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Freitag, 27. April 2018

Frühlingstyp, bleib bei deinen Pastelltönen!

Schminktipps


5 Jahre blogge ich jetzt schon: 5 Jahre, in denen ich immer wieder Fehlkäufe zeigte und Schimpf-Beiträge über für mich unpassende Produkte veröffentlichte und in denen der Eindruck entstehen konnte: "..hat die es einfach nicht drauf, weiß sie nicht, wie es läuft und hat es nach 5 Jahren immer noch nicht raus, wie sie sich hübsch machen kann??"



Tja, die Antwort darauf lautet: ja und nein. Denn wenn ich eines schon IMMER geahnt habe, dann das es am allerschwersten ist, sich NETT zurechtzumachen und sich durch sein Styling (egal ob nun Kleidung oder Makeup) nicht zu verschlimmbessern.... und das Bloggen hat diese düstere Vorahnung nur bestätigt: es war ein langer Weg aus try and error (denglisch für: Versuch macht klug) zum typgerechten, schmeichelhaften Look!

Außerdem möchte ich natürlich mit solchen 'ihhhhhbäääh'-Beiträgen auch andere Typen wie mich vor Produkten warnen, die gar nicht gehen oder die nur so tun, als könnten sie uns stehen: den Wasserleichennymphen, den Falben und transparenten Feen... ätherisch, sagt meine Mum zu meinem Typ; blass wie ein Geist, sagt mein Vater.

Fangen wir mal



von Anfang an


Eigentlich wußte ich schon lange sehr genau, was mir steht: es ist nicht immer das, was mich im Pfännchen am meisten anlacht (krasses Türkis, Knallfarben, kräftiges Mauve) sondern eher Eiscremefarben, Pastell, also ausgewaschene, aber doch fröhliche Töne. Ich bin ein Frühlingstyp..; okay, diese Kategorien sind echt besch...eiden schön, aber ich wußte zumindest schon immer, daß ich definitiv kein Herbst- (warm) oder Wintertyp (dunkel & intensive Farben) bin! Blieben nur Frühling und Sommer.. ich sage: Frühsommer 😄 Ich bin nämlich weder unglaublich blass (Frühlingstyp) noch schnell bräunend (Sommertyp), ich bin irgendwas dazwischen: mal zarter Frühling, mal Sommernacht.. das passt *yes*


Dann kam das Bloggen: und hat mich verwirrt! Oder besser, zu sinnfreien Käufen in dem Sinne angestiftet, als das ich anfing, außerhalb meiner angestammten Jagdgründe (helle, zarte, eher frische Farben) zu wildern! 
Einerseits hat das natürlich (auch im positiven Sinne) meinen Schmink-Horizont erweitert, andererseits sitze ich jetzt auf einem Haufen an (gelb-braunen) Fehlkäufen.. ich müßte mal eine Auflistung machen mit Beispielen meiner Sammlung, eingeteilt von warm über neutral zu kalt. Hab ich alles, mir steht also nur so ca. 1/3 von dem, was ich besitze 😌

links: yeah, rechts: nay

Bei meinen auserkorenen Lieblingsfarben wie Mint, Rosa, allgem. Sorbettönen war es für mich immer leicht, einen Treffer zu landen, weil diese nämlich per se eher kühl als warm sind. Bei den neutralen Mischtönen hingegen wird es schwieriger.. die sind in Blogkreisen aber angesagter (fast NIEMAND trägt hier Pastellfarben!!), also wurde ich von zwei Seiten aus angestachelt, diese mehr zu zeigen und somit auch zu kaufen → aus der eigenen Neugier heraus, die perfekte Nuance in jeder Farbe zu haben #nichtfragen und dann auch noch aus Gruppen-Inspiration: es sieht ja aber auch alles so schön an den anderen aus! Und ich werde als Blogger ständig mit Beispielen all dessen bombardiert, was mir nunmal leider nicht steht. Da fällt es schwer, sich zusammenzureißen, die Augen fest vor dem neuesten Taupe-Ton zu verschließen und sich immer wieder zu sagen: Frühlingstyp, bleib bei deinen Pastelltönen!

Winter - Sommer


Heute weiß ich: ich bin ein dezent kühler Typ - war ich schon immer, werde ich wohl immer sein, egal was grad in Beautyblog-Kreisen an Trends angesagt ist! Im Winter und Frühling (= blasser Teint) bin ich kühler und kann dann gut kühle Töne tragen (Silber, ausgewaschene Grautöne, Rosa, Eiscreme-Farben), im Sommer (= zart honigbrauner Teint) bin ich etwas wärmer und kann dann auch lauwarme und etwas kräftigere Farben tragen (Apricot, Korall, Türkis). 
Und ich weiß heute auch, warum es sich - trotz aller Widrigkeiten auf dem Weg dahin und trotz aller Versuchungen, die am Wegesrand lauern - lohnt, 



den eigenen Typ zu kennen


"...Im normalen Farbtypensystem konnte ich mich nie einordnen, laut dem bin ich auf den ersten Blick ein Sommertyp, kann aber einen Großteil der Farben nicht gut tragen. Nach dem 12er System bin ich ein 'soft autumn typ', das war für mich bei der Farbwahl die ultimative Erkenntnis überhaupt! LG, Isabell"

Als ich diesen Kommentar von Isabell bekam war es, als würde alles, was ich mir selbst immer schon zusammengereimt hatte, sich plötzlich auf wundersame Weise zusammenfügen:  besonders die Unterteilung in 'durchscheinende Haut/ausgewaschener Typ → trägt zarte Töne mit Weißanteil/Grauanteil' oder 'kräftig pigmentierter Typ → trägt reine Farben' hatte mir in jeder Einteilung gefehlt, denn das ist eigentlich meiner Meinung nach das zweite wichtige Kriterium, nach dem jeder genauer kategorisiert werden sollte, direkt nach der Entscheidung über kalt-neutral-warm. 

In der ausgefeilten Theorie des 12er-Jahreszeitensystems geht es nicht nur um den Hautton (von hell bis dunkel), sondern auch einmal um den Unterton (Temperatur) der Haut und dann im nächsten Schritt noch darum, ob jemand eher ausgewaschen oder kräftig pigmentiert ist: 
"One of the biggest reasons a color doesn’t look right on someone is because of the chroma. Chroma is how clear or muted a color is. Muted colors have grey added to them. Clear colors do not have grey added. A person, who has clear chroma features, should wear colors from the BRIGHT color wheel. Muted colors will wash her out. A person, who has soft features, should wear colors from the SOFT color wheel. Bright colors will wear her and makeup will look painted."
by: outfitideas4you.com



Augenmakeup in Lila & Grün: 1x najaaaaa..... und 1x jaaa! 


