Mittwoch, 8. April 2026

"Cosmos" is the opposite of chaos

 The life.. in front of my eyes


Warum strebe ich nach Ordnung, immer und immer mehr? 

Ganz einfach: weil ich immer noch das Gefühl habe, (in meinem Leben) etwas in Ordnung bringen zu müßen. Denn es ist in Unordnung. Es gibt immer noch etwas zu tun.


chaos spills everywhere


Ich habe schnell entdeckt, daß unser Leben wie ein Haus mit vielen Räumen ist, die, zwar voneinander abgetrennt, in ihrer Gesamtheit doch unsere Existenz in Gänze ausmachen und sich somit untereinander beeinflussen.


Wenn ihr euch dann vorstellt, wie auf jeder Zimmertür ein Name stünde, z.B. Mama - Papa - Geschwister oder aber auch Bezeichnungen wie Beziehungen - Gesundheit - Seele - Sicherheit und vieles mehr, und somit alle Bereiche, die ein Leben ausmachen, sich hinter diesen Türen befänden, dann gäbe es auch einen Raum in diesem Haus, auf dessen Schild Ordnung stände. 


Und bei mir herrschte nicht nur in diesem einen Zimmer Chaos: sondern auch in allen anderen.


Alles ist in Unordnung.



my pocket of possibilities

Doch dieser eine Raum, der sich ausschließlich mit der rein praktischen Ordnung beschäftigt, der steht mir zur Verfügung in dem Sinne, daß ich auf ihn Einfluss nehmen kann. Und zwar ganz allein. Den kann ich ordnen. Dort bin ich Alleinherrscher, fähig und imstande alles zu schaffen, was zu schaffen ist.

Grob gesagt versuche ich mich auf das zu konzentrieren, auf das ich überhaupt Einfluss habe.


Und das ist für mich immens wichtig: und auch der Grund, warum mich das Thema immer wieder umtreibt..  

weil eben alles in Unordnung ist. Und schon immer war.


Und dieser Bereich einer der wenigen ist, in denen ich für Ordnung sorgen kann. In denen ich Einfluss habe. In denen ich überhaupt etwas machen darf


.. und auch wenn alle anderen sicherlich wichtiger sind - und auch viel mehr unaufgelöste Müllhaufen enthalten - als der mit der plakativen Unordnung, so gibt es selbst dort noch genug zu tun. And this keeps me going!



a structured cosmos takes over the chaos


Ich bin in Chaos aufgewachsen; nicht nur im übertragenen, sondern auch im wörtlichen Sinne. Es wurde von anderen geschaffen, aber auch bei uns Kindern, die das nur nachmachten, dann so gelassen. Ich dachte deswegen immer, ICH sei eben so, einfach nur, weil ES immer so war.

Es ist beunruhigend für ein Kind, so heranzuwachsen. Außerdem herrschte immer Krieg, world war three since I was here.

Das Chaos und der Kampf gingen stets Hand in Hand; ich sehe heute ganz klar, daß Ordnung in ungeordneten Verhältnissen nicht nur keine Priorität hat, sondern schlicht unmöglich herzustellen, geschweige denn zu erhalten ist.

Und deswegen ist allein schon der Anblick von Ordnung für mich beruhigend, weil er ebenso für geordnete Verhältnisse steht.

Und eben genau deswegen kann ich mich fast unendlich an so etwas Banalem wie einer aufgeräumten Sockenschublade erfreuen; weil es eben auch gleichzeitig etwas so Harmloses ist, mit dem ich mich nun beschäftigen darf. So etwas geht nur in Friedenszeiten.

Und meine aufgeräumte Schlüppi-Schütte ist für mich der handfeste Beweis, daß ICH für MICH für Frieden sorgen kann

und für eine Ruhezone inmitten des Krieges, den ich nicht mal begonnen habe.



The Magician - Use your skills to initiate change