Montag, 15. April 2019

Erbarmungslos aussortiert? | Quartal 01/19

The life... in front of my eyes


Nach meinem Video getting my sh*t together | Schminksammlung aufräumen möchte ich - zu meiner Verteidigung 😄 - noch einige Erklärungen hintenan fügen, die meine Schminksammlung, ihre Ausmaße und meine Hintergedanken zum Horten vielleicht etwas besser verständlich machen, und zwar:

  1. Ich habe natürlich ziemlich viel Kram, den ich bestimmt in den letzten 1, 2 Jahren aktiv nicht oft benutzt habe, den ich aber tatsächlich für den Blog aufhebe, weil ich manchmal Ideen habe wie z.B. "Ich schminke einen alten Look mit den Original-Produkten noch mal nach" oder: "Ich zeige noch mal Produkte, die wir früher alle gehyped haben und wie die sich heute im Vergleich zu aktuellen Sachen machen" und und und...
  2. Was die Kiste mit den Neuheiten angeht muss ich sagen, daß ich die gar nicht als 'traurig und vernachlässigt' empfinde, sondern eher wie meine Schatzkiste mit Neuheiten 💜 In mir weckt dieser Hort an unangetasteten Sachen immer Assoziationen von shoppen gehen, so als könnte ich im Zimmer nebenan einkaufen gehen: nigelnagelneue Produkte warten dort auf mich, als wäre ich bei Douglas oder dm, aber ich muss nicht die Kreditkarte dafür rausholen - also: purer, ungetrübter Luxus 😅
  3. Und ich habe auch gar nicht den Drang, die Sachen schnell, schnell alle einfach mal anzufassen, sondern ich kann mir gut vorstellen, mir die nächsten 1, 2 Jahre dafür Zeit zu nehmen, die nach und nach ganz in Ruhe auszuprobieren und das ausgiebig zu zelebrieren. Nennt mich Verzögerungstaktiker, denn ich kann sowas so richtig genießen!




Und zu den müffelnden Lipglossen kommt nochmal ein Extra-Blogpost hintendran, nur soviel vorneweg: alles was definitiv abgelaufen ist, kommt entweder in eine Nostalgie-Kiste für mich privat (andere heben halt Kinokarten auf, ich Schminke, um mich zu erinnern), in eine Kiste mit #Retroschminke für den Blog oder eben.... weg. Und darum geht es heute, um das, was tatsächlich ausziehen soll *muhahahaaaa*.

Denn das fehlte ja noch nach der bereits abgelegten Beichte nachdem ich euch bereits auf den neuesten Stand bezüglich des #no buy Jahrs gebracht hatte - das große Ausmisten!! Okay... eher das KLEINE Ausmisten, aber: mühsam nährt sich das Eichhörnchen, nicht? Kleinvieh macht auch Mist, und der soll weniger werden, wenn auch gaaaanz langsam #Verlustangst #Opfer

Denn die Idee, die ich unter einem Video zu einem LOW BUY YEAR von Frollein Tee aufgeschnappt habe, hörte sich sogar für mich machbar an:

"Mein Tipp an dich: das du regelmäßig z.b. alle 3 Monate oder 2x Jahr aussortierst. Dabei entdeckt man einfach "Schätze" die man lange nicht benutzt hat und es ist einfach so ein "befreiendes" Gefühl. Wäre auch ne gute Idee für ein Video, dass du zum Beispiel aus jeder Kategorie ein Produkt aussortierst (also Primer, Foundation, Mascara usw.)"

Viermal im Jahr, also in meiner Rechnung nach jedem Quartal des no buy, auszumisten und zwar (wie hier vorgeschlagen) aus jeder Kategorie genau 1 Produkt, so das am Ende des Jahres aus jeder Kategorie maximal 4 Produkte weg müssten, das kann sogar ich verschmerzen.

Und fürs erste Quartal habe ich es mir extra leichtgemacht und bin einfach nochmal die Kiste mit den bereits aussortierten Sachen durchgegangen (siehe Video): diese setzt sich ja zusammen aus dem Teil 'aussortiert'' (= kann weg) und dem Teil 'abgelegt' (= noch gut, kann weitergegeben werden). Ersterer beinhaltet also nur Sachen, die ich entweder absolut nicht mochte, mit denen ich bei der Benutzung Probleme hatte oder die an der Grenze zu 'abgelaufen' standen. Und wollte ich erst nur - schweren Herzens! - ein paar Artikel aus dieser Kiste herausnehmen, um sie hier zeigen und dann entsorgen zu können, habe ich mich dann doch dazu durchgerungen, das Ganze anders anzugehen.. und damit meine ich: radikaler.

Deswegen sieht das "aussortiert!"-Projekt ab jetzt vor, dass ich
  • alle Produkte, die mir nicht gefallen oder aber die mir bei der Benutzung - sei es nun beim ersten oder zum wiederholten Mal - negativ auffallen, in diese Kiste packe. Sofort. Ohne Mitleid.
  • alle drei Monate, also nach jedem Quartal, gehe ich diese Kiste dann komplett durch, d.h. ich leere sie aus, schaue mir jedes Teil einzeln an und überlege, ob ich es a) vermisst habe und deswegen in meine normalen Schubladen umziehen lassen würde oder b) es zu Retroschminke gehört und in die Nostalgiekiste kommt oder c) nichts von alledem zutrifft und es wegkommt. Um klarer zu sehen, probiere ich die Sachen, bei denen es mir schwer fällt meist nochmal aus, dann weiß ich spätestens einen Tag später, ob ich es toll oder doch oll finde. 



So will ich dafür sorgen, dass ich alle 3 Monate eine komplett leere "kann weg!"-Kiste habe, in die dann im kommenden Quartal wieder der Ausschuss einziehen kann, vorläufig zumindest.. bis er ein Vierteljahr später dann seinen finalen Urteilsspruch erwartet.

Und genauso haben wir (der Mitarbeiter hat wieder fleißig mitgeholfen!) das diesmal bereits gehandhabt: einiges kam zu Retroschminke, ein paar Produkte sind umgezogen, zwei Sachen probierte ich nochmal aus und der Rest.. der liegt jetzt hier. Und ja, für mich ist das radikal. Ich tu mich ECHT schwer mit so was. Eine Tüte Mittleid, bitte!! #tätschelnSiehier


Nach KATEGORIE:


  1. Primer:
  2. Eyeshadowbase:
  3. Foundation: Catrice Prime and fine Make up Transformer Drops lightening
  4. Concealer: L'Oréal the Concealer true Match 2 Vanilla, Paula's Choice soft cream Concealer soft ivory
  5. Puder:
  6. Kontur:
  7. Bronzer: trend IT UP natural Glow Bronzer 010, alverde Schimmer Puderperlen
  8. Rouge: Bourjois blush 15 Rose éclat
  9. Highlighter: essence Glow (LE) Setting powder 01 like a Jewel in the crown
  10. Lidschatten: essence smokey eyes set 02 Smokey day, wet n wild Color Icon Mono Lidschatten E251A Crème Brûlée, Catrice intensif'eye 050 lunch at Tiffany's
  11. Kajal/ Eyeliner:
  12. Augenbrauen: Catrice eyebrow Stylist 020 date with Ash-ton
  13. Mascara:
  14. Lippenstift: Catrice ultimate colour 240 hey nude
  15. Lipgloss: essence melted Chrome Liquid Lipstick 01 sweet tin
  16. Extra: p2 keep the secret (LE) mystical moments Fake Lashes
  17. Werkzeug: ebelin Puderpinsel, ebelin Highlighter Pinsel (LE Sweet wonderland), L'Oréal Les Accessoires Contouring Pinsel (beim L'Oréal Event des braunen Makeup-Grauens als Goodie bekommen und nur die Contouring Seite behalten.. die andere wurde abgerissen und kann weg 😉)




