The life... inside my soul
Eigentlich geht es nur um Schminke - und doch um so viel mehr. Denn ich habe in den letzten Tagen wohl final eingesehen, dass meine lang anvisierte Einsatzmöglichkeit für dieses Makeup nicht mehr kommen wird – im Klartext: diese kleine Auswahl in zwei Farb-Varianten (same same, but different) war mal für ein Video fest eingekauft und fest eingeplant worden, von dem ich jetzt aber ziemlich sicher bin, dass es so nicht mehr zustande kommen wird. Es sollte nämlich ein Format mit meiner Schwester sein, aber genau das, also diese Zusammenarbeit im einander freundschaftlich-verbundenen Rahmen, liegt eher im Rahmen einer Unmöglichkeit, wie ich jetzt begreifen muss ... Ich bin ja immer diejenige, die denkt, sie kann alles möglich machen. Aber ich kann nicht ganz alleine Tote zum Leben erwecken; dafür müsste man zusammenarbeiten.
Für mich ist das wie eine Zeitenwende oder eher: die Wende eines riesigen Tankers, der nicht nur stoppt, sondern eine totale Kehrtwende macht. All das liegt für mich im Aufgeben, dass es doch noch zu dem kommen wird, was ich mir wünschte. Und zwar nicht nur, weil ich es für unrealistisch halte, dass es noch passieren wird. Sondern weil ich die Prämisse dafür - das sie sich hier mit mir schminken darf, so mir nichts, dir nichts - nicht mehr teile.
Ich habe immer davon geträumt, sie hierher einzuladen; dabei sollte ich sie gar nicht einladen. Und zwar nicht, weil ich nichts für sie bin, sondern weil sie nichts für mich ist. Und deswegen hat das auch nie geklappt, denke ich heute... Aber bis ich an diesen Wendepunkt kam, lag erstmal ein langer Bremsweg vor mir.
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| für mich |
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| für sie |
Wenn du sie jetzt einladen würdest, würde es bedeuten, du verzeihst zu schnell!, woraufhin ich sage: Nein, das Problem wäre beim einfachen Weitermachen: Ich verzeihe ja nicht im Inneren. Es würde immer zwischen uns stehen. Und ich würde sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einladen, wenn ich sage: Darüber hinwegzugehen ist okay für mich, komm trotzdem. Ich würde mich ja doch immer so verhalten, wie das, was ich innerlich gegen sie habe, nicht, wie ich äußerlich klein beigegeben habe.
Und darin liegt die für mich wichtigste Veränderung, nämlich meinen Blick wieder auf mich zu richten und mich zunehmend zuerst zu fragen: „Warum habe ich so lange etwas hingenommen, das meinen eigenen Vorstellungen von einer guten Beziehung überhaupt nicht entspricht?“
Das ist eine andere Frage. Und sie führt weg von der ständigen Beschäftigung mit ihren Motiven und hin zu meiner eigenen Position.
Das, was ich nun tue, fühlt sich für mich weniger wie Aufgeben und mehr wie Annehmen und Akzeptieren dessen an, was eh schon IST: was ich nicht aufgeben muss, ist den Gedanken. Denn es IST eine gute Idee und ein wunderschönes Bild, wenn es denn (in echt) stattfinden kann. Aber so, wie es jetzt ist, wird es eh nicht zu dem kommen, was ich mir ausmalte. Und so, wie es jetzt ist, würde ich es auch gar nicht wollen, d.h.: bevor es zustande käme, müsste sich eh was verändern - und das bekäme ich dann schon von alleine mit. Ich muss also nicht darauf lauern und die Hoffnung wie einen Browswer-Tab im Hintergrund quasi die ganze Zeit offen halten - das nimmt mir bisher einfach nur Platz weg (nicht bloß in der Kiste, sondern vor allem in meinem Kopf)... und ich kann ja Raum dafür offen halten, bis eine mögliche Realität dazu aufschließen kann. Aber an einem anderen Ort, unter einer anderen Kategorie, bis sich diese stille Hoffnung überhaupt erstmal materialisiert.
Und bis dahin muss das ganze Projekt rein räumlich und auch gedanklich einfach umziehen, in eben den Raum, wo ich all meine Hoffnung aufbewahre, für den Fall, dass.... aber auch dann müsste wirklich was anders werden: denn so, wie es ist, ist es mir nicht genug oder tut mir nicht gut oder, ganz ehrlich gesagt, passt es nicht echt zu mir. Und deswegen ist es auch nie passiert
Wir werden es also umetikettieren von "Hoffen und Harren hält manchen zum Narren" zu "es ist eine wirklich schöne Idee und kommt mit in meine Schatzkiste an vielen schönen Ideen", für die ich allein die ganz Kraft aufbringe, die aber mich auch wärmen - und die für all diejenigen da sind, die bereit sind, den Wert in ihnen zu sehen und ihn gerne mit mir teilen.
Es ist wieder meine Idee und gehört nur noch mir - ich ziehe sie wieder zurück in meinen Einflussbereich, in eben meine Truhe; und dort liegt sie nun, unangetastet, aber dafür auch unausgelaugt. Bis sie jemand teilen will, der sich ihrer würdig erweist, indem er sie ebenso wertschätzt wie ich.
Ich war immer die, die nach oben gekuckt hat, in den Himmel, dahin, wo es hell ist.. und so möchte ich auch bleiben.





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