Mittwoch, 30. September 2020

DER Sommer-(Fuß-)Nagellack | BEST OF ☀



...denn DER Nagellack eines Sommers heißt für mich immer: auf den Zehennägeln. An den Fingerspitzen bzw auf den Händen wechselt das bei mir oft und stark nach Lust und Laune, aber auf den Fußnägeln hält der Nagellack ja so gut, daß ich ihn fast rauswachsen lassen könnte (natürlich noch NIE passiert *hust), so daß ich am Ende dann meist doch einem ganz speziellen Farbton treu bleibe - zumindest eine wunderschöne Saison lang ♥




Früher hatte ich dafür sogar extra FUßNAGELLACK"Wie jetzt, dafür gibt es spezielle Produkte?" Ich: "Oh ja!" - von essence aus der Sparte Show your feet, was eine

"speziell für Fußnägel entwickelte extra langanhaltende und extra deckende Formulierung (ist)  – mit nur einem Pinselstrich!" Quelle: essence.eu

Von denen besaß und benutzte ich mehrere Sommer hintereinander genau zwei Lacke, bis ich dazu überging, meinem Korallrosa und dem schillernden Dunkelblau untreu zu werden und es mit anderen Farben zu machen..



... dabei hat mich besonders der dunkelblaue essence-Lack immer an die schillernden Fischschwanzschuppen einer Meerjungfrau erinnert, was bedeutet: im Zweifelsfalle würde ich diesen langgedienten Kandidaten wieder herausholen; seine Farbe prädestiniert ihn geradezu dafür, mit in den Strandurlaub genommen zu werden. 

2013 gab es noch einen ganzen "Sommer in Lackfarben": aber seit 2015 dokumentiere ich gesondert den Lieblingslack jeder Saison.




2015

Nägel in Knallfarben





Der Urlaub sollte Erdbeermilchshake-Rosa (Manhattan: 004 After work partyund Korallpink (Maybelline: Super Stay Gel Nail colour 170 Flamingo Pink/Flamand rose  auf den Fingern werden; dazu gab es meeresblaue Zehennägel 🐬





2016

DER Sommer-Nagellack



L'ORÉAL PARIS: Le Vernis Flamingo Pink 826 - den habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und Achtung; das ist mal eine Farbe, die ich echt noch nicht hatte. Der Name täuscht, denn in Wirklichkeit müßte die Nuance feurige Orange heißen - und so ich trage ich seit Sommeranfang durchgehend orangerote Zehennägel, die nicht besser zu gebräunten Füßen passen könnten!


Füße rechts, nicht links ;-)





2017

Korall, Meergrün und goldiger Sand




manhattan nail polish after work party


Hier gut zu sehen: der Grund, warum ich von diesem Lack gleich zwei besitze... Dieses besonders missratene Teil der Gattung 'sollte mal ein Pinsel werden, wurde aber nur ein borstiger Handfeger' kommt aus den Fertigungsstätten von manhattan, jawohl! Und nein, ich habe mir damit noch kein Auge ausgestochen.. da war aber auch viel Glück dabei! *höhö*

Seit diesem Sommer habe ich aber auch einen Nagellack, der mit seinem sandbraunen Glitzer eher an verlorene Unterwasserschätze denken läßt.. 

essie to have and to gold 


und der ein echter Anwärter auf den Posten 'DER Fußnagellack des Sommers 2017' werden könnte. Sonst trage ich dort nämlich eigentlich im Zweifelsfalle stets meinen langgedienten, dunkelblauen essence-Lack. Aktuell schmachte ich aber auch noch einen Kiko-Lack (343 Spring green, am Wochenende im Schwimmbad gesehen!) an.. mal sehen, ob ich den noch bekomme!






2018

Neon, baby!