Manche von den jetzt endgültig Entlassenen haben mir eine Zeit lang gute Dienste geleistet und sind nun abgelaufen, manche haben mir von Anfang an nicht gut gestanden und mit manchen habe ich es immer und immer wieder probiert, war es jetzt aber leid, sie weiter mitzuschleppen.....
Alles, was jemals bereits auf dem Blog, im Video oder anderswo (wahrscheinlich negativ?) besprochen wurde, habe ich verlinkt: ich kann aber das Sammelsurium gut mit 'war meist unpassend' zusammenfassen! Deswegen habe ich diesmal in manchen Kategorien auch nix aussortiert, dafür in manch anderen dafür gleich doppelt und dreifach, was ich mir mal selbst habe durchgehen lassen - es zählt der Gedanke und Willen zum Ausmisten *hehe*

WOHIN mit den aussortierten, aber noch benutzbaren Sachen (oben in der Kiste am äußeren Rand - minus zu betagte Sachen), weiß ich nach wie vor nicht genau: ich könnte mir maximal vorstellen, sollte sich hier und heute plötzlich eine von euch melden, daß sie "ein NICHT MEHR ERHÄLTLICHES Lieblingsprodukt erspäht hätte, mit dem ich sie wiedervereinen sollte!", es an euch weiterzureichen. Einfach so. Für einen frankierten Rückumschlag und das Wissen, das es nicht ungenutzt vergehen muss. Denn ob ich genug Motivation (neben all dem, was solche Blogposts an Energie kosten.. man sehe mir das Gebarme nach: es ist 00:46 Uhr, ich bin einfach MÜDE!) aufbringen könnte, um ein separates Instagram-Konto zu eröffnen, genau wie hier vielleicht auf dem Blog dafür eine Seite namens 'Nimm meine angegrabbelten Reste!' einzurichten, um dort die Produkte ausstellen, weiß ich noch nicht.. Fragt mich nach


der nächsten Runde
#knallhart aussortiert!



Dienstag, 2. April 2019

#nobuy: UPDATE | Quartal 1/19


The life... in front of my eyes


Die Notfall-Mascara habe ich noch nicht angetastet..
die neue Palette, die ich mir kurz vor knapp noch gekauft hatte und die mich mit Glückshormonen fluten und so von weiteren Neuanschaffungen ablenken sollte, allerdings auch nicht..
und sehr erfolgreich, was die harten Fakten angeht ("Kaufen oder nicht kaufen, das ist hier die Frage!"), war ich im ersten Quartal meines "no buy year" auch nicht wirklich...

dafür habe ich aber eine Menge neuer Erkenntnisse gewonnen! Fangen wir doch einfach mit denen an 😊


Photo by freestocks.org from Pexels





Erkenntnisse



Schon kurz nach Beginn meines geplanten(!) Kaufstopps hatte ich plötzlich einen anderen Blick: was den Konsum (in dem Moment: der anderen) betraf und dann noch, was meine eigene Sammlung anging.. 

...denn als ich YouTube öffnete und die Video-Überschriften und Titelbilder der anderen Beauty-Youtuber gesehen habe, die alle einfach nur in unterschiedlichen Variationen neues Make-up zeigten und rechtfertigten, warum sie neues Make-up haben und versuchten, neues Make-up in einer spannenden Variante zu zeigen (wie z.b.: "Anastasia Beverly Hills - was lohnt sich aus dem Sortiment und was nicht?" oder "new makeup that caught my eye" [was ein Widerspruch in sich ist bzw. einfach nur redundant, denn... klar: jedes neue Make-up muss irgendwie deine Aufmerksamkeit erregt haben, bevor du es gekauft hast!!]) so wurde mir bewußt, wie der Blick für das eigene und auch die eigenen Produkte verloren geht, wenn er immer nur davon weg und nach vorn auf die neuen und unbekannten Produkte gerichtet ist. 

Aber je mehr ich mich davon abwandte und je mehr ich mich meiner eigenen Sammlung zuwandte, desto größer erschien sie mir zu werden und desto mehr Produkte schien ich irgendwie zu haben: es wurde vor meinen Augen irgendwie immer mehr und mehr, obwohl die Menge ja nicht anwuchs... es war nur so, dass ich plötzlich wieder einen Blick für sie hatte und mein Aufmerksamkeit für sie wieder größer wurde. 

"Am Ende dieses Jahres werde ich gefühlt 1000000 Produkte besitzen, obwohl ich nichts Neues kaufe(n will), einfach nur weil ich sie plötzlich nicht mehr übersehe!!"

war mein Gedanke in dem Moment.


Anfangs habe ich mich an meine eigenen Tipps gehalten und z.B. Einkaufslisten geschrieben, damit ich den Gedanken an das Produkt danach beiseite legen konnte. Diese Listen waren quasi der Beweis für mein 'nicht kaufen', da die Punkte auf der Liste, die stehenblieben, ja somit nicht gekauft, sondern nur angeschmachtet wurden... es war quasi eine Zusammenstellung all dessen, was ich NICHT geshoppt hatte in den letzten Wochen! 
So ähnlich habe ich das auch auf Instagram gehandhabt (siehe Highlights), wo ich anfangs in den Stories gezeigt habe, was nicht in my shopping-bag landete...




Wobei ich schwach geworden bin



Dann aber bin doch wieder an ein paar neue Produkte gekommen (über verschlungene Pfade: wer erinnert sich? Ich 'durfte' doch noch diesen einen, neuen Maybelline-Highlighter kaufen...) und so kam eins zum anderen 😅, genauer gesagt: ich zu neuer, dekorativer Kosmetik. Gleichzeitig war das aber auch genau der Moment, an dem ich eine Blog- und YouTube-Pause einlegte und mich das Ganze dadurch irgendwie nichts mehr anging, also.. der öffentliche Blick auf mein Projekt war weg. Es war (endlich) wieder meine Privatsache und ich hatte zu der Zeit auch so ein Gefühl von 'nach mir die Sintflut' und 'ich komme vielleicht einfach nie mehr wieder hierhin zurück (auf den Blog)', wo irgendjemand davon weiß.. und ich jetzt wieder dort war, wo es einfach niemanden interessierte. Ich habe mich also, was das anging, wieder mehr auf mich selbst und mein eigenes Urteil zurückgezogen..

das ist es auch, was für mich gefühlt eine Entwicklung darstellt zum Zustand vorher. Und es ist irgendwie die angenehmste Veränderung, die mir das Projekt bisher eingebracht hat.
Nichts mehr zu kaufen (zumindest für ein paar Wochen lang) und mich ab einem festgelegten Zeitpunkt für eine Weile aus der ganzen Beauty-Blog-Community herauszuziehen hat mir eine gewisse Freiheit wiedergegeben; die Freiheit, wieder nur zu 100% nach meinen Maßstäben zu handeln.. und mich nicht mehr be- oder auch verurteilen zu lassen, was meine Handlungen, Projekte oder gar Person angeht von einer mir - rein faktisch - unbekannten Peergroup. Was ich damit meine ist, daß ich nicht mehr bei den aktuellen Trends der Beautyblog- und YouTube-Welt mitmachen möchte: sei es der Trend zum krassen Kaufen und immer weiter Kaufen oder der zum radikalen Ausmisten; sei es der Trend zum totalen Einkaufs-Stopp oder der zur minimalistischen Schminksammlung... das ist alles generell nicht mein Ding. Und bin ich auch bereits eher gut darin, mich grundsätzlich von Strömungen abzugrenzen und nicht einfach nur willenlos mitzuschwimmen, so ist es auch für mich nach Jahren in der Beautybloggosphäre schwer eine Linie zu ziehen zwischen 'lasse ich mich noch inspirieren oder doch schon beeinflussen'.. bzw. unter Druck setzen. Und jeder, der mal versucht hat abzunehmen und das öffentlich gemacht hat, weiß bestimmt, was ich damit meine!!