Das war mir schon bei meinem ersten Beitrag zum Schminken nach Augenfarben aufgefallen: eine absolute Unterscheidung der Lidschattenfarben in "jaaaa! 😍" und "aaaaaah! 😣" kann nicht allein anhand der Augenfarbe getroffen werden, sondern benötigt den Blick auf den eigenen Typ insgesamt: 
  1. ob jemand extrem hell und dann eher ein Pastellfarben-Fall ist oder doch eher einen dunklen Hautton hat und intensivere Farben tragen kann, 
  2. ob jemand warm oder kalt ist vom Unterton
  3. und ob jemand eine durchsichtige Wasserleiche mit Hang zu ausgewaschenen Nuancen ist oder einen Hautton hat, der gut kräftige, reine Farben verträgt. 

⇓


1. Hell oder dunkel


Damit können die meisten was anfangen: denn ob jemand einen hellen oder dunklen Hautton (engl: colour value) hat, wird sofort an der Nuance sichtbar, die er für Foundation, Concealer und Puder aussucht und es bestimmt auch mit darüber, ob jemandem eher kräftige oder besser zarte Farben stehen. Ganz grob würde ich pauschalisieren, daß ich mit einem hellen Hautton (NW15) schlechter krasse Farben tragen kann bzw. davon immer weniger auftragen muss als jemand mit einem dunkleren Hautton, bei dem die eigene Hauttönung schon einen Teil der aufgetragenen Farben schluckt. Weil ich so bleich bin, wähle ich bei Übergangsfarben für die Lidfalte z.B. immer den hellsten Ton, den es gibt, weil der mir auf der Haut quasi 'nachdunkelt' und dann nochmal dunkler wirkt als auf der Hand geswatcht oder im Pfännchen. 



2. Warm und Kalt


Die Frage, ob man selbst ein warmer, kalter oder neutraler Typ ist, spaltet die Meinungen, zumindest kann sie einem aber den letzten Nerv rauben: ich habe mich damals mühevoll mit einer Anleitung durchgewühlt und anhand eines Fragenkatalogs eine Ahnung davon bekommen, zu welchem Typ ich gehöre *klick*

Unstrittig ist aber, was es mit der Bezeichnung kalte/warme Farbe (engl: colour hue) auf sich hat:  
Warm:  
Wer an WARM denkt, dem fallen meist gelbe und rote Töne ein: die Farbtöne von Lindgrün bis ins rötliche Lila hinein gelten als „warm“, d.h. alle Töne, die einen Anteil an Gelb oder Rot haben, genauso wie auch Orange oder Braun.
Ein Senfgelb, Dottergelb, Orange und Tomatenrot wäre also warm; genausogut können aber auch andere Töne "warm" werden, wenn sie einen Einschlag in diese Richtung haben. Ein warmes Grün würde dann einen Anteil Gelb oder Braun, niemals aber Blau enthalten!
Das Metall Gold ist als Gelb-Gold per se warm.

Kalt oder warm oder irgendwas dazwischen?
Kalt: 
Wer an KALT denkt, dem fallen meist kaltes, blaues Wasser, türkise Eisberge oder "giftiges" Grün ein, genau wie eine weiße Schneelandschaft. Farbtöne, die im Farbkreis den warmen Farben gegenüberliegen, werden als „kalt“ empfunden und demgemäß kalte Farben genannt, d.h. alle Töne, die keinen Anteil Gelb oder Rot enthalten, sondern einen Anteil Blau wie 
z.B. Türkis, Violett und eben die meisten Blautöne. Andere Farben werden "kalt" wenn sie einen Blau-Anteil beigemischt bekommen, wie z.B. bei Pink mit Lavendel-Einschlag (enthält Blau) oder auch Gelb mit Grünstich (enthält Blau).
Das Metall Silber ist durch den kühlen, schimmernden Anteil per se kalt.




3. Abstufungen: Weißanteil, Grauanteil


Auf dem Farbkreis sind nicht alle Farben abgebildet, die es gibt: ihre Abstufungen aber gehen immer auf einen Grundton zurück.
Wenn eine Farbe mit Schwarz, Weiß oder beiden gleichzeitig (Grau) gemischt wird, entstehen sogenannte Modulationen. So kann jede beliebige Farbe angemischt, aber auch zurückverfolgt werden.
  • Oft ist die Rede von "hohem Weißanteil", ob nun bei Lack oder Lidschatten. Wie in der Grafik zu sehen ist, entsteht durch die Zugabe von Weiß ein jeweils hellerer Ton, der manchmal schon stark an Pastellfarben erinnert; so entsteht dann Hellblau, Hellrot-rosa und Hellgrün.
  • Durch Schwarz werden Farben einfach nur abgedunkelt.
  • Mit dem Begriff "angegraut" oder auch "ausgewaschen" ist oft ein Anteil Grau in der Farbe gemeint: das Grün, Rot und Blau ist noch als solches erkennbar, wirkt aber verschleiert oder ausgebleicht, eben wie zu oft gewaschen.


    Jede dieser Abstufungen/Modulationen (engl: colour chroma) kann für die typgerechte Zuordnung von Farben hilfreich sein: grob zusammengefasst stehen all denjenigen reine Farben gut, die selbst einen klaren Grundton (engl: clear chroma) in sich haben... und mir mit meinem blassen, eher durchscheinenden, wischi-waschi-Teint ohne viel Kontrast (engl: muted/soft chroma) stehen einmal  eher verwaschene Nuancen (mit Grauanteil) viel besser als der satte reine oder abgedunkelte Grundton, außerdem auch noch pastellige Töne mit einem hohen Weißanteil (siehe: colour value, weiter oben).

    [Die obenstehenden Grafiken wurden freundlicherweise von www.metacolor.de zur Verfügung gestellt: die Bildrechte liegen ausschließlich beim Betreiber der Website]


    🎨


    Soviel zur Theorie (wer jetzt noch wach ist, ist entweder sehr interessiert an dem Thema oder kriegt einen 🍪): zusammengefasst stehen mir 
    1. hellem (light) Typ → helle Töne, transparent (schwach pigmentiert) oder mit Weißanteil (aufgehellt: Pastell)
    2. leicht kühlem (cold) Typ → Töne mit Blauanteil bis maximal mit ein wenig Gelb
    3. und kontrastarmem Typ (muted/soft) → ausgewaschene, entsättigte Töne 

    Diese farbtheoretischen Überlegungen liegen jedem System, was euch in einen Typ einordnen will, zugrunde: und weil das einige Mühe kostet, sind Kategorisierungen wie die 4 Jahreszeiten-Typen so beliebt, eben weil sie einem die Arbeit abnehmen.
    Und herauszufinden, was einem aber WIRKLICH steht, ist genau dieses System jedoch ungeeignet: wer von euch hat schon mal versucht, sich darin einzuordnen und ist gescheitert? Ich selbst hatte für mich dann ja auch einen Misch-Typ ausgemacht, den ich mir quasi selbst 'ausgedacht' hatte.. damit lag ich aber gar nicht so falsch!