Absolut richtig gelegen habe ich mit meiner großen Nagellack-Auswahl, da ich mir tatsächlich mehrmals Fuß- und Fingernägel umlackiert habe: bei den Zehennägeln hat der Mitarbeiter immer kräftig mitgearbeitet, bei den Fingernägeln habe ich tatsächlich selbst Hand angelegt und mich so richtig ausgetobt... das ist auch sinnvoll, denn bei täglichem Badengehen in Meer und Pool platzt Nagellack einfach schneller ab - nicht nur an den Fingern, sondern tatsächlich auch an den Füßen! Und deswegen kann ich für einen mehrwöchigen Urlaub auch gut und gerne zehn verschiedene Fläschchen rechtfertigen =)


Meine Nagellack-Auswahl

Mein absoluter Favorit waren dieses Jahr Neonfarben für die Zehennägel: und unter denen tatsächlich ein Nagellack  von China Glaze, den ich früher mal verschmäht hatte.. und dann hieß der auch noch absolut stilecht Flip Flop FantasyEr hat nämlich perfekt zu meinen gelb-orangen Flip Flops gepasst UND einen super Kontrast zum fast schon türkisblauen Meer gebildet! So habe ich immer ganz verliebt meine eigenen Zehen aus dem Wasser rausgestreckt, um sie gegen den azurblauen Himmel zu halten..


essie blanc

China Glaze Flip Flop Fantasy

Neonfarben zu Neonfarben: China Glaze Pool Party 









2019

Neon 2.0


Dieses Neonpink mit leichtem Korallstich ist für mich die Nagellackfarbe meines Sommers 2019..
nonstop getragen. Passt zu allem: Flipflops. Sandstrand. Meer und Pool. Einfach immer.



Rival de loop Moroccan Spa LE Nail colour 07 

















2020

Spätzünder-Koralle




essie throw in the towel







Das Jahr ging ja sommertechnisch für uns erst spät los: aber im letzten Strandurlaub des Jahres habe ich es dann Ende September endlich mal geschafft, mir was Buntes auf die Zehennägel zu malen. Hat auch gleich die Laune angehoben! Nächstes Jahr wieder... oder, nee: ich sollte endlich mal ein schönes Türkis zum Fußnagellack eines Sommers machen. Vielleicht ja mit meinem ehemaligen aller-liebsten Lieblingsnagellack  🌊



Sonntag, 30. Juni 2019

#nobuy: UPDATE | 02/19

The life... inside my shopping-bag


Oder auch: was ich alles DOCH gekauft habe in den letzten Wochen!

Ganz so schlimm wie bei der einen YouTuberin, die Anfang 2019 ein #lowbuy angefangen hatte, um dann im Mai daraus einen 1000€ High End makeup-haul zu machen, ist es noch nicht mit mir gekommen: aber wir haben in den letzten Wochen ziemlich viel Geld für Sonnencreme ausgegeben (was heißt, daß ich gefühlt für die nächsten 24 Monaten ausgesorgt habe, was diese Produktkategorie angeht) und ich habe auch in den anderen Bereichen, in denen ich eigentlich KEINERLEI Bedarf an mehr und noch mehr habe, ein bißchen zugeschlagen.... wer noch nie ge-shoppt hat, der werfe den ersten Wattebausch! 😅




Auf die Nachfrage in einem Kommentar unter meinem ILLEGAL UND GANZ NEU #NEWIN | TOPS & FLOPS Video, ob und wie es denn mit mir und dem #nobuy weitergeht, kann ich nur sagen: wir werden sehen. Vor allem werden wir mal weitersehen, je mehr es Sommer wird und die Zeit, in der ich mich naturgemäß nicht so sehr für all das Ganze interessiere. 
Ich sehe das ganze Kaufstopp-Projekt mittlerweile eher als sehr lang - d.h. 'für immer' - angelegt an, was bedeutet, das ich mich nach und nach umgewöhnen und an neue Verhaltensweisen insgesamt gewöhnen will. Bei den Produkt-Kategorien im Badezimmer klappt das schon ganz gut, ich habe in letzter Zeit nur Sachen nachgekauft, die alle waren und bin sonst nur bei einer Shampoo+Spülung-Kombi schwach geworden, die ich eigentlich nicht 'gebraucht' hätte. Sonst aber habe ich seit Januar z.B. nichts mehr aus dem ganzen Haarpflege-Bereich neu gekauft, nur weil es mich interessiert hätte, sondern nur, wenn was alle war und benötigt wurde. Das ist für mich schon eine große Erleichterung, auch, was die Platzfrage angeht, denn mehr als 9 Flaschen Spülung können wir irgendwann auch nicht mehr beherbergen 😉 Das #nobuy Konzept wird im Moment also zum 'mach es leer, Baby!'-Projekt 2.0..