Alles neu: 3 Monate später



Also, ja: ich habe eingekauft. Aber nein, ich fühle mich nicht schlecht deswegen oder damit. Denn ich kaufe nichts mehr für den Blog, d.h. selbst wenn ich etwas kaufe, dann ist das für mich. Nur für mich und meinetwegen und für niemanden sonst. Ich fühle mich jetzt auch weniger schlecht, wenn ich dann noch etwas und noch etwas kaufe, weil ich einfach raus bin aus der Szene, aus der Beautyblog-Blase, also.... keines dieser Produkte muss mehr öffentlich besprochen werden und ich kann - theoretisch - auch nicht mehr öffentlich dafür abgeurteilt werden, dass ich es gekauft habe, weil das jetzt wieder meine Privatsache ist. Das führt dazu, dass ich mich weniger schlecht fühle mit dem, was ich kaufe, weil ich es ja einzig und allein und wirklich hundertprozentig aus persönlichen Beweggründen getan habe und nicht aus Überlegungen wie 'Schauwert/ brauche ich zum Komplettieren eines Looks/ ist grad angesagt..' heraus, so dass ich danach nicht mehr denke:"Ja, also, eigentlich und so ganz grundsätzlich war das jetzt überflüssig."

Außerdem:
  1. habe ich zwar eingekauft, aber im Laufe der Zeit tatsächlich immer weniger: war es im Januar/Februar anfallsartig immer noch relativ viel, so schwächte sich das in den letzten Wochen deutlich ab. Außerdem DENKE ich nicht mehr in diesen Schemata wie früher, die da hießen: am Wochenende gehen wir immer Kaffeetrinken- bummeln- kaufen... 
  2. Dabei geholfen hat mir definitiv die neue Ordnung mit den durchnummerierte Produkten im Bad ➡  dafür habe ich aus jeder Kategorie (z.B. Haarspülung) alle vorhandenen Flaschen und Tuben gesammelt und diese mit einem wasserfesten Edding beschriftet und zwar von unbeliebt nach Lieblingsprodukt. Das bei mir unbeliebteste Produkt bekam die Nummer 1 und wanderte  ganz nach hinten in den Schrank, alle weiteren dann davor und der aktuelle Liebling (bei mir: Nummer 9) kam auf den Badewannenrand bzw. direkt in die Dusche (was auch die Optik des Bads deutlich entschlackt hat). Immer wenn die aktuelle Flasche leer ist, kommt sie weg und die nächstkleinere Zahl darf vom Vorratsschrank in die Dusche umziehen. Wenn dort dann irgendwann mal ein Tube mit der Nummer 1 steht weiß ich, daß es Zeit ist, aus dieser Kategorie etwas nachzukaufen... aber definitiv auch erst DANN! Und ich kann euch sagen: MIR hilft das sooo sehr, vorm Haarpflege- und Duschgel-Regal bei dm standhaft zu bleiben, wenn ich im Hinterkopf habe, daß zu Hause 9 (in Worten: NEUN!) Flaschen Spülung auf mich warten 😉  (P.S. es ist aber auch sehr hilfreich bei den Kategorien an Pflegeprodukten, die ich nicht gern besorge und/oder die ich immer vergesse, rechtzeitig nachzukaufen. Ich habe nämlich z.B. nur eine Dose Rasierschaum und die 1 darauf erinnert mich jedesmal, wenn ich sie in die Hand nehme daran, dass ich keine Rettung aus irgendwelchen Vorratsschränken erwarten darf, wenn ich mit flauschigen Beinen und dem Rasierer in der Hand in der Wanne sitze und aus der Dose nix mehr rauskommen will.. genauso mit Shampoo: mir fällt grad ein, daß das nur noch zu 1/4 voll ist. Ich halte das schon immer gegens Licht um zu sehen, wieviel Gnadenfrist mir noch bleibt *hehe*)
  3. Und dann habe ich tatsächlich mal versucht, mein Leben unter Kontrolle zu kriegen und Ordnung in die ausufernden Schmink-Bestände in den Schubladen und im  ALEX zu bringen.. viel ausgemistet habe ich nicht, aber eben das, was nötig war (siehe: getting my sh*t together
  4. Außerdem beschäftige mich jetzt auch auf YouTube (siehe Video ↑) und Blog rein thematisch mehr mit dem, was ich habe aka meiner Sammlung statt ausschließlich mit dem, was neu reinkommt:

➥ SCHWAMM-GESPRÄCHE 
➥ GRWM #6 | DIE 'AUSGELISTET'-EDITION





Aussichten 




Ich werde sehr wahrscheinlich schwach werden bei dem neuen L'Oréal watermelon blush, was ich seit Monaten anschmachte und was bei uns wahrscheinlich im Frühjahr/Sommer aufschlagen wird.. ich meine: es ist WASSERMELONE für die Wangen, hallo?! 
Sonst aber versuche ich schon, mich weiterhin von der Drogerie und ihren Versuchungen fern zu halten: wir gehen ja, wie schon gesagt, am Samstag nicht mehr standardmäßig in die Stadt Kaffeetrinken und danach routinemäßig in den dm, was zumindest schade um das schöne Ritual ist, besonders in der kalten Jahreszeit #gemütlich #sonnabendmitschatzi. Aber in der (bald anbrechenden?) warmen Jahreszeit mit milderen Temperaturen können wir uns die Zeit am Wochenende ja auch gut im Garten vertreiben, ich sage nur: 'auf Du und Du mit der Brombeere' (das ist keine Brombeere mehr bei uns, mein Freund nennt die fast armdicken Stämme immer ehrfürchtig 'Mutter Gottes') und 'Balkonblumen, Versuch 2!'. Mal sehen, ob mich die Recherche über Wildbienen- und Schmetterlings-gerechte Bepflanzung vom Stöbern in Onlineshops abhält.. aber wenn die zwei Haupt-Makeup-Umschlagplätze (online und offline) gebannt sind, dürfte es schon ganz gut laufen, für mich und den Kaufstopp.
  • Für YouTube habe ich u.a. schon ein eeeeetwas anderes #dmhaul-Video geplant, ich hoffe, das macht euch genauso viel Freude wie mir (obwohl es ALLEN YouTube-Beauty-Video-Regeln zuwider laufen wird.. na mal sehen 😜),
  • genau wie ein paar Formate, die sich um Sachen drehen, die ich schon habe: da gibt es so einiges, was man gut umsetzen kann und was vielleicht eine erfrischende Abwechslung zu all dem #neu#neu#neu auf YouTube bietet.



Ausserdem: 



habe ich eine Idee unter einem Video zu einem LOW BUY YEAR von Frollein Tee aufgeschnappt, die sich sogar für mich machbar anhört:

"Mein Tipp an dich: das du regelmäßig z.b. alle 3 Monate oder 2x Jahr aussortierst. Dabei entdeckt man einfach "Schätze" die man lange nicht benutzt hat und es ist einfach so ein "befreiendes" Gefühl. Wäre auch ne gute Idee für ein Video, dass du zum Beispiel aus jeder Kategorie ein Produkt aussortierst (also Primer, Foundation, Mascara usw.)"

