Sonntag, 18. Oktober 2026

Not gonna sit in silence

 We have the chance to turn the pages over

We can write what we wanna writeWe gotta make ends meet, before we get much olderWe're all someone's daughterWe're all someone's sonHow long can we look at each otherDown the barrel of a gun?
You're the voice, try and understand itMake a noise and make it clearOh, whoaWe're not gonna sit in silenceWe're not gonna live with fearOh, whoa
This time, we know we all can stand togetherWith the power to be powerfulBelieving we can make it betterOoh, we're all someone's daughterWe're all someone's sonHow long can we look at each otherDown the barrel of a gun?
You're the voice, try and understand itMake a noise and make it clearOh, whoaWe're not gonna sit in silenceWe're not gonna live with fearOh, whoa
Ooh, we're all someone's daughterWe're all someone's sonHow long can we look at each otherDown the barrel of a gun?
You're the voice, try and understand itMake the noise and make it clearOh, whoaWe're not gonna sit in silenceWe're not gonna live with fearOh, whoa
You're the voice, try and understand itMake a noise and make it clearOh, whoaWe're not gonna sit in silenceWe're not gonna live with fearOh, whoa
You're the voice, try and understand itMake a noise and make it clearOh, whoaWe're not gonna sit in silence (we're not gonna sit in silence)We're not gonna live with fear (we're not gonna live with fear)Oh, whoa
You're the voice, try and understand itMake a noise and make it clearOh, whoaWe're not gonna sit in silenceWe're not gonna live with fearOh, whoa

https://youtu.be/6m2m_9Uijso?si=mm5R4cK6gZSfud7o

Das Hoffnungs(los)-Makeup

The life... inside my soul


Eigentlich geht es nur um Schminke - und doch um so viel mehr. Denn ich habe in den letzten Tagen wohl final eingesehen, dass meine lang anvisierte Einsatzmöglichkeit für dieses Makeup nicht mehr kommen wird – im Klartext: diese kleine Auswahl in zwei Farb-Varianten (same same, but different) war mal für ein Video fest eingekauft und fest eingeplant worden, von dem ich jetzt aber ziemlich sicher bin, dass es so nicht mehr zustande kommen wird. Es sollte nämlich ein Format mit meiner Schwester sein, aber genau das, also diese Zusammenarbeit im einander freundschaftlich-verbundenen Rahmen, liegt eher im Rahmen einer Unmöglichkeit, wie ich jetzt begreifen muss ... Ich bin ja immer diejenige, die denkt, sie kann alles möglich machen. Aber ich kann nicht ganz alleine Tote zum Leben erwecken; dafür müsste man zusammenarbeiten. 



Für mich ist das wie eine Zeitenwende oder eher: die Wende eines riesigen Tankers, der nicht nur stoppt, sondern eine totale Kehrtwende macht. All das liegt für mich im Aufgeben, dass es doch noch zu dem kommen wird, was ich mir wünschte. Und zwar nicht nur, weil ich es für unrealistisch halte, dass es noch passieren wird. Sondern weil ich die Prämisse dafür - das sie sich hier mit mir schminken darf, so mir nichts, dir nichts - nicht mehr teile.

Ich habe immer davon geträumt, sie hierher einzuladen; dabei sollte ich sie gar nicht einladen. Und zwar nicht, weil ich nichts für sie bin, sondern weil sie nichts für mich ist. Und deswegen hat das auch nie geklappt, denke ich heute... Aber bis ich an diesen Wendepunkt kam, lag erstmal ein langer Bremsweg vor mir. 


für mich


Deswegen habe ich mir wohl im Laufe der letzten Jahre zuerst die für mich ausgewählte Lidschattenpalette, dann das Rouge und letztendlich im letzten Schminkitalk auch noch den Lippenstift aufs Gesicht gehauen, ganz ohne meine Counterpart, also all das, was ich hier - still ergeben - vollständig ungenutzt und auch unnötig lange habe herumliegen lassen. Und mir dämmert bei dieser oberflächlichen Begebenheit eine tiefere Erkenntnis: Wenn jemand was mit mir machen will, dann lässt der mich das von sich aus wissen und nicht immer nur warten; dann weiß ich das von allein, was er will und dass er will, weil er mich das eben auch wissen lassen will. 

Manche Dinge werden unausgeglichen, weil ich meine Erwartungen zuerst so weit abgesenkt hatte, dass ich dadurch dann Dinge toleriert habe, die ich früher niemals hätte durchgehen lassen oder für mich akzeptiert hätte. Ich hatte quasi keine Ansprüche, Erwartungen, Maßstäbe mehr. Und genau dadurch kann ein Ungleichgewicht erst entstehen und sich dann verstärken. Nicht unbedingt, weil der andere immer mehr verlangt, sondern weil man selbst immer weniger voraussetzt.


für sie


Irgendwann freute ich mich schon darüber, dass sie überhaupt Interesse äußerte, obwohl ich früher ganz selbstverständlich erwartet hätte, dass sie ihr Interesse auch in Handlungen umsetzt. Ich habe irgendwann wie zwangsweise akzeptiert, dass ein wichtiges Gesprächsangebot unbeantwortet bleibt, obwohl ich früher gesagt hätte: "So möchte ich nicht behandelt werden." Das eigentlich Bemerkenswerte daran ist, daß ich das innerlich auch immer noch dachte: aber ich habe nach und nach aufgehört, diese Haltung auch gegenüber meiner Schwester einzunehmen, weil ich wusste - "wenn ich mich darauf verlasse, dann BIN ich verlassen." Und indem ich meine Erwartungen immer weiter abgesenkt habe, konnten wir möglicherweise trotzdem über lange Zeit in diesem ungleichen Verhältnis bleiben. Weil meine Anpassung dazu beigetragen haben könnte, dass die bestehende Dynamik nicht früher an ihre Grenzen gestoßen ist.