    Das ursprüngliche 4 Jahreszeiten-Modell 




    gibt 2 Auswahlmöglichkeiten vor: entweder ist derjenige hell oder dunkel und entweder gehört er zu einem warmen oder kalten Typ. Alles dazwischen ist nicht erwünscht.. ich war also jedesmal aufgeschmissen mit meinem mal so- mal so Gefühl was die Farbtemperatur angeht, ich war mir nur sicher: ich bin hell. 😉 

    Dank Isabell - und dem Beautyjunkie-Forum - wurde ich aber auf das 12er Farbtypen-System aufmerksam, was viel mehr meinen eigenen Überlegungen entsprach: entgegen dem 4er System, das sich auf Kälte und Wärme bezieht und dann noch nach der Farbtiefe unterscheidet, bezieht das 12er-Modell mehr Aspekte ein, weil die 4 Jahreszeiten schlicht nicht auf den Großteil der Bevölkerung zutreffen und es somit viele Menschen gibt, die nicht in das althergebrachte Jahreszeiten-Farbschema passen. Die erste Verbesserung, die mir auffiel: nach dem 12er-System, was mehr Differenzierungen zuläßt, gibt es z.B. durchaus Leute, denen kühle und auch warme Farben stehen. Möglich wird das durch die




    Flow Seasonal Theory


    als die das 12-Jahreszeiten-System auch bezeichnet werden kann. Dabei fließen die 4 Jahreszeiten - Winter, Sommer, Herbst, Frühling - ineinander. Dort, wo sie sich überlappen, entsteht eine neue Jahreszeit, ganz im Gegensatz zum 4er-System, denn dort werden keine solche Übergänge eingeräumt: hier aber gehen die Jahreszeiten, genau wie in echt, sanft ineinander über und teilen sich dann untereinander sogar Farben bzw. mischen 'neue' Varianten.

    Beispiel: deep autumn
    → ist ein Farbtyp, der aus einer Mischung von Winter und Herbst zustandekommt: er verträgt die Farbintensität des Wintertyps, trägt das aber in der Farbtemperatur (hier: warm) des Herbsttyps.

    Ich verstehe noch nicht alles an dem Modell - unter anderem diese Grafik nicht ganz - aber was ich überzeugend finde ist die Erklärung (...) why someone, as an example, who is a Soft Summer might look good in an olive color (traditionally an Autumn color), because they are a blend of Summer and Autumn. Some of those ‘traditional’ autumn colors might pop up the Soft Summer. The same goes for all the seasons.

    Wer sich mal durchklicken will: Frühling und Herbst sind potenziell warme Typen, Sommer und Winter potenziell kalte. 



     ✽✽✽


    Heißt das also, jede von uns kann nur noch bestimmte Farben nutzen und muss alle anderen meiden? Mitnichten! Aber wie Mari mir mal so schön schrieb: "(...) In der Hinsicht hat nach langer Zeit des aber-ich-find-die-Farben-doch-generell-so-schön-Haderns mittlerweile meine Vernunft gesiegt: ich weiß einfach, dass mir das nicht steht. Es hilft nichts, dass ich die Farben toll finde, wenn ich damit aussehe wie ein Clown. Und ich kauf mir nichts mehr davon, weil's einfach keinen Sinn hat."

     


    Es gibt in der Praxis tatsächlich mehr Farben, die ich (für meinen Teil) tragen kann als die, die mir absolut nicht stehen: ich bin allerdings auch immer dankbar für ein bißchen Orientierungshilfe in dieser Welt und nehme gern Hinweise an, welche Töne ich lieber im Laden liegen lassen sollte, weil sie mir, zu Hause und bei Tageslicht besehen, nicht mehr so gut zu Gesicht stehen.. 

    "...if you are feeling stuck in a season and want to try some new looks but still want to look good, a season close to you (...) will be a better bet for borrowing some of their colors*. But if [you] try to mimic any kind of [other] looks, you’d just disappear in them. The colors would take center stage, not [you]."

    Klar kann man vieles irgendwie tragbar machen, aber ich spare mir eigentlich lieber diese Mühe: ich möchte gern ohne große Anstrengungen nett zurechtgemacht aussehen #fauleritis Und wenn mich mein Styling nicht aufgehübscht, sondern verschlimmbessert rüberkommen läßt.. dann ist für mich was faul an der Sache! Aber ich bin da eigen 😏 Jedem das seine!

    Und mir 
    meine Pastelltöne




    → *siehe auch: The ColorBreeze© System
    https://kosmetik-killertal.de/das-12-jahreszeiten-system/






    Freitag, 29. Dezember 2017

    Mach mehr aus deinen Lidschatten(-Paletten)!

    Schminktipps



    Und..... lag was Schönes für euch unterm Baum? War vielleicht auch eine Lidschattenpalette dabei? Und kam direkt nach dem ersten "Ooooohhhhhh!" ein "Und jetzt?" 

    Nicht nur einmal habe ich (von Isabell, hauptsächlich 😄) nämlich gehört

    "Ich schminke irgendwie immer nur das selbe und bin da leider unkreativ und suche deswegen nach Ideen. Kannst du Eine Palette - drei Looks bitte, bitte auch mal mit irgendeiner Nudepalette machen? Ich hab gefühlt zig Nudepaletten und schminke echt immer nur das gleiche, mir mangelt es an Einfallsreichtum..."

    Wie welche Töne abwechslungsreich kombiniert werden können, scheint das größte Problem an der Nummer zu sein, dabei sollen Lidschattenpaletten mit ihrer Auswahl von meist 8-12 Tönen dem ja eigentlich vorbeugen.. 
    um hier auszuhelfen habe ich mir überlegt, daß es weniger Sinn macht, wieder nur ein paar Vorschläge mit einer Palette zu zeigen, die ich besitze (aber IHR vielleicht nicht!) und stattdessen eher meine Herangehensweise zu erläutern, wie ich aus meinen Paletten das meiste heraushole 😊




    Wenn ihr also nicht auf euren Lidschatten sitzt, weil sie absolut nicht zu euch passen (falscher Unterton, miese Qualität, etc), sondern schlicht und ergreifend aus mangelndem Einfallsreichtum, dann kann euch geholfen werden 


    ⇣



    Es gibt mehrere Möglichkeiten, an die Sache heranzugehen:


    Nach der eigenen Anatomie



    1. Ihr könnt ein bißchen Entdeckergeist aufbringen und euch selbst erforschen, genauer gesagt: eure 

    Augenform bestimmen (am besten dazu Schritt für Schritt dem Video folgen, was im Blogpost verlinkt ist)



    Anhand einer Tabelle wie dieser hier ist die Frage, welche Art von Lidschattenauftrag gewählt werden soll, dann schon mal beantwortet und ich müßt euch nur noch für Variationen in der Farbgebung oder Intensität entscheiden (hell/dunkel)



    Nach Auftragsarten


    Wer keine Lust auf tiefschürfende Detektivarbeit hat oder seine eigene Augenform bereits kennt, kann natürlich diesen Punkt einfach überspringen und sich gleich den mannigfaltigen Möglichkeiten des komplexen Augen-Makeups zuwenden.. denn mir fallen allein auf Anhieb bereits 10 unterschiedliche Auftragsarten von Lidschatten ein, die am Ende natürlich immer für einen unterschiedlichen Look sorgten, selbst wenn für sie immer ein- und dieselbe Lidschattenauswahl verwendet würde!