Viermal im Jahr, also in meiner Rechnung nach jedem Quartal des no buy einmal auszumisten und zwar (wie hier vorgeschlagen) aus jeder Kategorie genau 1 Produkt, so das am Ende des Jahres aus jeder Kategorie maximal 4 Produkte weg müssten, das kann sogar ich verschmerzen. Ich weiß zwar nicht, um wieviel meine (zenterschwere) Sammlung danach substanziell erleichtert wäre (das ist ja wieder wie beim Abnehmen, nicht..? Es kommt viel auf den Ausgangszustand an!), aber vielleicht wäre so ein festgelegter Termin ein guter Weg langfristig hin zu mehr Gewissenhaftigkeit beim Instandhalten meiner Berge Schätze an Schminke, auf das sie nicht ungenutzt vergammeln..

P.S. WOHIN mit den aussortierten, aber noch benutzbaren Sachen, weiß ich nach wie vor nicht.. sollte ich einfach ein separates Instagram-Konto eröffnen und die Produkte dort ausstellen, genau wie hier vielleicht auf dem Blog dafür eine Seite namens 'Nimm meine angegrabbelten Reste!' veröffentlichen?? 



✽✽✽



Grundsätzlich muss ich sagen, daß das ganze Aufräumen/Nicht-kaufen/Kaufen und Aussortieren-Thema ja eindeutig einen Unterhaltungswert besitzt, also.. auch ich schaue mir solche Videos z.B. auf YouTube super gerne an! Am liebsten dann, wenn die Leute nicht wahnsinnig organisiert sind und das Drama auch schön plastisch zeigen (und nicht nur dröge eine Schau der wegzuwerfenden Artikel abhalten).. wahrscheinlich mache ich es deswegen auch bzw. verarbeite das noch für andere, auf das z.B. ihr euch das ebenfalls ansehen könnt. Generell ist es ja spannend, Dritten dabei zuzusehen, wie sie etwas machen oder leben oder auch, leiden (nicht zu dolle, bitte): und das allein ist der Grund dafür, daß ich mich dabei filme, wie ich leicht leidend stundenlang Kajalstifte anspitze oder frustriert über dem unaufgeräumten Chaos sitze oder EINFACH NUR VON MIR SELBST UND DER GESAMTSITUATION GENERVT BIN (ich entschuldige mich für die in den Aufräumvideos etwas aggressive Stimmung 😃), denn.. es macht Spaß. Es macht Spaß, ja, denn vieles kann Spaß machen, wenn es sich um etwas dreht, was nicht lebensnotwendig ist und was die Welt nicht braucht, aber trotzdem irgendwie doch bewegt. Das ganze, große Makeup-Beauty-blah-Ding ist für mich grundsätzlich nicht wahnsinnig ernstzunehmen (deswegen auch meine Weigerung, hier und für alle sichtbar unter eurem - potentiell - gestrengem Blick minutiöse Einkaufsbeichten abzulegen), gleichzeitig nehme ich es aber ernst genug, um es zu dokumentieren und schön aufzubereiten und anderen zu präsentieren, die daran teilhaben wollen. Denn LEBEN tue ich diese Dinge und Momente aktuell eh, dann kann ich es auch ein bißchen zelebrieren und was Schönes draus machen. Insofern wird es solange Berichte von mir zur Lage der Nation *lol* geben, wie es etwas Spannendes zu berichten gibt..




und bis es bei mir wieder so weit ist, empfehle ich euch WÄRMSTENS (blöder Spruch, aber mir fällt keine stärkere Formulierung ein) das Video von Safiya Nygaard zu dem Thema.. OMG! Ich habe mich halb tot gelacht!! Ich bin voller Bewunderung für ihre Video-Produktions-Fertigkeiten (und hätte sooo gern auch solche Lippenstift-Aufbewahrungs-Behälter..)! Wer den Herr der Ringe-Seitenhieb auch witzig fand: komm an mein HEEERZ!!

Zuallererst sollte ICH aber wohl das Video abdrehen, in dem ich zeige, was ich in den letzten Monaten so für Tops&Flops angesammelt habe...

ganz neu & illegal





Sonntag, 17. März 2019

Deep water








I am wanting

   I am needing you here

      I need you near


Inside the absence of fear







Sonntag, 10. März 2019

Donnerstag, 14. Februar 2019

YouTube-Umschau

The life... in front of my eyes


Es gibt eine ganze Menge, was ich auf YouTube am liebsten nicht mehr sehen möchte (siehe *hier*).. dann gab es aber auch ein paar Videos, die mich im Gegenzug dazu mit der Plattform wieder versöhnt haben: hier kommt (m)ein aktuelles Best - and worst - of YouTube!




"Mimimi" des Tages





Kathis Gejammer über den Verlust von Instagram-Followern, die - ACHTUNG! - wie von ihr selbst bemerkt zumeist aus Spam, Fake Accounts oder inaktiven Konten bestanden haben müßen, welche Instagram nachts einfach mal gelöscht hat. Das musste ich erstmal sacken lassen.. nicht nur, daß sich kalten Zahlen willig hingegeben wird, nein, es wird auch offen zugegeben, daß ein Teil des 'Erfolgs' auf Sand bzw. Spam gebaut wurde, auf Konten, die nicht echt sind oder nicht mehr existieren oder nie wirklich existiert haben. Und DAS 'hat man sich ja aber hart erarbeitet', den Zuspruch und die Zuneigung eines Roboter-Kontos, klaaaaar... 
ich fühle mich in solchen Momenten immer wieder darin bestätigt, daß ich gut daran getan habe, letztes Jahr meine gesamte Instagram-Followerschaft manuell (also per Hand und jeden einzeln) zu löschen. Und das hat selbst bei (nur) gut 600 Followern gedauert! Aber nachdem ich bei Null angekommen war, sind nur die zurückgekommen, die sich a) wirklich für meinen Kram interessieren und b) die mich lange genug 'kennen', um meinen Namen zu wissen, mich wiederzufinden und die ich auch als Abonnenten akzeptiere. Nach wie vor muss ich nämlich ca. 50% der Abos löschen bzw. blockieren, da sich hinter den Anfragen alleinstehende Männer (...ähh, nein, geh mal weg!), Spam-Konten und Fake-Accounts oder solche verbergen, die Beauty-Bilder von anderen Konten klauen, um sie als ihren eigenen Content auszugeben. Insofern wäre ich froh gewesen, wenn Instagram mir an Kathis Stelle einen Teil dieser (bei 600.000 Followern bestimmt mühseligen) Arbeit abgenommen hätte.. aber nein, es gibt manche, die bestehen auf den Fake-Ruhm genau wie auf ihren Fake-Follower!





Pietätlosigkeit des Tages




Barbaras Bruder hat eine Lebensmittelvergiftung (die auch fürs Clickbait-thumbnail herhalten darf), und sie halten trotzdem fröhlich mit der Kamera drauf.. 😱Okay, was genau von welchen Verdauungsvorgängen eines anderen im Internet breitgetreten wird, ist wahrscheinlich Geschmackssache (und etwas, was die Geschwister unter sich klären müßen), aber..
am Tag danach geht es für Barbara mit business as usual weiter und das besteht woraus? Um-sich-selbst(verliebtes?)-Kreisen!! Während sie sich also mit einem breiten Grinsen im Gesicht schminkte, schrie ich nur empört den Bildschirm an mit: "Was ist mit deinem Bruder? Du kannst mir doch nicht erst Angst machen und dann lange darüber rumsäuseln, daß du für die Verleihung eines sinnlosen, neumodernen Staubfängers nominiert wurdest? WAS-IST-MIT-DEINEM-BRUDER??!!"






Bestes Beautyvideo




Mal ganz davon abgesehen, daß ich während dieses Videos mehrmals das Tablet vor Lachen fast auf mein Gesicht hätte fallen lassen, so hat eine andere Zuschauerin den besonderen Charme des Live-Tests von Marvyn und Joey perfekt zusammengefasst:

"Ich liebe es, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem sich zwei Männer zum Schminken treffen, einfach so, Hobby-mäßig.  Einfach mal treffen und mit Make up rumspielen und sich dann auch noch wirklich schön finden oder eben totlachen, wenn's bescheuert dramatisch wird. Großartig!!"




