Ich möchte mich wieder wie ich selbst fühlen.
Ich möchte mich respektiert fühlen.
Ich möchte in einer Umgebung leben, in der meine Wahrnehmung nicht ständig infrage gestellt wird, meine Grenzen nicht jedes Mal einen Konflikt auslösen und ich mich nicht nach jeder Begegnung erst einmal wieder i n n e r l i c h zusammensetzen muss.
Ich möchte nicht mehr ständig prüfen müssen, ob gleich wieder etwas völlig Unverhältnismäßiges passiert.
Ich möchte einfach in meiner eigenen Wirklichkeit wohnen dürfen.
Und jetzt möchte ich nicht noch besser hören lernen, was in ihnen vorgeht.
Ich möchte mich selbst wieder hören können.
Ohne dass jemand dazwischenruft.
Ohne dass ich meine eigenen Gedanken unterbrechen muss, um fremde Gefühle zu regulieren.
Ohne dass meine Aufmerksamkeit sofort wieder aus meinem Leben herausgezogen wird.
Und dafür brauche ich möglicherweise tatsächlich erst einmal sehr viel Abstand.
Weil ich erfahren möchte, wie mein Leben aussieht, wenn diese ständigen Störungen nicht mehr stattfinden.
Ich muss heute nicht wissen, wie viel Nähe, Gemeinschaft oder Rückzug ich in fünf Jahren möchte. Ich darf jetzt die Ruhe wählen, die ich brauche.
Und es muss nicht einmal eine besonders spektakuläre neue Lebensphase werden. Vielleicht besteht das, was ich suche, zunächst aus etwas ganz Schlichtem: morgens aufzuwachen und nicht schon innerlich mit den möglichen Reaktionen meiner Familie beschäftigt zu sein. Etwas Schönes zu erleben, ohne dass sofort die Frage auftaucht, wer sich darüber ärgern könnte. Einen Tag zu verbringen, ohne anschließend eine Begegnung stundenlang verarbeiten zu müssen.
Vielleicht einfach wieder vor meinem Korallenriff zu sitzen und mich daran zu erfreuen, dass das Wasser türkis ist.
Nicht, weil ich mich erfolgreich gegen jemanden durchgesetzt habe. Nicht, weil ich besonders stark gewesen bin. Sondern weil ich gerade dort bin, wo ich sein möchte.
Ich habe lange genug bewiesen, dass ich in schwierigen Verhältnissen bestehen kann.
Jetzt möchte ich nicht mehr bestehen müssen. Ich möchte leben.
Und mein aus mir rausbrechendes „I want none of it. None.“ ist eine sehr klare Aussage darüber, was ich nicht mehr in mein Leben hineinlassen möchte.
Ich muss nicht noch ein letztes Mal nach Crazy Town fahren, um dort persönlich mitzuteilen, dass ich künftig nicht mehr komme.
Ich darf einfach zu Hause bleiben.
Bei mir.
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| Die beste Wächterin der eigenen Natur ist die Ruhe. |


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