    Mit mehreren Tönen:

    • klassische Bananenform (Lidfalte matt und bewegliches, sichtbares Lid hell schimmernd)
    • Smokey eye (rauchig einmal drumherum, egal in welcher Farbe)
    • Halo eye (dunkel-hell-dunkel), steht angeblich jedem!
    • Mein 3-Phasen AMU (vom Innen-zum Aussenwinkel immer dunkler werdend)
    • Das Eiskaffee-AMU (vom Wimpernkranz zur Braue hin immer heller werdend)
    • Lidschatten + Kajalstrich (zur Anleitung *klick*)

    Lidschatten + Kajal

    Wer in der Lage ist, schon etwas fortgeschrittenere Augen-Make-Ups zu schminken, wird am Ende wohl immer bei einer dieser Varianten landen (Beispiele sind verlinkt!). Da es aber manchmal gar nicht am Willen, sondern an der Zeit mangelt, ist es gut, auch einfacherer Looks im Repertoire zu haben!


      Mit 1 oder maximal 2 Tönen: 
      • der 1 Lidschatten-Look (matte mittlere Farbe plus Lidstrich)
      • Für schnell-schnell (Kajal verwischt und heller, halbtransparenter Lidschatten obendrüber)
      • Mit Kajal getrickst (ein schimmernder Lidstrich über mattem Lidschatten)

      1 Lidschatten-Look (hour by hour von Zoeva)

      Die meisten Paletten mit einer eher neutralen Lidschattenauswahl dürften einen matten (oder nicht allzu stark schimmernden), mittleren Ton dabei haben: der eignet sich hervorragend für ein ganz einfaches AMU, bei dem dieser Lidschatten aufs gesamte Lid bis über die Lidfalte aufgetragen wird und dann mit einem Lidstrich (egal ob nun ganz fett oder ganz zart) kombiniert wird. 
      Ich mag aber auch sehr meine Kajalstrich-Schummel-Technik; dafür braucht es nur einen hellen, halb durchscheinenden Lidschatten, der ebenfalls in den meisten Paletten beheimatet ist *hö*
      Und erst kürzlich habe ich wiederentdeckt, wie schön ein schimmernder Lidstrich einen matten, einfachen Lidschattenlook aufwerten kann ♥

      easy smokey eye with copper liner *klick*




      Nach Anlass:

      • Zum "Aufwachen" (wake up makeup siehe *hier*)
      • Zum Ausgehen (cat eyes oder auch alles in sehr dunkel-dunkel)

      Wer früh sehr müde ist und sich etwas Leben auf die Visage zaubern will, braucht natürlich einen anderen Look als jemand, der abends so richtig das Schminkgewehr auspacken und ausgehen will: es gibt für jeden Anlass das passende Augen-Make-Up, wenn denn gewünscht!!







      Marlena von Makeup Geek erklärt in diesem Video (oder auch hier im Blogpost: *klick*) sehr schön die gängigsten Lidschatten-Auftragsarten... zum Nachlesen oder Nachschauen :)
      Da in allen Lidschattenpaletten hellere und dunklere Nuancen stecken, können auch alle der gezeigten Techniken mit jeder Palette umgesetzt werden: es zählt nämlich nicht, welche Farbe das AMU am Ende hat sondern nur, wie das Spiel von Licht und Schatten funktioniert. Probiert es aus!!




      Nach möglichen Kombinationen:


      Lidschatten können ja unterschiedlich miteinander kombiniert werden und das macht oft den Reiz des Endergebnisses aus: aber um mal ganz einfach anzufangen, kann man das Pferd auch von hinten aufzäumen und sich erstmal sagen "gleich und gleich gesellt sich gern".... und kreiert auch ein schönes Augen-Makeup! 😉

      • gleiche Untertöne (warm zu warm bzw. kalt zu kalt) miteinander kombinieren
      • gleiches Finish (ganz matt oder ganz schimmernd) miteinander kombinieren
      • gleiche Intensität (ganz hell oder ganz dunkel) miteinander kombinieren




      Meine Tipps:


      Finde den Star unter den Lidschatten deiner Palette:

      Der auch ohne alles (andere an Ergänzung) gut geht; bei mir z.B. aus der Urban Decay naked heat LUMBRE. Ich kann ihn auftragen, mir die Wimpern tuschen und bin fertig! Solch ein Wissen ist ein gutes Ruhekissen und hilft in den Momenten, wenn einem partout nix Innovatives einfallen will. 

      Nutze die Kraft des YouTube Tutorials!

      Niemand sollte die weite Welt des Internets (sträflichst!) vernachlässigen, wenn einem die Anleitungen in Videoform doch schon gratis dargeboten werden! Und zu Lidschattenpaletten finden sich meist noch und nöcher solcher Filmchen auf YouTube, die man selbst ohne Englischkenntnisse verfolgen kann #justdoit

      Eine neue Technik lernen (mindestens!)

      Es erscheint anfangs vielleicht etwas mühselig, aber es lohnt sich absolut, aus seinem eigenen, kleinen Schneckenhäuschen mit den gewohnten Schminktechniken herauszukommen.. ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und sagen, daß ich mich schon vor dem Beautybloggen gern und einfallsreich geschminkt habe, daß ich aber nun einfach viel mehr Techniken an der Hand habe, um meine variantenreichen Ideen auch mit Erfolg umzusetzen.. und ich muss zugeben, daß es heute keinen Tag mehr gibt, an dem ich mich vor Langeweile vorm Schminkspiegel krümmen würde. Es gibt so viel zu malen, auszuprobieren und zu entdecken! Und diese Begeisterung wird in mir immer wieder aufs Neue entzündet, einfach nur weil ich immer wieder Neues wage.




      Die Auswahl treffen


      Die finale Frage (am Morgen) bleibt ja dann aber immer "und für welche der Möglichkeiten entscheide ich mich nun?"
      Ich mache das immer nach Gefühl.. aber was sich sehr esoterisch anhört, kann doch noch recht gut allgemeinverständlich aufgedröselt werden *hehe*

      Es gibt nämlich immer noch andere Parameter, die unseren Look bestimmen, neben der Schminke: man kann

      • sich an der Kleidung orientieren (Farben)
      • sich am Stil orientieren (bin ich heute eher romantisch oder geschäftsmäßig drauf)
      • sich von Jahreszeiten inspirieren lassen (Frühling: rosig, Sommer: tropisch, Herbst: Kürbis-sig!, Winter: eisig)

      Meinem blauäugigen Modell steht silbriges Grau am allerbesten!!