Schlechtestes Beautyvideo




Wer sich jemals gefragt hat, ob die überbelichteten, zu weit weg sitzenden und zu Tode weich-gefilterten Beauty-YouTuber noch getoppt werden können, muss sich nur das Video von Urban Decay zu ihrer neuen the NAKED Reloaded Eyeshadow Palette ansehen... niemals ist das Wort makeup tutorial (auf deutsch: Schmink-ANLEITUNG) missbräuchlicher benutzt worden als hier! Umso schlimmer, daß mit diesem Filmchen nicht nur ein neues Produkt beworben, sondern auch erstmalig vorgestellt werden sollte und davon NICHTS ZU ERKENNEN WAR! 
Okay, ich kann verstehen, daß Frauen über 20 auf YouTubes 4k Plattform des (Porenvergrößernden) Grauens Manschetten haben, sich in Super-Nahaufnahme zu zeigen, aber.. WAS sagt es über eine Lidschattenpalette aus, wenn ich als Grundlage für das Augen-Makeup bereits Mascara UND einen schwarzen Lidstrich tragen muss und sich der Look NACH dem Auftrag des Lidschattens kaum von dem vorher unterscheidet???
Urban Decay, 6, setzen: bitte nochmal in der Beauty-Youtube-Schule nachsitzen!!





Mutmacher des Tages



Und was sorgt dann zum Abschluss letztendlich für ein richtig gutes Gefühl? Niemand Menschliches... 🐧 → Full video HERE







Donnerstag, 7. Februar 2019

Blogpause, Tag 4 | Somewhere Over The Rainbow

The life... in front of my eyes


Ich habe Halsschmerzen. Schatzi schnarcht hinter mir auf der Couch.

Ich scrolle durch die Startseite auf YouTube. Ich bin dankenswerterweise nicht mehr so angenervt wie noch in den letzten Wochen angesichts der Vorschläge, die YouTube mir unterbreitet, weil ich meine Abobox ja fast komplett geleert habe und ich deswegen anscheinend für den Algorithmus schwerer zu durchschauen bin..
und die paar Beauty-Videos, die mir angeboten werden, kann ich sogar dankend annehmen, da ich keine Erwartungshaltung mehr an deren Inhalte habe. Ich kann sie ansehen oder es lassen: aber sie sind nichts, worauf ich mich gefreut habe und wovon ich dann enttäuscht bin, weil ich ja eben NICHTS mehr erwarte. Auf YouTube.

Bis ich mir ein 6 Jahre altes Interview mit Jewel anschaue.. ich bin immer wieder geschockt, wie deckungsgleich viele unserer Ansichten sind. Gestern erst habe ich einen Instagram-Post gesehen, der wie einer dieser Motivations-Sprüche aufgemacht war, aber mit einer deutlich fesselnderen, persönlicheren Bildunterschrift versehen, so daß ich mich fragte, wer dieser so gar nicht esoterisch und küchenpsychologisch wirkende Verfasser war.. bis mir klar wurde, daß es meine Lieblingssängerin ist, die das über sich offenbart hat:




Und ich denke: ich sollte mich mehr trauen und auf das vertrauen, was ich gelernt habe, selbst wenn mich das nicht perfekt macht, sondern nur weiter-entwickelt, als ich es ohne all die Jahre des Übens gewesen wäre. Und daß ich es mit am wenigsten ertragen könnte, wenn ich meine Stimme verlöre. Und daß mein Hals zum Glück gar nicht so sehr weh tut, nur ein bißchen.


"Fragile flame, 
sometimes I feel the same.."



Mittwoch, 6. Februar 2019

Blogpause, Tag 3 | YouTube und das Traumschiff

The life... in front of my eyes



Ich bin fertig mit YouTube: ich habe fast alle Kanäle aus meiner Abobox geschmissen und kaum einen übrig gelassen...





aber von Anfang an. Der war im Herbst 2014, denke ich..
als ich nachts mit dem Handy direkt vorm Gesicht im Bett lag und mir xlaetas Videos reinzog: ihre Dogerie-hauls und Get ready with me-Schminkanleitungen und, und, und... Als ich angefangen habe YouTube zu schauen, gab es noch richtig viele und und auch coole Kanäle; heute bin ich auf der Suche nach tollen Inhalten und scheitere. Und weil ich plötzlich mal Zeit dafür habe, die ich mir auch gerne vertreiben würde, wird mir das zum ersten Mal so richtig klar.. und ich werde auch zum ersten Mal wütend darüber, dass mein liebster YouTube-Kanal keine Videos hochlädt. Ich hab das bis heute nie verstanden, wenn Leute in den Kommentarspalten darüber gehetzt haben, dass ihr Lieblings-Youtuber angeblich "nicht genug arbeitet" und dachte mir dabei im Stillen immer nur so: "Oh, die Abhängigkeit ist aber scheinbar groß..." - aber jetzt geht's mir ganz genauso. 

Es ging sogar soweit, dass ich über Kathis Kanal brütend mal genau analysiert habe, wie viele Videos sie im neuen Jahr bisher (zwischen dem 6. Januar 2019 und dem 3. Februar 2019) hochgeladen hat: es waren insgesamt 5. FÜNF Videos hat sie in dieser Zeit gedreht, f-ü-n-f! 
Zum Vergleich: Sara Isabel, die ich auch sehr gern anschaue und die sich seit Anfang Januar in Thailand aufhält und deswegen aktuell nicht mal auf ihr Studio zugreifen kann, hat auf ihrem Kanal im gleichen Zeitraum vier klassische Videos hochgeladen (alle vorgedreht), dazu noch fünf Vlogs (im Urlaub gedreht und geschnitten) plus zwei Videos auf dem Kanal von essencetv (ebenfalls dann vorgedreht...). Das nenne ich mal Arbeitseifer 😲
Vor ihrer Reise hatte sie ja aber auch im Pack-Video - das sie nur einen Tag vor dem Abflug gedreht und geschnitten und hochgeladen hat(!) - gesagt, dass ihr gesamtes Arbeitsmaterial wie Kameras, Laptops usw. mitkommen muss, da sie ja "selbstständig ist und das bedeutet, man arbeitet selbst und ständig."





Die Abonnenten-Zahlen als Gradmesser des Erfolgs, der nach außen sichtbar ist, spiegeln das aber nicht wieder. Kathi hat zwar viel früher mit YouTube angefangen und mehr länger daraufhin gearbeitet, es wurde einem vor einigen Jahren aber auch leichter gemacht, diese Abonnentenzahlen zu erreichen, weil sie einfach zu einer Zeit ihren YouTube-Kanal eröffnet hat, als YouTube noch neu war und es nicht so viele Beauty-Youtuber gab und somit leichter war, Begeisterung beim Zuschauer zu entfachen und viele Abonnenten für sich zu begeistern. Diese bleiben dann meist bestehen und schauen zwar vielleicht nicht mehr alle Videos an, machen sich aber zumindest in der Statistik noch gut als Karteileiche.

