Samstag, 15. Juli 2017

Den Mop entfilzen! #mermaidsadvice

The life... in my hair


"(...) Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei (...)"      Heinrich Heine

Die Sache mit dem Sitzen und dem Singen war mir schon immer klar... aber wie die Lorelei dabei auch noch ihr langes, vom Wasser verknotetes Haar kämmen sollte, OHNE wegen der vielen Zieper ständig Mißtöne in ihre 'Melodei' einzubauen, habe ich noch nie verstanden..😉




Wahrscheinlich liegt es daran, daß sie ein wundersames Fabel-Wasserwesen ist und deswegen von Natur aus mit unverfilzbarem Haar gesegnet..
ich hab zwar eine Lorelei-würdige Mähne, muss aber eindeutig etwas dafür tun, um sie von struppigen Spitzen zu weich-fließenden Wellen zu verwandeln! Besonders, wenn wir vorher im Schwimmbad (Chlorwasser, weißte Bescheid, ne?) waren!!

Deswegen habe ich passend zur Freibadsaison meine persönlichen Tipps und Tricks zusammengestellt,  um trockenes, strohiges und auch verfilztes Haar wieder in flüssiges Gold zu verwandeln: 







Den Mop entfilzen:


  1. Mit mildem Shampoo die Haare waschen und dabei das Shampoo schon in der Flasche mit Wasser verdünnen, d.h. eine leere Flasche aufbewahren, dort ein bisschen Shampoo reinspritzen, das mit Wasser auffüllen, schütteln und auftragen: diese Emulsion ist sehr viel flüssiger als normales Shampoo und verteilt sich somit auch auf sehr dicken Haaren oder unter strohigem Filz viel besser als reines Shampoo
  2. Haarkur auftragen: sich nicht um die Einwirkzeit scheren, sondern lieber reichlich auftragen, alles gut verteilen und gleichzeitig die Haare mit den Fingern durchkämmen (die Knoten schonend entwirren)
  3. Sprüh-Conditioner auftragen: in meinem Falle hilft viel auch viel. Es muss nicht teuer sein, hauptsache es gibt reichlich davon, d.h. ich trage so viel auf, dass meine Haare danach tatsächlich wieder richtig feucht sind, dann lassen sie sich auch wieder viel besser durchkämmen
  4. Lufttrocknen lassen oder maximal auf kalter Stufe föhnen: ich bin einfach viel zu faul mir lange einen schweren Föhn an den Kopf zu halten, deswegen lasse ich meist alles lufttrocknen. Das dauert zwar, sorgt aber auch dafür, dass meine Haarstruktur weniger Frizz entwickelt 
  5. Weichspüler und was für optischen Glanz auftragen: das kann ein gutes Haaröl sein, eine Haarcreme oder auch so ein Spitzenfluid - wichtig ist nur, das es die Spitzen noch mal weicher macht 

Wer auf Pudel nicht so steht: die Locken hängen sich noch aus (siehe ↓)

Produkte:





Extra-Tipps:

  • In leicht gewelltem Haar fällt auch ein bisschen Frizz, ein bisschen Spliss und ein bisschen Stroh weniger auf, als wenn sie aalglatt sind: Für weiche Wellen ↓
  1. einen Nachtzopf ins noch feuchte Haar flechten (bei sehr langem oder dickem Haar) → zur Anleitung 
  2. oder kleine Haar-Knödel machen, solange die Haare noch ganz leicht feucht sind (bei etwas feinerem oder kürzerem Haar): → so entstehen am Ende weiche Korkenzieherlocken
  • Nicht vor dem Waschen versuchen, den Filz auszubürsten (beschädigt die Haarstruktur noch mehr): wenn es gar nicht anders geht, dann einen grobzinkigen Kamm dafür nehmen. Am lieber abwarten, bis die Haarkur drauf ist, bevor alles mit den Fingern entwirrt wird
  • Extra-Tipp: bei super trockenen Spitzen nach der Kur noch eine Spülung auftragen, um sie doppelt zu "versiegeln'


Locken, Stunden später..