      Und wer auch nach all diesen ganzen Vorschlägen immer noch keine zündende Idee hat, ja.. bei dem kann ich nur noch die Typfragen-Keule schwingen:
      • sich von der Augenfarbe inspirieren lassen → finde deine Farbkombination, die dir so richtig schmeichelt!! Das ist eine absolut lohnenswerte Aufgabe, weil sie einem nicht nur ein geht immer-Makeup beschert, sondern auch für wirklich strahlende Augen sorgt.. 

      und darum geht es doch eigentlich bei all dem ganzen Schminkkram, oder? Er sorgt am besten für ein

      Strahlen 
      in den Augen 



      Mittwoch, 15. November 2017

      10 Produkte - 1 Look: für (sehr) helle Haut

      The life... on my face



      Eine Palette, logo.... und zwar nicht nur eine, die aus mehreren Lidschatten besteht, sondern auch noch zusätzlich aus Rouge & Highlighter zusammengesetzt ist #cheating 😉




      Ich muss allerdings zugeben, daß ich zuerst mit meiner essence: eye & face palette in der Nuance 01 glow for it nicht so viel anzufangen wußte: ich hatte sie eben wegen des enthaltenen Highlighters und des Rouges gekauft, die wirklich sehr sehr schön sind.. aber die Lidschatten? Obwohl ich grünliche Augen habe, komme ich nämlich mit lila Nuancen nur schlecht zurecht. Klingt seltsam, ist aber so -.- 
      Also, Flieder ist kein Problem, und auch so ein dunkles Violett allein.. aber das irgendwie kombinieren? Mit was? Das fällt mir immer schwer!



      Insofern war ich SEHR froh als mir klar wurde, daß die Farbzusammenstellung der kleinen essence Palette perfekt zu einem Look von Christina passt, den ich schon immer mal nachschminken wollte, aber einfach nie die richtigen Lidschatten dafür da hatte..








      Für wen geeignet?

      • für sehr helle, eher kühle Hautuntertöne (mit hellem oder dunklem Haar)
      • für alle Augenfarben mit kühlem Unterton: Grau, Blau, Grünblau, Schwarzbraun 
      • für alle, die ein einfaches und schnell gemachtes Makeup mögen
      • für den Hallo, wach!-Effekt (kühle Töne + rosa)
      • für die kalte Jahreszeit oder den Frühling, da der Look insgesamt sehr eisig-frisch rüberkommt



      Vorher ⇉ nachher









      AUGEN




      Champagner aufs bewegliche Lid auftragen
      Lila und Grau aufs äußere Drittel des Lids auftragen



      Ich weiß gar nicht, was ich gegen lila Lidschatten habe: das ist nämlich ein Farbton, der allen Augenfarben stehen soll... und somit super-praktisch ist. Aber wirklich oft sehe ich ihn nicht, weder auf Blogs noch an Damen auf der Straße, was wohl daran liegt, daß die meisten auch solche Ursula-Assoziationen kriegen, wenn sie an LILA! denken... oder? --- O-DER??




      Hier aber wird der lila-liche Lidschatten nur im äußeren Augenwinkel aufgetragen; ich hab den Ton noch mit etwas mattem Grau ergänzt, so kann man das Augen-Make-Up genau so dunkel gestalten, wie man es gern hätte. 
      Auf die Art und Weise gefiel mir das Ganze am Ende dann auch wirklich gut: es war weder zu sehr Meerhexe noch zu unauffällig-dezent, sondern genau richtig für meinen Geschmack... und außerdem läßt diese Kombination meine grünlichen Augen halt so schön strahlen *.*





      TEINT





      Der Maybelline Concealer mit dem blöden Namen 😉 ist zwar nicht der hellste auf diesem Planeten, aber er vereint zwei Vorzüge in sich: einen rosastichigen Unterton (wichtig für kühle Hautuntertöne) und anständige Deckkraft, so daß ich ihn als Foundation-Ersatz zweckentfremden kann. Aber eben diese gute Deckkraft hat auch ihren Preis, nämlich eine recht trockene Konsistenz, d.h. er ist für meine sehr trockene Haut (besonders in der kalten Jahreszeit) nicht schmierig genug. Abhilfe schafft da die MAC: strobe cream, die seine Konsistenz nicht nur etwas reichhaltiger macht, sondern auch gleich noch seinen Farbton leicht aufhellt. 

      Bei Puder nutze ich gern eines, was einen Rosastich hat: das passt mir viel besser als gelbstichige Varianten. Auf Nummer Sicher geht man mit sehr heller Haut aber mit einem komplett transparenten, wie es sie von trend IT UP, essence & Co gibt :)

      Highlighter und auch Rouge aus der essence-Palette sind übrigens wirklich toll für richtig helle Haut: ein weiterer, heißer Tipp ist das Rival de Loop Young Mono Rouge 01 tender rose - das ist endlich mal ein Ton, bei dem selbst ich #Wassernymphe nicht vorsichtig sein muss beim Auftragen, da die Clownswangen-Gefahr quasi bei null liegt. Es braucht nur einen fest gebundenen Echthaarpinsel um ordentlich Farbe aufzunehmen und dann geht's los :)






      LIPPEN




      essence: lipliner 12 wish me a rose


      Christina hatte bei ihrem Look das intensiver getönte Rosa "cute pink" der essence lipliner gewählt, aber ich habe mich für die Nuance 12 "wish me a rose" entschieden: das ist ein eher warmer Ton, der meiner eigenen, sehr blassen Lippenfarbe recht nahe kommt. 

      Darüber habe ich dann einen meiner Langzeit-Favoriten von Kiko aufgetragen: die Ultra Glossy Stylo sind nicht nur schön angenehm-pflegend, sondern die Nuance 803 ist auch besonders gut für wirklich blasse Haut geeignet - meine hellblonde Freundin nennt diesen Lippenstift immer "mehr als nix drauf, aber weniger als viel Farbe.. was Zartes für jeden Tag!"