Sara Isabel hingegen hat von Anfang an sehr professionell Videos produziert, wahrscheinlich weil sie eben auch viele Vorbilder wie z.B. eine Kathi hatte, die ihr gezeigt haben wie es gemacht wird.. das wurde aber nicht mit unglaublichen Zuwachsraten belohnt: denn heute noch mit einem normalen,  schön gemachten Beauty-YouTube-Kanal durch die Decke zu gehen ist fast unmöglich. YouTube ist mittlerweile so anders geworden; aufwendig gemachte Videos, ja, Leistung allein reicht nicht mehr. Der Zuschauer hat sich nämlich am ehemals neuen und innovativen Konzept bereits sattgesehen, außerdem steht jeder Beauty-Channel in Konkurrenz zu einer schier unübersichtlichen Masse an ganz ähnlichen - und sei er noch so liebevoll gestaltet. Deswegen dümpelt Sara Isabel mit unter 200.000 Abonnenten rum, wovon ich mal gehört habe, daß es 'zu viel ist zum Sterben und zu wenig zum Leben' (was die Einnahmen durch geschaltete Werbung betrifft).. und trotzdem arbeitet sie sich in diesem undankbaren Metier den Po ab, obwohl sie auch was anderes machen könnte, da sie gelernte Immobilienmaklerin ist. Ihre Arbeitseinstellung fand ich, allein was die Doppelbelastung durch Ausbildung + YouTube nebenher anging, schon immer bewundernswert, genauso wie ihre Offenheit in der Hinsicht, niemals zu beschönigen, daß es bei ihrem neuen Vollzeit-Job als Content Creator hauptsächlich darum geht, unglamourös in der Wohnung zu sitzen, das Haus kaum zu verlassen und Videos zu schneiden. Bei ihr kommt allerdings noch hinzu, dass sie mindestens zwei weitere Kooperationspartner hat, in deren Auftrag sie Videos dreht (ist wahrscheinlich auch nötig zur Finanzierung des reinen Lebensunterhalts, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen?) und somit für die Produktion der essencetv-Formate und der Drehtage im bebe-Studio auch Termine freihalten muss, die zusätzlich zu ihren eigenen Drehtagen organisiert und eingeplant sein müssen.






Bei Kathi hingegen ist das anders: ich habe sie noch nie in irgendeinem anderen festen Format gesehen, was sie terminlich binden würde, d.h. sie ist eigentlich nur sich selbst und ihrem Kanal verpflichtet, was natürlich auch bedeutet, dass das Arbeitspensum viel besser geplant werden kann. Insofern verstehe ich nicht, warum gerade sie so wenig Videos produziert im Vergleich zu anderen YouTubern.. und auch sich selbst in der Vergangenheit! Kathi hat nämlich vor ein paar Monaten ihren Vlog-Kanal mit ihrem Hauptkanal zusammengelegt und außerdem eine Entwicklung vorgenommen die dahin geht zu sagen "ich drehe dann, wenn mir etwas einfällt, dafür aber mit Spaß" und im Gegenzug dazu feste Upload-Tage zu opfern....
Ich hätte nie gedacht, dass mich das stören könnte, aber es ist so: wenn es etwas gibt worauf ich mich freue, dann muss ich auch wissen, wann ich mich darauf freuen kann! Ich möchte einfach, dass der Termin steht oder aber einfach zeitnah abgesagt wird und mir mitgeteilt wird, wann es stattdessen stattfindet: hier aber ist die Konsolidierung ihres kreativen Potentials auf einem Kanal in weniger produzierten Content gemündet als zuvor. Gab es früher meistens zwei feste Video-Tage auf dem Hauptkanal und oft noch einen Vlog auf dem Vlog-Kanal pro Woche, so ist es jetzt im Durchschnitt nur noch 1 Video insgesamt. Und da sich der Aufwand für die Videos an sich nicht wahnsinnig erhöht hat (vor allem, da sich jetzt oft ein Vlog und ein normal produziertes/ geschnittenes Video abwechseln), hat sich der Arbeitsaufwand sogar halbiert, da Kathi keine Vlogs macht, die ein großes Happening darstellen und keine unglaublich kreative Schnittführung in den Vlogs vorherrscht, sondern in denen tatsächlich chronologisch die Tagesaktivitäten hintereinander geschnitten werden, mit der immer gleichen Hintergrundmusik, ohne jegliche Effekte.. also ganz, ganz clean und angenehm - was aber auch bedeutet, dass dafür kein großer Aufwand nötig ist. Im Gegensatz dazu könnt ihr euch gerne mal Vlogs von Silas ansehen; die sind alleine durch den Schnitt auf die Musik viel, vieeeel arbeitsintensiver!





YouTube: Job oder Hobby?


Ich weiß aus eigener Erfahrung mittlerweile, dass ein ordentliches 10 min-Youtube-Video, mit dem man sich sehen lassen kann, ungefähr 15 Stunden Arbeitsaufwand bedeutet: aufgeteilt in jeweils fünf Stunden Planung und Vorbereitung, 5 Stunden Drehen (inklusive allem drum und dran) und 5 Stunden Nachbearbeitung (mit meinem langsamen Rechner eher 3x so lang). Die Werbung bzw. Promotion und das Hochladen müsste man noch mal extra nehmen, aber wenn man da ganz straff organisiert und schnell ist, ist man damit nach einer halben Stunde fertig.. was zusammengerechnet bedeutet, als Vollzeitstelle könnte man pro Woche zumindest zwei Videos drehen, was 30 Stunden reiner Zeitaufwand wären und einem 10 Stunden für alles weitere (E-Mails, Steuern, etc) lassen würde, da der Arbeitsweg ja wegfällt mit einem Filmstudio zu Hause und eine 40 Stunden-Woche schon noch im Rahmen des Erträglichen liegt. Oder?

Ein Video pro Woche aber - und das kann sogar ICH euch sagen mit meiner dilettantischen Ausstattung - ist im Beauty-Bereich noch ein Hobby. Wer also nicht (wie z.B. Mrs Bella) zusätzlich andere Moderationsjobs hat, die Reisen in andere Städte und aufwendige Drehtage bedeuten, sondern einfach nur von zu Hause aus an den Videos arbeitet, für den ist dieses eine Video pro Woche locker drin.. das ist dann aber nicht mal ein Halbtagsjob. 

Kathi aber kann sich das wahrscheinlich leisten, weil es bei YouTube und beim Erfolg ganz allgemein nur darum geht, wie viele Menschen 'ihre Augen auf dein Produkt richten'. Und mehr zu machen scheint bei YouTube nicht zwingend zu mehr Erfolg zu führen (sieheWenn alles zu viel wird... Vlogmas 13 - TheBeauty2go), was die aktuelle Unlust mancher Content Creator wohl erklärt: damit ist Kathi ja nicht allein, wenn sie überlegt ein sehr aufwendiges Format aufzugeben, was aktuell nicht mehr so gut läuft wie früher.. ich denke aber auch: vielleicht wäre es nötig, da mal die Zähne zusammenzubeißen, wenn es ums große Ganze geht? Wenn Vlogmas für jemanden wie Kathi z.B. nun mal das ist, was mit deinen Markenkern darstellt und dir die meiste Hochachtung beim Zuschauer einbringt, genau wie eine höhere Video-Frequenz, dient es langfristig doch dem Erfolg durch Kundenbindung statt Kundenabwanderung zu Marktkonkurrenten. Stattdessen wird aber "mimimi!" gefahren und wenig auf Kundenwünsche gehört.. dabei wäre das bei YouTube so einfach, es bedarf nicht mal eines Marktforschungsinsituts, die für dich die Umfragen vornehmen und Kundenwünsche analysieren: die Kommentarspalte bietet dir das auf dem Silbertablett an, genau wie die Daumen runter. Aber anders als Unternehmen, die personell breiter aufgestellt sind als diese Ich-AGS, scheint kaum ein YouTuber einen PR-Berater oder zumindest jemanden zweiten oder dritten zu haben, der mal einen Blick von außen auf das Produkt wirft und ein paar Eindrücke und Vorschläge mit frischen, unverstelltem Blick einwirft..