This is
my summerhair




Kommentare:

  1. Du betreibst aber viel pflege, oder iwt das nur das Chlor -Notprogramm? Mir wäre das schon zu viel bzw ich kann es mir für den Alltag nicht gut vorstellen. Bei Haaren bin ich echt faul.
    Meine Haare sind fein, neigen auch zu leichtem verknoten, fetten aber auch schnell nach und -Dank Exem, you know- vertrage ich oft Pflegeprodukte nicht gut.
    Normalprogramm ist bei mir Haare vorher kämmen (muss sein, sonst kriege ich sie danach nicht auseinander und auch nicht gut gewaschen. Musste lachen, dass das bei uns so unterschiedlich ist), dann Shampoo und meist auch Spülung. Bei mir macht kommen vor dem waschen und kalt ausspülen einen deutlichen Unterschied. Spülung nehme ich auch immer viel und lasse sie ein paar Minuten einwirken.
    Haaröl nutze ich -nicht Standardprogramm - wenn meine Haare doll verknotet sind großzügig vor der Wäsche und lasse es einwirken.
    Shampoo verdünnen muss ich mal ausprobieren, wenn es sich verdünnt besser verteilt.
    Mit Pflege nach der Wäsche muss ich immer vorsichtig sein, oft reizt es meine kopfhaut oder lässt die Haare schneller nachfragen, auch wenn ich es nur in für spitzen tu.
    Ich föhne ab und zu, dass muss einfach sein denn gerade im einer mag ich (und mein Exem noch weniger) keine nasse kopfhaut. Ich föhne dann aber mehr den Ansatz und die Kopfhaut trocken und das auch nur lauwarm.
    Hast du eigentlich auch den tangle teaser bzw die Nachmache? Die beste Bürste für mich für verknotetes Haar und das Geld absolut wert. Die nachmache von ebelin finde ich genau so gut.
    Liebe grüße, Isabell

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    1. Hallo Isabell,
      darf ich mal fragen, was für ein Ekzem du hast und welches Shampoo du da besonders gut verträgst. Habe nämlich auch super empfindliche, gereizte Kopfhaut. Das föhnen gut für die Kopfhaut ist, ist mir neu. Ich dachte immer, das trocknet die Kopfhaut nur aus und reizt sie?
      Viele Grüße, Tanja

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    2. Hallo Tanja, ich hab das seborrhoische Exem. Welches Shampoo ich vertrage ist immer so eine Sache, ich vertrage oft auf einmal was nicht mehr (auf dem Kopf). Beim seborrhoischen Exem sind Zuckertenside (Glucoside) nicht gut, da sie das Exem verschlimmern können auch wenn sie eigentlich als mild gelten (Die normalen, angeblich scharfen Tenside vertrage ich besser). Ich nutze im Moment das nivea Menschen shampoo mit Meeresmineralien und hab den Eindruck, daß ganz gut zu vertragen. Ich nutze Shampoos mit Steinkohleteer und mit Selensulfid als Wirkstoff gegen das Exem. Föhnen ist bei mir gut, da sich das Exem verschlimmert wenn die Kopfhaut (im Winter zb nach dem Haare waschen oder wenn man einen Handtuchturban trägt) länger feucht bleibt und da ist es besser, sie trocken zu föhnen.
      Öl ist bei meinem Exem übrigens auch nicht gut.
      Wenn du glaubst, ein Exem zu haben oder starke Probleme mit der Kopfhaut hast, gehe am besten mal zum Hautarzt da es hier ganz verschiedene Sachen gibt, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen. LG Isabell

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    3. Hey Isabell, ich mach immer viel mit den Haaren, aber im Sommer/bei Chlorwasserfilz noch viel mehr. Anders würden sich meine Haare auch gar nicht mehr durchkämmen lassen: bei so einer Haarstruktur wie meiner gilt 'viel hilft viel' :-D
      Da ich keine Probleme mit nachfetten hab und ich ganzen bedufteten Sachen auch nur in die Längen mache, hab ich zum Glück auch keine Reizungen der Kopfhaut o.ä. Aber andere Haare, andere Sitten!!
      Das mit dem verdünnten Shampoo soll aber ganz allgemein gut funktionieren, einfach weil dadurch auch weniger Produkt benötigt wird: man kann natürlich auch direkt beim Einreiben der Kopfhaut immer wieder mit Wasser nachlegen und so das Aufschäumen erleichtern, aber die Misch-Methode vorher ist einfacher, finde ich :)
      Und das du Haaröl auswäscht ist das, was ich ungewohnt finde: bei mir muss alles drinbleiben. Wird eh alles aufgesaugt *hehe*