Was Schminke und all die bunten Sachen angeht, bin ich weniger streng mit mir, weil es nix nutzt, mich selbst zu frusten. ICH entscheide ja, was für mich okay ist und was nicht: ich möchte aber langfristig weniger von allem kaufen und lieber erstmal drüber nachdenken und mich auf das konzentrieren, was mir gut gefällt, steht und somit Freude macht. Aber stressen werde ich mich nicht mit dem Verzicht.

Bei dem ganzen anderen Kram wie Haar- und Körperpflege stört mich der Verzicht wie gesagt nicht so sehr, deswegen versuche ich das in dem Bereich weiterhin durchzuziehen, so ist der Plan. Bei allem anderen.. wir werden sehen 😊


#NEW IN



Neu bzw. nachgekauft:

  1. sebamed everyday Shampoo (obwohl da noch eine Flasche war.. ich hab es nur nicht gesehen)
  2. sebamed Trockene Haut Handcreme Urea Akut 5% (in der parfümierten Version ein stinkender Graus! Wurde jetzt zur Fußcreme degradiert)
  3. Sonnencreme fürs Gesicht aus der Drogerie (SUNDANCE Sonnenfluid Sensitiv LSF 50
  4. Sonnenschutz fürs Gesicht aus der Apotheke (von Avene/ Uriage/ dermedic) und für den Körper neue von dm ohne Octocrylene (SUNDANCE Kids Sensitiv Sonnenmilch LSF 50+)
  5. Backups vom Catrice Duo Strobing Highlighter (Contourious LE) als perfekten Puder-Ersatz für meine trockene Haut


Schwach geworden:

  1. nju refresh peach Shampoo + Spülung & After Sun spray: ich stehe einfach zurzeit total auf Pfirsich, deswegen ↷
  2. auch die bebe Pfirsich & Joghurt Smoothie Body Lotion (und hoffentlich bald auch noch die passende Cremedusche!!)
  3. Maybelline New York Instant Anti-Age Concealer in 03 fair, weil ich den von der Konsistenz her besser in Erinnerung hatte als den in der helleren Farbe 00 ivory - und ja, ist nach wie vor so!
  4. Makeup wie xlaeta (merke: Julias dm hauls nicht mehr anschauen 😅): trend IT UP natural radiant highlighter 010, essence Nagellack shine last & go 04, trend IT UP high shine lipstick 220, beetique lipgloss reflection 050 moonlight, etc.


Generell kann ich schlecht nein sagen, wenn mir Julia alias xlaeta was vor die Nase hält: Julia macht mir nämlich einfach generell gute Laune und das ziemlich zuverlässig! Wenn ich mir ihren Instagram-Account ansehe, dann ist sie tatsächlich die einzige, bei der das Prädikat

LIFESTYLE | INSPO
♡ Julia Fröhlich 

für mich zutrifft (von allen Accounts, denen ich folge). Wenn ich sie sehe auf ihren Bildern, mit ihren blonden Haaren, dann bekomme ich auch Lust aufzustehen und mir die Haare mit einem nach Pfirsich duftenden Shampoo zu waschen und einfach frisch und fröhlich und positiv durch den Tag zu gehen!




Generell steht aber - trotz aller schwachen Momente - insgesamt mehr auf der OUT-Seite als auf der IN-Seite: speziell im Bereich der Haarpflege habe ich das Gefühl, dass ich fast nach jedem 'Waschgang' *lol* eine leere Verpackung rüber in die "aufgebraucht!"-Kiste trage. Anscheinend war ich umgeben von halb bis dreiviertel-leeren Verpackungen, die ich jetzt nach und nach - wie eine Maschine! - platt mache. Und außer der Pfirsich-Reihe habe ich in dem Bereich auch wirklich seit Anfang des Jahres nichts Neues mehr gekauft, was ich nicht explizit gebraucht hätte. Ich werde also hoffentlich irgendwann mal an dem Punkt ankommen, an dem ich nur noch die Haarpflege besitze (respektive benutze), die mir wirklich gut gefällt. 
Vielleicht sollte ich erst am Ende des Jahres das "knallhart aufgebraucht!"-Video über Haarpflegeprodukte drehen und dann - über dem großen Müllberg meditierend - entscheiden, was ich davon für mich langfristig nachkaufen will.

