Dienstag, 21. März 2017

Bad. Really bad mood ☠️ 💣 💥

The life... in front of my eyes


Mein übellauniger Blogeintrag ist für dieses Jahr ziemlich früh dran, fällt mir auf.. 

und eigentlich wollte ich heute auch was ganz anderes veröffentlichen. Aber ich konnte nicht, nein. Ich saß und saß an dem anderen Artikel und wollte meine Stimmung quasi über-schreiben, doch das ging nicht.. ich merkte, wie meine schlechte Laune Wort für Wort in das - vollkommen artfremde - Thema einsickerte und den Grundtenor des Blogpost so ins Negative verfälschte, wie es das Thema an sich null verdient hat. Und gebracht hat es mir auch nichts: Erleichterung habe ich auf dem Nebenschauplatz, den ich so aufgemacht hatte, nicht gefunden, egal wie wütend ich auch in-die-Tasten-haute.


Vielleicht liegt es am Wetter; vielleicht ist es diese Übergangs-Jahreszeit.. denn ich fand auf Instagram sofort Gleichgesinnte in Sachen "ich kann mir nicht helfen, aber ich bin grad nicht gut drauf". Shenja z.Bsp. klingt hier bedrückt - oder eher, er-drückt - von ihren Selbstzweifeln.. und Mrsfarbulous fest entschlossen, sich von diesen nicht mehr von ihrer Selbstverwirklichung abhalten zu lassen. 

Ich kenne beide Stimmungen: den Selbstzweifel und den Mut der Verzweiflung, diesen abzuschütteln.. aber aktuell treibt mich (zum Glück) keines dieser Probleme um. Nein; ich hab einfach nur richtig miese Laune. Ich bekomme dann immer Hass auf alles und jeden: eine sehr schöne Beschreibung für meinen Zustand ist 
"unzufrieden mit der GESAMT-SITUATION!!" 😆

Und nun.. was tun?


Sich auf etwas zu konzentrieren, was nicht kontrollierbar ist, bringt nicht vielsinnvoller ist es, meine Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken worauf ich Einfluss habe oder nehmen kann... 
den Grund für meine schlechte Laune kann nicht aktuell nicht ergründen, ich kann aber vielleicht etwas tun, womit es mir besser geht, z.B. etwas, was mir Freude macht - oder zumindest nützlich ist.





RAUSGEHEN



Zuerst bin ich also spazieren gegangen, habe meine Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes gelenkt auf die schönen Blumen, auf den Vogelgesang... und war ganz überrascht darüber, wie weich und warm die Luft sich schon anfühlt und deutlich den Frühling verheißt! Dabei habe ich festgestellt, daß entgegengesetzt zu der düsteren Wolke, die drinnen über mir hing, draußen totale Aufbruchstimmung herrscht! Die Vögel z.B. sind nämlich bei uns schon total im Aufruhr und Nestbau-Stress und auch die Eichhörnchen jagen sich bereits gegenseitig über den Rasen. 


Auch wenn 'den Blickwinkel zu wechseln' nicht immer bedeutet, gleich alles ganz anders zu sehen, so hilft mir ein Ortswechsel zumindest dabei, einfach mal was anderes zu sehen.. 



AUFRÄUMEN



Wenn das (Durchlüften) alleine nicht ausreicht, gibt es immer noch Arbeit: nichts gibt mir so schnell ein besseres Gefühl, wie etwas geschafft oder erledigt zu haben, was eh getan werden muss... ich fange dann meist an, aufzuräumen oder umzuräumen und auch gleich auszusortieren; heute war es bei mir die Herbst/Winter-Schminke (*klick*) - passend zum Frühlingsanfang! ☀


[Wer noch einen Tritt Anstoß zum Ausmisten braucht: nach diesem Video hab ich mich bereits stellvertretend erleichtert gefühlt, bevor ich überhaupt selbst aufgeräumt hatte!]





SHOPPEN



...und dafür kann man hervorragend einkaufen -  die dritte Sache, die bei weiblichen Wesen ja angeblich sehr gut wirkt, um die Laune zu heben!  #kaufdichglücklich 
Ich meine, allein schon die lustigen Namen, die einige Ikea-Möbelstücke abbekommen haben, lassen die Welt gleich in einem etwas freundlicheren Licht erscheinen 😊 #knagglig #knippsa #dompen








LET IT OUT 

don't get caught up in yourself



Der wichtigste Punkt aber ist.. drüber zu reden. Es verschleiern zu wollen bringt nichts, zumindest keine Erleichterung - und es mit etwas anderem übertünchen zu wollen funktioniert nicht
Wenn ich schlechte Laune habe, kann ich auch nur über schlechte Laune schreiben: mit das erste, womit mein Freund mich beeindruckt hat als wir uns kennenlernten, waren diese wahren Worte: 
"Immer wenn ich in schlechter Stimmung bin, habe ich auch nicht so positive Gedanken."
Ja, JA!! DANKE für die Erinnerung!!!
Und wenn ich gut drauf bin, kann ich wiederum auch bloß positiv schreiben, alberne Videos machen und einfach nicht ernst sein! 