      Den tangle teaser bzw die Nachmache hat mein Freund, ich kann deswegen sagen, daß das nix für mich ist.. allein dieses ratschende Geräusch beim Kämmen verursacht mir gedanklich schon Spliss und tatsächlich, bei genauem Hinsehen offenbart sich, daß die Enden der 'Borsten' nach einiger Zeit der Benutzung nicht mehr ganz abgerundet, sondern leicht rauh und scharfkantig werden, so daß sie den Haarschaft auschlitzen können. Ist bei normalem Haar bestimmt kein Problem, aber da ich meine Mähne gern lang wachsen lasse und sie somit in den Spitzen schon sehr 'alt' ist und ich außerdem mit meiner eh zu Frizz neigenden Haarstruktur jegliches Aufrauhen vermeiden will, ist das nic für mich. Ich nutze nur Skelettbürsten mit sehr breit auseinanderstehenden, abgerundeten Borsten und sonst einen grobzinkigen Kamm mit handgesägten Zähnen. Langhaar- und Locken-Zeug, eben ;-)

      LG!!!

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    4. Wenn ich Haaröl oder auch normales öl drin lasse, rastet mein Exem aus. Das mag öle überhaupt nicht. Deswegen nutze ich das nur als prewash, wenn sie doll trocken oder verknotet sind.
      So eine Skelettbürste hab ich auch und finde die ganz schlimm zum durchkämmen. Kämme finden meine Haare auch blöd. Den tangle teaser erneuere ich ab und an und kauf nen neuen. Bei mir macht der keinen spliss. Ich habe aber mit spliss auch gar keine Probleme. Denke mal, das liegt daran das ich mechanische Belastungen wie zu starkes reißen vermeide, nicht Töne und nicht färbe und auch nicht glätte. Dafür hab ich halt die Kopfhautprobleme. Man kann ja nicht alles haben *lach*
      LG

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    5. Verstehe, wieder was gelernt :)
      Was die Bürsten-Typologie angeht, hat das auch dolle was mit dem Ausgangsmaterial zu tun, was man mag, glaube ich. Mein Süßer mit seinen aalglatten, feinen Haaren kann echt vieles ab, was bei meinen eh schon leicht kräuseligen Haaren den Frizz des Jahrhunderst provozieren würde ^.^ Und so richtig ausbürsten tu ich sie ja auch gar nicht, weil ich eben die leichte Welle erhalten will, und das geht nur mit einer Behandlung mit grobzinkigem Kamm, weil die Strähnen/Wellen sich in Paketen dann schön organisieren können :)

      Und ne, niemand hat alles ;-) Zum Glück!

      LG

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  2. Wenn ich das sehe... 😭 mir fallen alle Haare aus, über die Hälfte ist schon weg. Habe jetzt schonmal zehn Zentimeter abgeschnitten weil die Spitzen zu dünn wurden aber ich fürchte, am Ende beim typischen Mama-Bob zu landen 😯

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    1. Ohhhhhhhhhhhhhhhhh, mein Beileid!! Ich sollte also definitiv besser kinderlos bleiben, denn meine Haare sind doch mein schönster Schmuck??
      Obwohl; meine Schwester hat sich gerade eben erst (in ähnlicher Situation wie du) die Haare raspelkurz geschnitten, aber mehr aus praktischen Gründen, weniger weil sie mußte.
      Insofern kann ich nur den schrecklichen 'Omaspruch' bemühen und sagen: zum Glück wächst es ja wieder!! *0*

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    2. Ich erwäge auch schon, alles abzuschneiden, befürchte aber, dass das zu viel auf einmal ist. Ich taste mich einfach langsam an den Gedanken heran, mich mal mit 'normalen' Haaren kennen zu lernen. Aber es ist schon schockierend, immer diese Büschel in der Hand zu halten... Wie du sagst, es wächst ja auch wieder.

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