Aber jetzt, JETZT denke ich an nichts mehr von alledem..

jetzt ist erstmal
SOMMER  🐠🌴🐚



Freitag, 31. Mai 2019

Beautyblogger Bullsh*t-Bingo 

The life... in front of my eyes


Ich bin eigentlich sehr ehrlich, aber eben auch verschlossen 

"  I never want the world to know everything about me. I never even wanted one single person to really know me. I never was this kind of girl that bares it all.   "

Ich bin von mir aus tiefgründig und gründele immer auf dem Grund der Dinge herum, beschäftige mich aber auch gern mit den schönen Dingen, den grundsätzlich belanglosen Nichtigkeiten, die einen sich dann ganz leicht fühlen lassen. Mit denen man gut an die Oberfläche treiben kann, ans Licht... Und  doch frage ich mich immer wieder, viel zu oft eigentlich, wie die anderen Mädels es schaffen, die dauerhafte Oberflächlichkeit dieser Tätigkeit auszuhalten, ohne zu schreien. 

Mit die schlimmste Zeit, die ich beim Bloggen hatte, war 2015 während meines Vollzeit-Praktikums bei einer Berufs-Bloggerin - was übrigens nur deswegen als Praktikum deklariert war, damit der Vollzeitjob, der es tatsächlich war, so mies bezahlt werden konnte. Denn ich habe in dieser Zeit mindestens 8 Stunden am Tag gearbeitet, aber überhaupt nichts gelernt dabei... außer, dass das Internet 2.0 für den Mensch dahinter die Hölle sein kann. 

Und wenn ich meinem jüngeren Ich das Projekt Blog vorgestellt hätte, dann hätte es wohl gesagt: "Klingt irgendwie cool und abgespaced, aber auch irgendwie nach Quatsch." Und bei 'Beautyblog' hätte es gesagt: "..okay, aber dann nur sehr begrenzt, oder?" 

Irgendwann war das Ganze hier kein Mitmach-Ding mehr, irgendwann vor zwei, drei Jahren hatten so viele andere aufgehört, dass meine Stellung in dem ganzem, ausgedünnten Bloguniversum vor allem dazu verkam, den Zuschauer zu bespaßen. Den reinen Konsumenten. Was ich nie wollte, Dienstleister sein. Und genau das hat es aber aus mir gemacht.. zumindest gefühlt. 

Wie hat Schatz es gesagt? 
Ich will ein schönes Projekt haben, bei dem die Leute sagen "oh, ist ja schön!", aber bei dem sie mir nicht reinreden. Weil, es ist ja MEIN Projekt! 





Den anderen erlauben, sich einzumischen, ohne dass sie tatsächlich mitgemischt hätten, hat dazu geführt, dass ich mich verbogen gefühlt habe ohne mich verbogen zu haben

Denn zuallererst ist das hier eine Reflexion über mich selbst, ein Gespräch mit meinen eigenen Gedanken. Kein ausgearbeiteter Vortrag zugunsten anderer und deren Wissenserweiterung. I don't serve. Ich bediene euch nicht: ich bediene hier nichts und niemanden. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe. Den Weg nach innen eröffnen, das wollte ich. Für mich, vor allem.. Aber für den Bereich gibt es definitiv keine Kommentarspalte. 

Ich will endlich wieder ich selbst sein. Oder mich so fühlen. Ich will wieder Zeit haben, Dinge an mir selbst zu sehen und zu bemerken und zu erleben, statt sie nur zu fotografieren und dabei doch wie blind für sie zu sein.. wie abgetrennt von mir und meinem Er-Leben, wie gefühllos. Ich will endlich wieder nur mein eigenes Ding machen. Und mir keine dummen, aber bestimmt nett gemeinten Kommentare und Bemerkungen oder RatSCHLÄGE(!) dazu anhören müssen, die ich dann auch noch, möglichst freundlich, moderieren sollte. Ich bin nicht jedermanns Sozialarbeiter. Und auch nicht PR-Agent oder Customer Service. Oder Produktauskunft (welches Gloss trägst Du?) Und ich bin schon gar nicht jedermanns Freundin. Denn echte Freunde würden nicht nur nehmen und kaum bis nichts zurückgeben. Und die würden das hier auch nicht lapidar als "dein Hobby" bezeichnen und mich z.B. nach Monaten des Kampfes mit der DSGVO zurück empfangen mit Belanglosigkeiten wie "da ist sie wieder"
Ich glaube, sechs Jahre sich missverstanden fühlen reichen.