      Kiko: Ultra glossy stylo 803

      In Kombination mit dem rosa Lipliner wird der Farbton dann viel weniger durchscheinend, er sieht fast komplett deckend aus: ich mag übrigens die Kombination aus Lipliner + Lippenstift viel lieber, als Lipliner allein zu tragen. Für meine trockenen Lippen macht sich diese Mischung einfach besser.. und auch wenn der Kiko-Lippenstift natürlich keine Lippenpflege ersetzt, so geht er mit seiner Labello-artigen Konsistenz doch eindeutig in diese Richtung - perfekt jetzt für die kommenden, kalten Tage #winterlippe #ickhördirplatzen


      essence: lipliner 12 wish me a rose + Kiko: Ultra glossy stylo 803






      Alle verwendeten Produkte:





      Swatches von links nach rechts:

      1. champagnerfarbener Lidschatten aus der  essence: eye & face palette 01 glow for it 
      2. grauer Lidschatten aus der  essence: eye & face palette 01 glow for it 
      3. lila Lidschatten aus der  essence: eye & face palette 01 glow for it 
      4. Rouge aus der  essence: eye & face palette 01 glow for it 
      5. Highlighter aus der  essence: eye & face palette 01 glow for it 
      6. Lipliner von essence: lipliner 12 wish me a rose
      7. Lippenstift von Kiko: Ultra glossy stylo SPF 15 803 Pink flamingo


      ⏬



      Und wer nun noch mehr Inspiration für seinen bleichen Wasserleichennymphen-Teint sucht, mit dem teile ich sehr gern meine persönliche Makeup-Playlist auf YouTube ↓





      Aber ich freue mich auch sehr auf eure Tipps für uns Schneewittchen

      und Schneeweißchen




      Samstag, 4. November 2017

      How to use... 💁 BEAUTY STUFF

      The life... in my bathroom


      Ich kann euch sagen: seit ich FoxyLovez Video zu "BEAUTY PRODUKTEN, DIE ICH IMMER FALSCH VERWENDET HABE" gesehen hatte, wollte ich ein ganz ähnliches Filmchen machen.. über die korrekte Dosierungsempfehlung für Reinigungsöl, das Gesichtswasser kein Reinigungsmittel ist und wie Du und Dein Rougepinsel beste Freunde werden könnt. Denn nicht immer stimmt das, was hinten auf den Produkten draufsteht oder reicht aus, um sich nun tatsächlich darüber klar zu werden, wie etwas GANZ GENAU benutzt werden sollte, um so richtig gut zu funktionieren!

      Mir hat die Live-Demonstration meiner Sachen wirklich Spaß gemacht.. ich kam mir fast ein bißchen vor wie in der Hobbythek 😃




      Produkte in der Reihenfolge ihrer Nennung: 

      ♦ Reinigungsöl: Dosierungsempfehlung
      ♦ Reinigungsmilch + Wattepad = Abschminktuch DIY
      ♦ Gesichtswasser ≠ Reinigungsmittel
      ♦ Blendepinsel ≠ Werkzeug für den Lidschattenauftrag
      ♦ Makeup-Ei: nur ein nasses ist ein gutes Ei ;-)
      ♦ Rougepinsel: Arten und Formen
      ♦ schnelltrocknender Überlack: magic in a bottle

      Mehr Infos? 
      ♦ Tenside aka waschaktive Substanzen → bei Agata *klick*
      ♦ Saures Gesichtswasser zur Regulierung des ph-Werts → bei Agata *klick*
      ♦ Demonstration Ebelin professional Rougepinsel, auch gut für Bronzer → zum Video 

      👸 MAKEUP 👸 
      Siehe hier → Zoeva cocoa blend: Bronzed glow 

      💅 NAGELLACK 💅 
      ♦ essie: Spin the bottle




      Viele Grüße vom

      Erklär-Bär
      😉




      Samstag, 25. Februar 2017

      Schminke - und ihre zwei Seiten

      Schminktipps

      Ich habe zwei Gesichter; also nicht nur, weil ich vom Sternzeichen Zwilling bin und denen das immer nachgesagt wird, sondern auch, weil ich mich mal wieder - im Dienste der (Blog-)Sache - zweiseitig geschminkt habe!



      Denn: einfach nur rumnölen kann ja jeder, aber ich möchte natürlich auch zeigen, was ich gern anders gehabt hätte ... am L'Oréal Signature-Look 😉
      Und deswegen habe ich versucht, das Makeup, was mir im Atelier L'Oréal aufgetragen wurde, nochmal nachzuempfinden, allerdings nur auf einer Seite meines Gesichts. Die andere habe ich dann im Kontrast dazu genau so bepinselt, wie ICH die jeweilige Vorgabe rein intuitiv umgesetzt hätte: passend zu meinem Haut(unter)ton, meiner Augen- und Gesichtsform.




      Und damit alle was davon haben, habe ich die Ungereimtheiten, die mir dabei aufgefallen sind, Punkt für Punkt aufgearbeitet, so daß daraus eine neue Folge von The magic of makeup wird:


      Die zwei Seiten von Schminke:
      schmeichelhaft vs. unvorteilhaft 

      ❃


      Vorher: die nackte, sonnengecremte Wahrheit

      Ich habe




      TEINT





      selbstgeschminkt (links):
      • Foundation, passend zum Hauttyp (trocken) und zum Haut(unter)ton (hell und eher neutral-rosig) 
      • Concealer mit leichter Deckkraft → minimale Abdeckung, ohne die Haut auszutrocknen
      • transparentes Puder nur partienweise → Mattierung ausschließlich an den Stellen, die sonst wie 'verschwitzt' (Stirnmitte, neben den Nasenflügeln) aussehen würden oder die anschließend mit Puderrouge behandelt werden (Wangenbereich)
      → Ergebnis: Ausgleich des (unruhigen) Teints mit natürlich-leuchtendem Finish




      fremdbestimmt (rechts):
      • mattierende Foundation, zu gelb und zu dunkel → kann unschmeichhelhaft bröckelig und auch wie 'schmutzig' (durch den Gelbstich) wirken
      • Concealer mit mittlerer Deckkraft → gut Abdeckung, dafür läßt er die zarte Partie unter dem Auge aber auch trocken aussehen
      • Puder mit Deckkraft/Farbe, auf dem gesamten Gesicht und unter den Augen → trockene Wüstenhaut mit Spannungsgefühlen, auf denen sich schon nach kurzer Zeit Foundation und Puder unschön absetzen
      • (ebenso: Kontur-Puder und Bronzer auf Wangen und den Gesichtskonturen)
      → Ergebnis: sehr guter Ausgleich des (unruhigen) Teints zum Preis eines unnatürlich mattierten Finish'



      Ich habe wirklich versucht, das Grauen aus den (gefühlt) zentimeterdicken Schichten von Foundation und Puder nachzubauen.. aber einerseits hat sich meine fettige Sonnencreme ihren Speckglanz auch durch die mattierende Foundation hindurch erhalten und einen Glow produziert, der so ursprünglich nicht vorhanden gewesen ist - 
      und außerdem mußte ich feststellen: die Kamera liebt Puder! Ich war nicht imstande, die Spachtelmasse unterm Auge abzulichten, denn auf den Fotos war am Ende nur noch eins zu sehen.. perfekt geebnete, wie retuschierte Haut. Flächendeckend Puder aufzulegen kreiert in echt also eine bröckelige Wüstenlandschaft, auf digitalem Zelluloid aber einen Weichzeichnereffekt von Feinstem: und ich verstehe nun, warum in Blog-und Youtube-Kreisen alle so auf Puder abfahren.. das ist nämlich Photoshop aus der Dose!

