, die nach innen klingt; auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen am Thema vorbei ist... ^.^
    Ich muss dir sagen, dass ich ehrlich gesagt noch gar nicht weiß, wie ich genau zu diesem Thema stehe. Alles was du sagst, kann ich definitiv nachvollziehen, aber ich glaube, ich sehe es in manchen Punkten einfach anders. Also von der Perpektive bzw. der Sichtweise her. Wenn ich soweit bin dann mehr dazu...

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    1. Hach, das freut mich besonders.. denn so ist die Idee für den Blogpost auch entstanden! Ich habe diesen Part geschrieben und dann gewußt: ich will das veröffentlichen.. weil es wahr ist, fand ich es gut gelungen. Wir schreiben doch am besten über das, was wir kennen. Und so mußte ich also den Artikel drumherum basteln, um diesen sehr privaten Teil von mir in das Bloguniversum einzubetten :)

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  14. P.S.: So manchen Post von dir lese ich durchaus auch mehrmals. Könnte den ein oder anderen Klick ohne Kommentar erklären :-*

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  15. Es ist so schön, die ganzen Kommentare hier zu sehen! Da wird mir ganz warm :D
    Ich freue mich über jeden Beitrag, den du schreibst. Ich bin zugegeben auch schon mal aktiver im Kommentieren gewesen. Aber ich gelobe Besserung.
    Dadurch, dass ich Blogs mittlerweile fast nur noch auf meinem Handy lese (über die Bloglovin App, die einem das Kommentieren echt erschwert), bin ich mehr zum Konsumenten geworden, als ich es wollte und das tut mir leid. Hoffentlich halte ich das mit dem "aktiven" Lesen auch in Zukunft durch.

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    1. Hach, du sprichst mir total aus der Seele mit deinen ersten zwei Sätzen. Du wurdest auch gleich in den neuen Entwurf zu dem Thema mit eingearbeitet :)

      Ich muss gestehen, daß ich das mit Bloglovin schon öfter gehört habe.. und ich hab keinen blassen Schimmer davon. Ich lese Blogs nur über die Seiten der jeweiligen Blogbetreiber, nie über so einen Dienst. Meiner ist dort auch eingetragen (denke ich?), aber ich bin dort nicht unterwegs. Ich find ja schon eine Plattform anstrengend, am Leben zu halten ^.^

      Ich mach mir grad Gedanken, wie ich es euch leichter machen kann.. also: bleib dran. Vielleicht ist da eine Lösung für dich dabei :)

      LG!

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ACHTUNG: Blogger schluckt gern mal Kommentare, deswegen möchte ich euch bitten, nach dem Schreiben einmal alles zu markieren + (in euren Zwischenspeicher) zu kopieren, bevor ihr auf Absenden klickt: nur zur Sicherheit, damit euer mühevoll getippter Kommentar nicht am Ende weg ist 💗 😊 zur Kommentarpolitik :)

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