Es gibt einen Grund, warum Kunst und Erzeugnisse der Medienlandschaft ursprünglich und noch bis vor kurzem nicht für jedermann offen zu 'bekommentieren' waren.. denn die Kunst-Schaffenden hätten sonst keinen Bock mehr. Und sie könnten in dem ganzen Stimmenwirrwar auch gar nicht mehr ihre eigene Stimme hören. Die ist aber für jemanden, der ja hauptsächlich Inspiration aus sich selbst ziehen soll, immens wichtig. Sie ist der einzige Kompass. Und mit das höchste Gut, die kreative Quelle. Und der einzige Antrieb. Wenn diese Flamme totgequatscht oder ausgelöscht wird im Sturm des Kommentarflut- und Bewertungsblödsinns online, ist niemand mehr da, der etwas erschaffen könnte. Aus dem Nichts. Denn dafür braucht es eben auch das NICHTS. Die Stille, die Ruhe. Die innere Abgeschiedenheit. In Sicherheit. 






Wenn ich auf all das zurückblicke, auf alle den Sche*ß, den ich mir da angetan habe in den letzten Jahren, und mich selbst frage: "Warum, WA-RUM hast du das nochmal gemacht?", kann ich nur aufhören, mir an den Kopf zu fassen indem ich mich daran erinnere, was denn auch GUT an dem Ganzen war...
denn natürlich gab es auch Gutes an der ganzen Sache oder Dinge, die für mich dabei hinten herausgekommen sind: z.Bsp. die schon oft gepriesenen, mannigfaltigen Segnungen des großen Hautpflegewissens, welches ich ohne das Bloggen nie erworben und mit meinen Hautproblemen heute allein dastehen (und wohl auch unbeholfen an ihnen rumdoktern) würde. Oder aber, daß es für jemanden wie mich, der kreativ veranlagt ist, ein tolles Gefühl ist, durch das fürs Beautybloggen typische Learning by doing (und jahrelanges Üben) u.a. ein aufwendiges AMU schminken zu können, was am Ende auch wirklich gut aussieht und nicht nur nach 'gut gemeint.' 

Und WIE habe ich es geliebt, im Sommer auf dem Balkon mit meinem Laptop zu sitzen und dort meine sommerlichen Blogposts zu gestalten, meine Themenwochen und Sommer-Looks und und und.. inspiriert von dem, was mich umgab und was ich lebte. Heute blogge ich nicht mehr auf dem Balkon, weil ich im Sommer pausiere, statt durchzuarbeiten. Weil im Hochsommer lesertechnisch Saure Gurken-Zeit ist und ich online dann noch weniger Gesellschaft bei dem habe, was ich da tue. Und es niemanden mehr gibt, der sich mit mir zusammen begeistern könnte für das, was ich mir ausdenke und erarbeite und produziere. 

Grundsätzlich habe ich von meinem Standpunkt aus aber mehr mit der Welt geteilt als sie mit mir: ich habe ihr mehr gegeben als ich zurückbekommen oder aus dem Ganzen mitgenommen habe.. Und das war okay so. Ich finde es nicht falsch oder bereue es, im Gegenteil, ich finde es gut. Ich finde es gut, etwas geben zu können, wenn ich es kann, unabhängig davon, was ich daraus mitnehme.






Am Anfang, in diesem gefühlten Vakuum, war die Sicherheit. In der Abgeschiedenheit. Selbstvergessen, in mich versunken.
Ich vermisse die absolute Ruhe, den süßen Klang der Stille. Den stillen, leeren Raum, in dem mich niemand kannte. Und in dem niemand war außer mir. Es war singen auf einer leeren Bühne, vor einem leeren Haus. Dann bin ich immer am besten. Dann bin ich ICH. 

Und so sitze ich wieder eingekuschelt auf meinem Bett mit dem Laptop auf meinen Knien, nur ist diesmal nicht Winter, sondern Frühsommer. Draußen singen die Vögel - und ich bin in Sicherheit. Ich fühle mich sicher; abgeschottet... ab jetzt werde ich wieder nur mit mir selbst reden. 