      Unfassbar.. die Pixel ^.^

      Ich kann nur versichern: in echt war sie nicht so schmeichelhaft, die trockene Spachtelmasse auf meiner rechten Gesichtshälfte.. aber sehen könnt ihr das nun leider nicht. Ich zitiere deswegen gern meinen Freund zu diesem Phänomen:
      "Nichts ist so scharf wie die Realität."



      AUGEN




      selbstgeschminkt (links):
      • Kajal und Lidschatten in zum Hautunterton passenden, neutralen bis kühlen Nuancen (Grau, Braun mit Lila- oder Rosastich, Schneeweiß) mit leichtem Schimmer 

      fremdbestimmt (rechts):
      • Kajal und Lidschatten in warmen/gelbstichigen Beige- und Brauntönen sowie Gelbgold, matt und schimmernd  
      Kajal und Lidschatten in gelbstichigen Beige- und Brauntönen sowie Gelbgold

      Die Farbauswahl war für mich bestimmt mit das Schlimmste an dem ganzen Makeup-Unfall, da wie durch einen dummen Zufall genau die Farben gewählt wurden, die ich selbst immer meide: gelbgrundige Brauntöne lassen mein Augenweiß nämlich gleich mal mit gelb und mich somit müde wirken: dabei hat L'Oréal doch auch für den neutral-kühlen Typ ein paar Farben da!
      Kajal und Lidschatten in Grau, Braun mit Lilastich oder Rosastich und Schneeweiß

      Ich habe mich einfach für die kühleren Lidschatten aus der L'Oréal: La palette nude rose entschieden statt für die wärmeren aus der La palette nude beige - die lassen meinen Blick nämlich gleich wacher und mich somit insgesamt frischer aussehen: it's all in the magic of Unterton, baby 😉



      Auftrags-Technik:


      ❃fremdbestimmt❃

      Aber von der (unglücklichen) Farbauswahl mal abgesehen, habe ich auch einige der verwendeten Techniken nicht verstanden:



      • dunkler Lidschatten zu hoch - bis unter die Braue - verblendet → läßt den Bereich fast wie schmutzig aussehen
      • dunkler, dicker Lidstrich, innen genauso breit wie außen, auch am Unterlid → läßt das runde Auge noch runder wirken und zieht es optisch etwas nach unten (Triefauge, hallo) 
      • heller Schimmerlidschatter bis über die Lidfalte hinaus aufgetragen → soll den Bereich des beweglichen Lids größer und das Auge somit wacher erscheinen lassen

      • künstliche Lidfalte deutlich über der echten Lidfalte: anders kann ich mir diesen halb abgebrochen, deutlich sichtbaren Strich nicht erklären.. Oder sollte das eine Lidfalten-Schattierung sein? Dafür war die Linie viel zu hoch aufgetragen und nicht verblendet genug. Und für einen 'cut crease'-Look war es zu nüscht....also kann es nur eine falsche Lidfalte gewesen sein (was auch den zu hoch aufgetragenen Schimmerlidschatten erklärt) → erschafft bei einem Monolid/Schlupflid die Illusion von mehr Fläche auf dem beweglichen Lid, was ich bei meinem Standard Eye nicht für nötig halte. Es hätte gereicht, den Lidstrich weniger klobig zu machen, dann wäre auch mehr von meinem beweglichen Lid übriggeblieben ;-)
      • Mascara von oben, dann von unten tuschen → der sichere Weg zu Monowimper deluxe 😆 da bereits Tusche die Wimpern von oben ummantelt, bevor sie von unten durchgekämmt werden können: dann ist die erste Schicht aber schon leicht angetrocknet und verklebt so sehr leicht mit allen folgenden.. außerdem beschwert die Masse an Mascara die feinen Härchen zusätzlich noch von oben und drückt sie eher nach unten
      → Ergebnis: unschmeichelhaft bis stümperhaft?





      ❃selbstgeschminkt❃

      Ich bin ja überhaupt nicht der Kajal und Lidstrich-Fan.. aber wenn es sein muss, würde ich die Vorgabe 'dunkler Lidstrich/ Fokus auf dem Augen-Makeup' nach meinen Möglichkeiten eher so umsetzen:



      Ich bevorzuge für alle Kajalstrich-Augen-Makeups die Lidstrich-Schummel-Technik, heißt: zuerst den Kajalstrich ziehen und leicht verwischen, danach den Lidschatten direkt darüber auftragen (*klick*).. das läßt kleine Verwackler in der Linie untergehen, den Lidstrich weicher aussehen und macht außerdem einen easy smokey eye-Effekt, ganz ohne Aufwand #fürmichbittediefauleversion



      • helle Farben unter dem Brauenbogen → öffnet optisch den Blick und läßt das Auge wach (und die Haut sauber!) erscheinen
      • weich verwischte Lidstrichlinie → sorgt für einen rauchigen Look, in dem alle Farben ohne Kanten ineinander übergehen


      • helle Farben innen, dunkle Farben außen auftragen → vergrößert die Augen optisch und läßt sie weiter auseinanderstehen
      • sich nach außen verbreiternder Farbverlauf (Betonung des äußeren Augenwinkels) → verlängert das runde Auge optisch und nimmt ihm etwas von seiner Ausdehnung in die Breite (wirkt so mandelförmiger)
      • ungeschminkter, unterer Wimpernkranz → keine Betonung des runden Unterlids läßt das Auge mandelförmiger wirken


      • Wimpern nur von unten tuschen → biegt die Härchen im besten Falle sogar noch etwas nach oben
      • außerdem: tightlinen der äußeren, oberen Wasserlinie mit einem weichen Kajalstift → verdichtet optisch den Wimpernkranz ... klar mag ich das auch nicht unbedingt wahnsinnig, mir mit einem angespitzten Gegenstand von innen am Auge rumzumalen, aber wer A (Lidstrich) sagt, muss meist auch B (tightlinen) sagen; ich hätte ihn ja deswegen ganz weggelassen, den harten Lidstrich
      → Ergebnis: vorteilhafte Betonung der Augenform ohne sichtbare, harte Kanten





      WANGEN






      selbstgeschminkt (links):
      • Rouge in hellen, eher kühlen Farben → sorgt für Frische auf dem rosigen Hautunterton
      • schimmernder Highlighter → verleiht der trockenen Haut etwas Leuchten
      → Ergebnis: gesunder und jugendlich frischer Teint



      fremdbestimmt (rechts):
      • mattes Konturpuder → zu scharfe/dunkle Kanten im runden Gesicht sehen wie ein Fremdkörper aus und/oder können es optisch altern lassen
      • Bronzepuder in warmem Braun → zu warme Farben beißen sich mit dem eher kühlen Hautunterton 
      → Ergebnis: zu dunkel und leicht schmutzig erscheinender Teint läßt einen müde wirken




      Das ich gelbgrundige Brauntöne nicht mag, ist ja kein Geheimnis.. aber wenn die Maskenbildnerin wenigstens nicht nur aus der Braun-in-Braun-Farbpalette geschöpft (von Lidschatten über Kontur bis Lipgloss), sondern meinem Gesicht zumindest etwas Leben mit ein bißchen Frische aus dem Rougepott eingehaucht hätte, hätte ich das Endergebnis vermutlich weniger schlimm gefunden. So aber kann ich wieder nur konstatieren: Braun (auf den Wangen) macht ALT!