Aber genau diesen Maßstab möchte ich nicht mehr akzeptieren. Denn wir haben uns ja mal gut verstanden. Und gerade deswegen, weil es mal anders war, möchte ich mich heute nicht mehr nur daran halten müßen, was sie vielleicht innerlich will, aber nicht danach handelt. Eine gute Beziehung zu wollen, aber das nicht zu leben, klingt für mich wie eine erneute Absenkung des Maßstabs: wenn schon der Wunsch etwas zählen soll, obwohl die dazugehörige Verantwortung nicht übernommen wird.

Und ich möchte nicht länger mit zweierlei Maß messen müssen zwischen dem, was sie vielleicht empfindet, und dem, was sie tatsächlich tut, nur um damit das Ausbleiben von Handlungen immer wieder zu relativieren.

Ich möchte wieder nach den Maßstäben urteilen, die für mich eigentlich immer gegolten haben.. und der Mitarbeiter sagt sofort:

Wenn du sie jetzt einladen würdest, würde es bedeuten, du verzeihst zu schnell!, woraufhin ich sage: Nein, das Problem wäre beim einfachen Weitermachen: Ich verzeihe ja nicht im Inneren. Es würde immer zwischen uns stehen. Und ich würde sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einladen, wenn ich sage: Darüber hinwegzugehen ist okay für mich, komm trotzdem. Ich würde mich ja doch immer so verhalten, wie das, was ich innerlich gegen sie habe, nicht, wie ich äußerlich klein beigegeben habe.

Und darin liegt die für mich wichtigste Veränderung, nämlich meinen Blick wieder auf mich zu richten und mich zunehmend zuerst zu fragen: „Warum habe ich so lange etwas hingenommen, das meinen eigenen Vorstellungen von einer guten Beziehung überhaupt nicht entspricht?“

Das ist eine andere Frage. Und sie führt weg von der ständigen Beschäftigung mit ihren Motiven und hin zu meiner eigenen Position.



Das, was ich nun tue, fühlt sich für mich weniger wie Aufgeben und mehr wie Annehmen und Akzeptieren dessen an, was eh schon IST: was ich nicht aufgeben muss, ist den Gedanken. Denn es IST eine gute Idee und ein wunderschönes Bild, wenn es denn (in echt) stattfinden kann. Aber so, wie es jetzt ist, wird es eh nicht zu dem kommen, was ich mir ausmalte. Und so, wie es jetzt ist, würde ich es auch gar nicht wollen, d.h.: bevor es zustande käme, müsste sich eh was verändern - und das bekäme ich dann schon von alleine mit. Ich muss also nicht darauf lauern und die Hoffnung wie einen Browswer-Tab im Hintergrund quasi die ganze Zeit offen halten - das nimmt mir bisher einfach nur Platz weg (nicht bloß in der Kiste, sondern vor allem in meinem Kopf)... und ich kann ja Raum dafür offen halten, bis eine mögliche Realität dazu aufschließen kann. Aber an einem anderen Ort, unter einer anderen Kategorie, bis sich diese stille Hoffnung überhaupt erstmal materialisiert.

Und bis dahin muss das ganze Projekt rein räumlich und auch gedanklich einfach umziehen, in eben den Raum, wo ich all meine Hoffnung aufbewahre, für den Fall, dass.... aber auch dann müsste wirklich was anders werden: denn so, wie es ist, ist es mir nicht genug oder tut mir nicht gut oder, ganz ehrlich gesagt, passt es nicht echt zu mir. Und deswegen ist es auch nie passiert

Wir werden es also umetikettieren von "Hoffen und Harren hält manchen zum Narren" zu "es ist eine wirklich schöne Idee und kommt mit in meine Schatzkiste an vielen schönen Ideen", für die ich allein die ganz Kraft aufbringe, die aber mich auch wärmen -  und die für all diejenigen da sind, die bereit sind, den Wert in ihnen zu sehen und ihn gerne mit mir teilen.

Es ist wieder meine Idee und gehört nur noch mir - ich ziehe sie wieder zurück in meinen Einflussbereich, in eben meine Truhe; und dort liegt sie nun, unangetastet, aber dafür auch unausgelaugt. Bis sie jemand teilen will, der sich ihrer würdig erweist, indem er sie ebenso wertschätzt wie ich.





Ich war immer die, die nach oben gekuckt hat, in den Himmel, dahin, wo es hell ist.. und so möchte ich auch bleiben.