Es geht, zumindest von außen betrachtet, oft nicht darum, wie die Marke bei dem Kunden positioniert ist und was der Eindruck des Kunden von der Marke (hier: dem Kanal) im Gesamten ist, sondern hauptsächlich darum, sich selbst zufriedenzustellen und bitte genauso weitermachen zu können, wie es mal angefangen hat: also Hobby. Gleichzeitig ist YouTube aber für viele ein Vollzeitjob geworden, wird dann aber nicht so behandelt oder zumindest nach außen hin dargestellt.. was zum absurden Ungleichgewicht zwischen "Oh, ihr seid mir als Zuschauer (FANS!) ja so wichtig und ich mache das ja nur für euch!" und der absoluten Schwerhörigkeit, was Zuschauerwünsche angeht, führt.

Was mich in der Summe an dem Ganzen also am meisten stört, ist die mangelnde Professionalität in einem mittlerweile professionalisierten Genre. Denn obwohl YouTube für viele der großen YouTuber mittlerweile die einzige Einkommensquelle ist und sie - je nach Fall - damit sogar sehr viel verdienen dürften, wird gleichzeitig aber immer noch versucht, hier nach außen hin das Ganze als eine Mischung aus Hobby (mit dem man irgendwie Geld verdient) & Beruf aussehen zu lassen: was nicht stimmt. Die Hobby-Attitüde können sie sich alle abschminken, genau wie dieses Klein-Mädchen-Gehabe mit dem vorsichtigen Zugeben von "(...) also, wie vielleicht einige wissen, ist ja YouTube auch Arbeit und damit kann man auch Geld verdienen", wenn es den meisten besser zu Gesicht stehen würde, sich als die knallharten Geschäftsfrauen zu geben, die sie auch sein müssen um damit Erfolg zu haben. Dann erwarte ich als Zuschauer im Umkehrschluss aber auch ein bisschen mehr Arbeitsmoral, Arbeitseifer und auch Arbeitsethos.. und vielleicht ist das ja der Grund dafür, warum sich auch jemand wie Kathi vor genau diesem Schritt scheut.


QVC oder Kathi?


Ich weiß, ich weiß: alle Beauty-Mädels auf YouTube könnten jetzt wahrscheinlich zu ihrer eigenen Verteidigung vorbringen, daß es eben doch mal ganz harmlos angefangen hat, als Hobby, nur zum Spaß..
aber heute ist es das nicht mehr. Es ist ein Geschäft. Vielleicht kein knallhartes, aber auf jeden Fall ein riesengroßes, in dem es verkaufsfördernd ist bzw. mehr Klickzahlen einbringt, es eben nicht danach aussehen zu lassen. Nichts soll mehr vermieden werden als der abschreckende Look einer Verkaufsshow auf einem Shopping-Kanal - dabei ist es vom Inhalt her oft aber nichts anderes. Denn nein, auch wenn es so aussieht, die ganzen Mädels sitzen nicht einfach nur privat vor der Kamera und reden da vor sich hin was sie wollen, auch wenn sie nach wie vor das nette Mädel von früher sind, die in ihrem Wohnzimmer dreht: aber das da eine Privatperson sitzt, die aus Lust an der Freude z.B. mal in ihren tausend Lidschatten-Paletten schwelgt und gut geschminkt vor einem großen Publikum darüber plaudert, das ist eine Illusion. Eine Illusion, die absichtlich aufrechterhalten werden soll, um Nahbarkeit zu simulieren und oft echte Glaubwürdigkeit - aufgrund verlässlicher und belastbarer Aussagen, einer fundierten Ausbildung in dem Bereich oder irgendwas anderem, was aus mehr als HEIßER LUFT besteht(!) - ersetzen soll. Kathi und Kisu und Julia und und und.. sitzen da als Geschäftsfrauen vor uns und das Ganze ist ein großes Geschäft und kein Hobby oder kleiner Nebenjob mehr: und genau unter den Gesichtspunkten bewerte ich das auch. Und stelle Anforderungen an sie! Denn ich verlange von jedem, der etwas beruflich macht, auch eine Art Berufs-Ehre, genau wie ein Wissen um die Verantwortung für die eigenen Aussagen und Handlungen. Nur hört mich leider keiner, wenn ich das in Richtung des Bildschirms brülle.. und in den Kommentarspalten ist von Kundenservice ebenfalls oft keine Spur.

Diese YouTube sehr eigene Beratungsresistenz (sei es von Konzernseite oder eben ihrer Content Creator) hat in den letzten Jahren aber ihren Höhepunkt erreicht (mancher nennt das 'Abgekoppeltsein von Zuschauer und Macher'), genau wie die Unbeweglichkeit großer Kanäle, sich zu entwickeln..
und da sieht man mal wieder, das 4 Augen mehr sehen als 2, das ein Team mehr erarbeitet als ein Einzelkämpfer und das mittlerweile redaktionell vorbereitete Inhalte besser wären als das vor sich Hingewurschtel der weniger als semiprofessionell agierenden, großen Youtuber; die durch ihre Riesen-Anhängerschaft aber teilweise mehr direkten Einfluss auf ein sehr junges und stark beeinflussbares Publikum haben (ich sage nur: die Hexenjagd wild geführte Kampagne um Artikel 13/jetzt 17) als so mancher Fernsehsender oder Zeitungsverlag.

Anfangs, als es um nix ging und auch nur wenige zusahen, war das vielleicht noch okay, daß halt jeder Hinz und Kunz seinen Schei* auf der Plattform hochladen konnte, aber heute täten etwas mehr Medien-Kompetenz und auch ethische Prinzipien und vor allem, Grundlagen des journalistischen Arbeitens, not! Ich erinnere nochmal an die furchtbaren Auswüchse zu Artikel 13/jetzt 17 auf YouTube, wo jeder Horst seinen uninformierten Mist in ein Video gießen und sich den aufgaloppierenden apokalyptischen Reitern anschließen musste..

So und nicht anders ist YouTube für mich zum RTL2 des Internets geworden ist: und die erfolgreichen Kanäle gehen mittlerweile vom Anspruch her in Richtung DSDS bis scripted reality-Unsinn. Die Formate, die ich gern schaue, zählen in der Lesart mittlerweile fast schon zur Sparte Bildungsfernsehen, was im analogen Programm nur nachts um 2:30 Uhr auf einem Nischenkanal gesendet wird. Wer heute auf YouTube alltagstaugliche Tipps weitergibt ohne hysterisches Gekreische und/oder Allmachtsanspruch oder in natürlichem Licht dreht oder einen ehrlichen dm-haul hochlädt wird schon gefeiert wie der Retter des Abendlands und das "dass ja ein toller neuer Trend ist.." dabei war und ist das doch alles normal. Oder sollte es zumindest, in meinen Augen. Nur eben nicht auf YouTube.