      LIPPEN & BRAUEN






      selbstgeschminkt (links):
      • helle Farbe unter dem Brauenbogen → öffnet optisch den Blick und läßt das Auge wach (und die Haut sauber!) erscheinen
      • getöntes Eyebrow-Gel in aschigem Dunkelbraun → für natürlich dunkel eingefärbte Brauenhärchen
      • rosa Funkellipgloss → Frische für blasse Blondinen
      → Ergebnis: aufgehübscht, aber nicht-angemalt 



      fremdbestimmt (rechts):
      • schimmernde Lippenfarbe in Braun → nicht ideal für den kühlen Hautunterton
      • mit Lippenkonturenstift (nicht auf dem Bild) umrandet→ übermalte Lippen wirken zwar größer, aber der Übergang von mattem Lipliner zu glänzendem Gloss kann sehr hart wirken
      • hellblonder Brauenstift → da ich weder sehr helle Brauen noch einen gelblichen (warmen) Hautunterton habe, werden alle Produkte, die nicht unglaublich aschig (kühl) sind, auf meiner Haut automatisch rot.. und rotblonde Brauen stehen, glaube ich, nur Mädchen mit rotblonden Haaren 
      → Ergebnis: gewollt, aber nicht gekonnt (Nutellaschnuten-Alarm!)








      ROSA vs. BRAUN




      So, was gefällt euch jetzt besser? Rosa all over oder der Instant-Aging Look?

      Mein Freund hat ja sofort sein Urteil abgegeben und gemeint "Nee, deine Seite! Du schminkst Dich gut, nicht mit so Altweiber-Farben!"😄
      ..ich glaube ja mittlerweile, daß die Visagistin bei mir gleich zu Anfang einfach ein paar Fehleinschätzungen getroffen hat: wahrscheinlich dachte sie angesichts meiner speckigen Sonnencreme, ich hätte fettige Haut und hat nur deswegen meinen Teint mattiert, mattiert und mattiert und nicht einen Krümel Highlighter an meine Haut gelassen.

      Dann hat sie vielleicht meine grünlichen Augen und goldigen Haare gesehen und beschloßen: der warmen Blondine MUSS einfach Braun stehen, das wird großartig werden!

      Und dann.. hat sie meine runde Augenform einfach übersehen? Hmm.. also dafür fällt mir jetzt wirklich keine Rechtfertigung mehr ein, warum ich ein Augen-Make-Up für schwere Augenlider bekommen habe (die dann aber keinesfalls einen fetten Lidstrich tragen sollten). Welche Frage mich auch noch lange umgetrieben hat war die nach diesem 'Dreck' unter der Braue, den sie durch dunklen, zu hoch verblendeten Lidschatten produziert hat. Nach einiger Recherche kam raus, daß 'dunkler Lidschatten im inneren Augenwinkel bis unter die Braue' engstehende Augen weiter auseinanderrücken und größer erscheinen läßt.. 😲
      Ich kannte das immer genau andersherum! 
      "Engstehende Augen korrigiert man mit hellem Lidschatten im inneren Augenwinkel und einem dunklen Lidschatten auf der äußeren Lidhälfte. Den dunklen Lidschatten kann man noch etwas über das Auge hinaus schattieren, um den Augenabstand optisch noch etwas zu vergrößern.
      Bei auseinander stehenden Augen verfährt man umgekehrt: die äußere Lidhälfte wird hell und der Augenwinkel dunkel schattiert. So rücken die Augen optisch zusammen."


      Okay, welche dieser widersprüchlichen Aussagen nun stimmt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.. aber mein Eindruck ist nach wie vor, daß ich dieses dunkel umrandete Auge mit seinen sichtbaren Kanten weder sehr hübsch noch sehr gut gemacht finde.. und ganz egal, was für einen Effekt diese künstliche Lidfalte erzielt, sie sah bei mir einfach nur deplatziert und wie ein Fremdkörper aus.
      Und der fette Lidstrich, der einfach so am Außenwinkel aufhörte, tja, den würde ich nie so tragen! WENN schon Lidstrich, dann so, bitte ↓


      Lidstrich





















      Mal was probieren?


      Aber gern! Der Kommentar von Mari 
      "(...) so schrecklich fand ich dein Aussehen jetzt gar nicht. Ich fand es total interessant, dich mal mit diesen anderen Farben zu sehen, zu denen du selbst nie gegriffen hättest, weil das irgendwie nen komplett anderen Typ aus dir macht... auf eine "andere" Art find ich es irgendwie hübsch. Auch wenn dich deine gewohnte rosé-champagner-kombi eindeutig mehr strahlen lässt. Aber wenn da mit dem Puder und Gloss und fehlendem Glow nicht so viel versaut wäre, dann könnten die Farben an sich vielleicht gar nicht mal schlecht aussehen. Teste doch mal zuhause (...)"
      hat mich auf die Suche geschickt... nach Looks, bei denen ich 'mal anders' aussehe: bitteschön :-D











      Klar trage ich nicht so oft Braun und Schwarz und warme Farben wie meine bevorzugten, helleren Looks: das ist aber weniger eine Geschmacksfrage oder ob ich einfach nur anti bin oder gegen den Strom schwimmen will, sondern viel mehr eine Typfrage. 
      Mein Hauptziel ist es nicht, um jeden Preis 'natürlich' oder 'zurückhaltend' geschminkt zu sein oder mich 'nix trauen zu wollen' (wobei 'dunkel' anscheinend mit 'mutig' gleichgesetzt wird), sondern ich möchte mich einfach typgerecht geschminkt fühlen, von den Formen, den Farben und den Texturen her: und deswegen gleich ich Braun z.Bsp. immer mit Rosa aus, so wie hier zu sehen *klick*. Ich hoffe, ihr seht mir das nach - in meiner Welt soll die Zauberkraft von Schminke für mich arbeiten und nicht gegen mich ♕


      Was sagt ihr nun
      zu meinem zweiten Gesicht?


      Formen:
      Die eigene Augenform bestimmen: how to apply makeup for your eye shape
      Tightlinen: Mach mehr aus deinem Wimpernkranz


      Farben:

      Was ist dein Hautunterton? Kalt-neutral-warm