Montag, 27. Mai 2019

Spargel-Nudeln

The life... in my kitchen


Ich esse gern Spargel, schon seit ich ein kleines Kind war: klassisch gekocht oder knackig gebraten, lauwarm im Salat... aber mein aktuelles Leibgericht (neben Erdbeer-Rhabarber-Hefekuchen vom Blech!) habe ich wirklich erst in dieser Spargelsaison für mich entdeckt: und zwar 




mit grünem Spargel, den ich vorher noch kein einziges Mal gekostet hatte! Dann aber habe ich in einer Insta-Story von Sara Isabel ihre ganz einfachen Spargelnudeln gesehen, habe sie einmal nachgemacht und seitdem im Mai wenig anderes gegessen 😋

Das Gute an grünem Spargel: er muss nur im unteren Drittel geschält werden. Das Schlechte: er kommt bei uns zwar mittlerweile aus der eigenen Region (auch in den Supermarkt), wird dort aber immer 'untenrum' verpackt verkauft.. ihr müßt also diese Papierummantelung einmal anheben und an ihm riechen. Nicht nur kucken! Ich habe schon öfter erlebt, daß eine vergammelte Stange dabei war, die ÜBELST gemüffelt hat.. wie fischig-abgelaufene Champignons. UAAAAHH! 

Generell hält sich Spargel ja eh nicht so lang: wir machen den also meist noch am selben Tag und dafür schneiden wir die gewaschenen und geputzen Stangen eines Bunds grünen Spargels in große Stücke und



braten sie in Rapsöl an (so in etwa 3-4 min, bis sie leicht braun sind). 
In der Zwischenzeit werden 2 Zucchini gewaschen und klein geschnitten, eine Handvoll Kirschtomaten gewaschen und halbiert und eine Packung Vollkorn-Spaghetti gekocht. 

Die Zucchini (der Mitarbeiter liebt Möhren, deswegen haut er auch noch zwei Möhren ran) werden zum Spargel gegeben und alles dann mit 300ml Wasser und zwei TL Gemüsebrühe angegossen. Deckel drauf und wenige Minuten köcheln lassen. Ich teste immer, ob mir der Spargel weich genug ist, lasse generell aber alles solange auf dem Herd, bis eben die Nudeln bissfest sind.




Zum Abschluss gießen wir noch zwei Packungen Sojasahne drüber (es geht auch alles andere aus der Kategorie: Schlagsahne, Sahneersatz à la Rama Crèmefine, Hafersahne....) und lassen das Ganze noch etwa 5 min bei offenem Deckel einkochen, damit die Soße etwas sämiger wird. Zu guter Letzt schalte ich den Herd aus, werfe die halbierten Tomätchen rein und rühre alles einmal um.




Über die Nudeln geben und servieren! Et voilà!

Wir haben übrigens festgestellt, daß die Kombination aus alpro Cuisine Soya und Gemüsebrühe tatsächlich unglaublich lecker schmeckt, genau wie Sara Isabel gesagt hatte: es ist ihre Variante einer veganen Sahnesoße und ich kann das nur so unterschreiben. Wir sind ja keine Veganer, aber das essen wir tatsächlich absichtlich immer genau so wie von ihr vorgeschlagen, weil es uns so am besten schmeckt. 




  • Mengenangaben:

Die Soßenmenge reicht genau für 500g Nudeln; für zwei Personen (250g Nudeln) und zwei Portionen  Soße halbiere ich dann die Sojasahne, nehme nur eine Zucchini und 150ml Wasser (plus 1 TL Gemüsebrühe), aber trotzdem eine Packung grünen Spargel. Der ist hier das Beste daran, dann bleibt mehr für miiiich!


  • Variationen:

Übrigens war das Originalrezept von Sara Isabel ohne Kirschtomaten, es schmeckt auch allein in der Kombination aus grüner Zucchini und grünem Spargel gut.
Die Kirschtomaten hatte sie nämlich bei einer anderen Variante dazugegeben, als sie das Gemüse ohne Sojasahne briet, dafür am Ende aber eine Packung Feta oben drüberkrümelte, der dann schmolz und so für das cremige Element sorgte. Schmeckt auch gut!


🍴


Und auch wenn ich kein Food-Fotograf mehr werde (gekochtes Essen in Nahaufnahme ist oft eher ääähh als mhhhhhh!), so kann ich euch versichern: das hier ist (noch)

leckerer
als es aussieht