Die Anfänge von Youtube hatten ja gerade ihren Reiz im Normalen, im Nahbaren, darin, dass sich Privatperson das Leben von Privatpersonen ansehen konnten und damit identifizieren, statt wie heute "Influencer" dabei zu beobachten, wie sie das Leben hauptberuflich nur noch nachstellen und in Theorie leben. YouTube war neu und faszinierend, weil jeder dabei zuzusehen konnte, was andere in echt taten und nicht spielten und ohne dass ein Programmdirektor im Hintergrund stand und Inhalte sowie Richtung der übertragenen Sendung beeinflusst oder bestimmt hat.
Es lag Faszination in diesem neuen Genre und es gab bestimmt auch große Kreativität in den Anfängen auf YouTube, genauso wurden sicherlich auch Fehler gemacht.. nur wurde mit dem Wachsen der Plattform viel von dieser anfänglichen Kreativität auf normenkonformen YouTube-Mainstream eingedampft und die Fehler, die nie korrigiert wurden, haben sich heute potenziert. Und wer sich heute professionalisiert hat, um seinem immer größer werdenden Publikum zu gefallen, hat sich oft zwar äußerlich, rein technisch also, weiterentwickelt, ist aber innerlich zurückgeblieben.  Ich  meine damit, daß sich die Inhalte und auch die Darstellungsform nicht im gleichen Maße professionalisiert haben, wie es die Verdienstmöglichkeiten getan haben. Es mangelt meiner Meinung nach nicht nur an moralischem Verantwortungsgefühl für die Inhalte, sondern auch an der Auswahl und Qualität der Inhalte an sich, ganz banal. Jetzt, wo YouTube nicht mehr nur "von Privatpersonen, für Privatpersonen" ist sondern ein Riesen-Medienimperium, würde den meisten Kanälen ganz klassisch ein Programmdirektor und ein Redaktionsteam im Hintergrund sehr gut tun! Gerade auf YouTube, wo die Videoschnippsel für die kleinen Filme oder die gezeigten Ausschnitte aus dem Alltag doch eh stark selektiert werden (man könnte sagen: kuratiert) wäre es ein Leichtes und würde nicht schaden, etwas mehr Know-how einzubringen, um die veröffentlichten Inhalte wirklich wertvoll zu machen, so daß sie überdauern.. meiner Meinung nach ist aber der Großteil der zurzeit wieder sehr populären VLOG-Kanäle (oder auch andere YouTube-Kanäle) Wegwerfware: schlecht gemacht und inhaltlich lahm und der Zuschauer geht mit einem Gefühl von "war da was?" heraus. Deswegen wird wahrscheinlich auf YouTube auch soviel konsumiert und immer weiter und weiter geschaut, weil wenig Gehaltvolles darunter ist.

Und auch frage mich jedesmal: hat ein Video was ich plane einen überdauernden Wert und mache ich es für mich? Oder ist es nur zur Unterhaltung und drehe ich es vielleicht sogar nur für andere? Wenn ich beides mal ja zur ersten Kategorie sagen kann, mache ich es, guten Gewissens. Und ich versuche, weniger Videos der zweiten Kategorie zu produzieren.

Sonst verschwenden wir unsere Zeit, ihr als Zuschauer und ich als Macher. Lebenszeit, übrigens.

Es gibt aber noch mehr als nur das Ungleichgewicht zwischen Arbeitsverweigerung (Kathi) vs. Schuften ohne Lohn (Sara Isabell) was ich auf YouTube nicht mehr sehen will: 

welche Auswüchse  die Plattform noch so dominieren 




Queen of clickbait




..auf gut deutsch: mehr Schein als Sein. Oder auch: was draufsteht ist nicht drin. Bestimmt die weitverbreiteste Sünde auf YouTube, die absolut entgegengesetzt zu einem Gut steht, was im klassischen Journalismus kaum höher eingeschätzt werden könnte: die eigene Glaubwürdigkeit. Die wird auf YouTube nicht mal mehr gefakt, die ist einfach obsolet. Und ich verstehe nicht, warum das online so flächendeckend funktioniert, was in der analogen Welt nur kleine Revolverblättchen praktizieren oder aber - bei BILD-Schlagzeilen - zumindest mit einer hochgezogenen Augenbraue quittiert wird.




Miese PR




Ich sage nur: Tati, die immer versucht Skandale und Dramen zu vermeiden und diese dann aber selbst produziert #Halo aka #MerzSpezialDragees (in Deutschland: Hatice Schmidt und Tara TamTamBeauty)





Pärchen-Therapie für Anfänger 




oder auch: Fremdschämen beim Anschauen der suboptimalen Vlogs von Hene und Barbie...vielleicht doch lieber mit Freunden drüber reden als dem gesamten Internet?  #newlyweds #ausBottrop






Mieser Kundenservice




Diana DELO verspricht alles und hält nichts: nur dürfen ihre Abonnenten das niemals ansprechen, wie hier in diesem (meiner Meinung nach zu recht) empörten Kommentar 

"Mit der Anzahl von Abonnenten solltest du dir echt ein bisschen mehr Mühe geben mit deinen Videos!! Dass du dieses Video nach dem Schneiden online gestellt hast zeigt einfach, dass dir deine Abonnenten egal sind! Der Ton ist eine Frechheit und wird auch nicht besser wie angekündigt, das Make-up schaut schrecklich aus und die Produktinfos ("Loreal, Patrice und Essende") sind falsch!"

oder versuchen, anderweitig mal tatsächlich offen mit ihr zu kommunizieren, denn dann wird die Beschwerde nur pseudo-psychologisch von oben herab abgebürstet, anstatt als Kundenwunsch ernst genommen. (Die Kommentarspalte unter obenstehendem Video ist ein schönes Horrorbeispiel dafür, wie falsch verstandene, persönliche Erleuchtung in abstoßenden Hochmut umschlagen kann)






Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens





Sprich: laut hinausposauntes, angebliches Expertentum, was sich aber tatsächlich meist auf dem Niveau von Küchenpsychologie bewegt.
In den letzten Jahren hat online eine Unsitte Einzug gehalten, daß jeder jedem immer irgendwas beibringen muss... auch wenn es besser wäre, manchmal die Klappe zu halten oder zumindest nur von sich zu sprechen und das nicht gleich immer auf das Gegenüber oder die ganze Welt zu übertragen und dafür als große Weisheit zu verpacken. Dabei gibt es kaum ein Thema, was nicht für die 'Selbstoptimierungs-' und Verbesserungs-Maschinerie malträtiert wird, sei es nun durch das eigens erfundene Business der YouTuber die Youtuber beraten 😝 oder auch die furchtbaren Aussagen zur Hautpflege, oder aber auch alles in Sachen Rat-,Tat- und Lebenshilfe beim bitteschön moralisch einwandfreien (minimalistischen, nachhaltigen und veganen) Leben, wie z.b. in milder Form (und nicht dogmatisch zum Glück) bei snukieful.


***


In meinem persönlichen Fall mit meiner ehemals liebsten YouTuberin Kathi war das ein sehr krasses Beispiel dafür, wie YouTube sich quasi selbst abschafft: das Monster hat sich selbst aufgefressen, indem es immer nur gewachsen und gewachsen ist, ohne das Wachsen und Werden selbst zu gestalten, angetrieben vom wackeligen Ruhm und schnellen Erfolg.. einfach nur weitermachen, immer weitermachen, so wie es zu Beginn mal funktioniert hat und solange mitmachen, bis die Blase zu groß geworden ist und platzt. Das hört man z. B. auch von vielen der YouTube-Macher, genau diese Einstellung. Kathi hat auf ihr letztes Video, in dem sie sich über Umsatzeinbrüche wegen mangelnder Klickzahlen beschwert hat, übrigens genau das geantwortet:

"(...) ich mach einfach weiter, so lang es eben geht. Wenn YouTube nicht mehr sein sollte, dann ist es eben so."

Von Problemanalyse oder tiefergehender Selbstreflektion ist zumindest nach außen hin keine Spur. Und auch nicht vom Wunsch, den Wandel selbst zu gestalten. Das Pony wird geritten, bis es tot ist. Und dann wird ein neues gesattelt.. anderswo. Hauptsache: im Sattel bleiben. 









Ich bin fertig damit, ich habe jetzt fast alle Kanäle aus meiner Abobox geschmissen - übrig geblieben sind:



Und sonst gehe ich zurück zum analogen Fernsehen: das ist zwar vielleicht langweiliger und altmodischer und insgesamt ja total überholt... aber auch verlässlicher -  und ich weiß wenigstens, wann was läuft, auch wenn es nur "Notruf Hafenkante" ist oder aber

das Traumschiff