Aber um von der einen in die andere Stimmung zu kommen, muss ich beide sein lassen. Gefühle wollen gefühlt, also gelebt werden: erst nachdem sie artikuliert, also ausgedrückt wurden, sind sie auch aus mir raus... sonst bleiben sie drin und die schlechte Stimmung mit ihnen.
Wie heißt es so schön? Nach jedem Regen scheint wieder die Sonne.. dafür muss ich es aber erstmal regnen lassen. Das geht nicht unmerklich. Dabei werden nun mal alle fühlbar nass. Das ist aber auch total normal.



Die größte Gefahr für jeden einzelnen von uns liegt nämlich nicht da draußen in der Welt, sondern in uns selbst. Und das meine ich todernst. Laut dem gerade erst erschienenen, aktuellen Weltglücksbericht ist "die größte Quelle des Unglücks eine mentale Krankheit, etwa eine Depression.
Gefühle selbst sind in der Lage, uns alle am aller-unglücklichsten zu machen.. deswegen ist es absolut in Ordnung, jeden Gedanken, von hellgrau bis tiefschwarz, einfach rauszulassen und loszuwerden. Vornehme Zurückhaltung ist in vielen Momenten des Lebens angebracht, aber nicht, wenn es um Seelen-Hygiene geht.

Ich zitiere hier sehr gern die Initative One wave is all it takes: 
"Don't fight the feelings inside. Tell someone what you're feeling and don't beat yourself up because you're only human.... We all think weird things. Lets all talk about it so we can let it go and bring back the positive vibes 💗"



Hab ich gemacht: ich bin draußen in der Gegend rumgestapft, habe all meine Gedanken in einem einzigen Rutsch in eine Sprachaufzeichnung diktiert und zwischendurch noch mit meinem Freund telefoniert (daher sein Zitat).. und es hat geholfen! Nicht nur, daß so (im Groben) ein ganzer Artikel in wenigen Minuten aus mir rausgeflossen ist (und ich somit aufhören konnte, dem eigentlich für heute geplanten Blogpost Gewalt anzutun), nein, ich fühle mich auch erleichtert und einfach... besser, wie ich jetzt hier vor dem Bildschirm sitze und diese letzten Zeilen tippe. Meine Stimmung hat sich deutlich gehoben.. eigentlich schon seit dem Moment, an dem ich beschlossen habe, zu meiner miesen Laune zu stehen 😆

Und wenn wirklich gar nichts mehr hilft, habe ich noch das aller-allerletzte Instrument der fröhlichen Glückseligkeit, was das Internet anzubieten hat:


KATZENVIDEOS



The cat is like "KILL ME NOW!" 😁

Ein Beitrag geteilt von Ted (@hilarious.ted) am




Und was macht ihr, bei

so richtig
richtig übler Laune  ☠️ 💣 💥





Kommentare:

  1. Drück Dich. Ich kenn das, ich bin mindestens ein Mal im Monat (weißt schon wann ;D) ganz furchtbar aggressiv, miesepetrig und dicht am Wasser gebaut. Rausgehen hilft—auch wenn das Wetter momentan nicht wirklich kooperativ ist—aufräumen auch, nur muss man sich dazu erst mal hochraffen. Am Montag war der Schornsteinfeger fällig, dafür wurde die Bude auf Vordermann gebracht, und seit dem hab ich wirklich ekelhaft gute Laune. *lach*

    Was aber auch gut hilft (gerade wenn die Online Freundin bei der man so gut meckern kann noch in den Federn ist wegen 7 Stunden Zeitverschiebung) sind Lieblingsfilme—"Amelie" geht immer—und vor allem: MUSIK. Laut, fetzig, zum mitsingen und zum tanzen.♥

    Notiz an mein Vergangenheits-Selbst: Selbst, bitte nicht auf Videos klicken, wenn Du gerade Musik vom Stream zu den Lautsprechern aufnimmst. Denn dann ist das Videogelaber auf Deiner Playlist. Danke, Dein Gegenwarts-Selbst. ;p

    Guter Post das. Muss auch mal sein.

    LG, Sandra

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    1. "dafür wurde die Bude auf Vordermann gebracht, und seit dem hab ich wirklich ekelhaft gute Laune"
      → das ist der beste Spruch überhaupt zu dem Thema!! :)

      Aber ich hab auch immer so ein Gefühl von 'vollbrachten Großtaten', wenn ich was geputzt habe. Wohl, weil ich das einfach so selten tue -.-

      Ich lenk mich auch gern mit positiven Dingen ab, die mir Freude machen, wenn ich traurig oder bedrückt bin.. aber schlechte Laune ist eine andere Stimmung. Ganz anders. Wenn ich traurig bin, würde ich z.B. nie auf die Idee kommen, mich zu fordern und aufzuräumen oder so, dann wird nur Kakao getrunken und eingekuschelt: aber das hier war in dem Sinne neu für mich, als daß ich sehr selten leicht aggro drauf bin. Die Strategien muss ich mir also erst erschließen. Na, besser so als die Jahre zuvor, wo ich allen Frust (über den Blog z.B.) auf mich bezogen habe. Ein deutlicher Fortschritt, also!! (bin jetzt auf andere statt auf mich sauer) *lol*

      Liebe Grüße!!

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  2. Wirklich guter Beitrag!
    Ich lass meine miese Laune auch nie raus. Geschweige denn, dass ich sie lebe und fühle, sie artikuliere oder in angemessener Weise aus mir raus lasse.
    Das ist aber mega wichtig! Niemand kann dauerhaft gut drauf sein. Niemand!
    >>Immer nur Sonne, macht Wüste!

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    1. Sehr richtig, Schatz.. wir lassen es also ab und zu regnen :-*

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  3. Wenn ich mal miese Laune habe, bade ich am liebsten so richtig darin. Das tut gut und meist ist sie dann auch ziemlich schnell wieder vorbei... Am besten hilft mir dabei auf jeden Fall auch, darüber zu reden!

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    1. Ich mag dieses Baden eigentlich null.. mich regt es auf, mich aufzuregen ^.^ Ich mag diesen Aufruhr nicht, wenn ich gar nicht weiß, wieso ich mich aufrege. Aber drüber reden erörtert den Grund auf jeden Fall noch am ehesten.. deswegen: talk about it :) Irgendwer muss sich mein Gejammer dann immer anhören ;-)

      Liebe Grüße!!

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  4. Ein sehr schöner Post, finde ich. Ich mag es, so persönliche 'Bilder' von dir zu lesen. Ich gehöre zu den,ähem, emotional kreativen Menschen, die noch dazu ihre Laune so im Gesicht tragen, dass wirklich die ganze Welt sofort weiß, was Sache ist. Und ich habe eine sehr direkte Art. Deswegen ecke ich oft an und überfordere viele Leute, aber meine Freunde wissen es zu schätzen... und manchmal müssen so Emotionen auch sein dürfen, die gehören doch dazu. Keiner ist dauernd gut drauf.
    Mir hilft übrigens nichts so gut gegen schlechte Laune wie meine Katzen. Erstens das kuscheln und zweitens die Verantwortung, denen ist es nämlich wurscht wie deine Laune ist wenn die Hunger haben. 😁

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    1. Persönliche Bilder yeah.. dann warte mal auf die nächsten zwei Videos. In bewegten Bildern kann man noch viel weniger verschleiern, wie man 'aussieht' XD
      Ich freu mich, daß dir der Artikel und der Gedanke dahinter gefallen hat. Und "emotional kreative Menschen" klingt sehr interessant! Mit der direkten Art hast du allerdings meine Sympathien sofort für dich gewonnen, ich gehöre auch zu denen und ecke gern an.. was heißt gern: aber lieber, als mich verstellen zu müßen. Das macht mich krank. Und ich kann so ein vordergründiges, unehrliches Getue echt nicht ab.
      Das kommt auf dem Blog natürlich nicht so durch, aber ich gehe immer nach dem Motto vor: vorsichtig in der Öffentlichkeit und 'was einmal im Netz ist bleibt im Netz' und so.. ;-)

      Ich hab zwar keine Haustiere, aber kann das gut nachvollziehen was du meinst: mich um jemand anderen zu kümmern, wenn es mir nicht so geht, möbelt mich auch auf *.*


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    2. P.S. aber gerade WENN du Katzen hast: was sagst du denn dann zu dem Video?? Ist die Katze kurz davor, einen Mord an ihrem Besitzer zu begehen?? XD

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    3. Ist schwer zu sagen, ohne die Öhrchen zu sehen, aber vom Rest des Gesichts und der Körpersprache würde ich sagen, nein, die Katze ist ziemlich entspannt. Hat wahrscheinlich schon ein paar Leckerli bekommen ☺

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    4. ..oder, sie hatte noch Hoffnung, daß ihr Herrchen ihr das Zeug doch wieder abnimmt anstatt es nochmal stramm zu ziehen :)

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