Mittwoch, 22. Mai 2019

#gettingready for summer 20.19

The life... in front of my eyes


"WUHUUU, bald geht es lo-hos!! 🌊
Aber WOW, war ich früher mal gut vorbereitet 😅 ....erinnert sich noch jemand, wie intensiv ich #gettingreadyforsummer 2015 auf dem Blog betrieben habe?? Das klang schon damals nach viel Aufwand, aber ich muss sagen, dass ich mich kaum je (und seitdem auch nie mehr) so sehr auf den Sommerurlaub gefreut habe wie durch diese intensive Beschäftigung mit dem Thema schon vier Wochen vorher! Und nun sind es nur noch zwei Wochen und ich habe noch nix gemaaaaaacht!! 😱


6. JUNI 2018 // picture credit @jake_of_all_trades 


Das war Anfang Juni 2018.. und ich war sowas von nicht bereit für die schönste Zeit des Jahres!! Damit es dieses Mal nicht wieder heißt #summerIS #NOW #imnotready und ich statt schöner Vorbereitung nur Schadensbegrenzung betreiben und Pragmatismus an den Tag legen muss, gehen wir das diesmal wieder rechtzeitig an: und zwar damit zu checken, was ich schon (erledigt) habe, was (dringend) gemacht werden muss - und das Schönste: wofür ich dann noch Zeit habe. 📝 



🐚


Wer sich jetzt fragt: "wie, es sind noch mehr als 4 Wochen bis zum Sommerurlaub? Und du willst jetzt schon mit irgendwas an Vorbereitungen dafür anfangen??"

dem muss ich antworten: *YEAH* Nicht nur, daß mit dem Sommer nun mal meine liebste Jahreszeit im Anmarsch ist und hoffentlich nun Schluss mit Frieren, nein: eine eigene Checkliste zu erstellen, die mich in 4 Wochen auf Sommer und Sonne einstellen soll gibt mir nicht nur selbst das gute Gefühl von: ich habe es getan!, sondern tut vor allem eines ganz zuverlässig, nämlich die große Vorfreude anzuheizen! Und deswegen liegt noch einiges vor mir, bis es (in ziemlich genau 1 Monat *.*) in die Ferien geht... jetzt ist Schluss mit Flennen und Faulenzen, jetzt wird's Sommer!!

  1. Deswegen schauen wir zuerst mal, was ich denn gut fand von meinen Vorbereitungen 2015: das kann ich dann einfach nochmal machen. 
  2. Dann überlege ich mir, was ich sowieso unbedingt erledigen muss: an Körperpflege, Vorbereitungen wie packen, kaufen, etc.
  3. Und dann überprüfe ich noch, was ich (von Punkt 1 + 2) bereits gemacht habe in den letzten Wochen, bevor der Countdown beginnt:

Das Wichtigste von diesem dritten Punkt habe ich nämlich bereits abgehakt: ich habe WENIGER gemacht... ☑
und zwar weniger bloggen und weniger YouTube und weniger Instagram und Social Media und insgesamt weniger vom Computer zu hocken: denn fast alle Beiträge, die seit Anfang Mai online gegangen sind und noch bis Anfang Juni online gehen werden (seien es nun Blogposts oder Videos), waren - und sind - vorbereitet und vorgebloggt und terminiert und fertig, abgeschlossen. 
Ich habe also die letzte Woche endlich mal dafür nutzen können, um ein klein wenig runterzukommen von dem ganzen Kram, um nach und nach in der echten Welt anzukommen und ein bisschen Frühling und Frühsommer zu genießen, meine zwei allerliebsten Jahreszeiten.

Letztes Jahr habe ich nämlich quasi bis kurz vor der Abfahrt an Blog & Co gearbeitet und das hat es mir erschwert, den Sommer wirklich zu genießen, geschweige denn mich adäquat darauf vorzubereiten, auf die schönste Zeit im Jahr für mich. Wie schon gesagt, macht mir nämlich das ganze Vorbereiten und die große Vorfreude darauf mindestens genauso viel Spaß, wie das tatsächliche Erlebnis an sich. Und deswegen mache ich mir damit keinen Stress, sondern ich gönne mir diese Zeit der Vorfreude und dem Beschäftigen damit, was vor mir liegt.




Das wurde mir aber im letzten Jahr, im Kuddelmudel aus dies und jenem und noch diesem dort, fast zuviel und somit verleidet: als ich zwei Wochen vor der Abfahrt dann mal anfing, mich mit MIR zu beschäftigen, war dafür eigentlich kaum noch Zeit übrig, weil ich es schlicht und einfach nicht eingeplant hatte. Ich hatte für alles Raum gemacht und einen Termin vergeben, nur dafür nicht..

Und so kam es, wie es fast immer kommt, wenn ich mich kreativ verausgabe: ich habe mich um alles gekümmert, aber nicht um mich und habe - trotz Blogpause - weiter Videos gedreht und geschnitten und veröffentlicht und beworben, u.a. meine Schminksammlung + Live IKEA-haul, für die wir noch bis Ende Mai gefilmt haben und die mit eines der aufwendigsten Projekte des ganzen letzten Jahres war. Außerdem habe ich Mitte Juni noch einen Schminkitalk veröffentlicht und "nebenbei"(!) unsere Urlaubsvorbereitungen auf Instagram live mitbegleitet. Bekloppt, denke ich heute. ABSOLUT BEKLOPPT!




Und so sind wichtige Dinge, die nun mal vor einer weiten, lange Reise anstehen, ins Hintertreffen geraten und haben mich am Ende halb um den Verstand gebracht weil ich dachte, sie nie noch auf die Reihe zu kriegen, bevor wir in den Zug steigen müßen. Und der wartet ja nicht, wie es ein Auto tun könnte, der macht tut-tut und fährt ab und läßt den zurück, der nicht pünktlich auf dem Bahnsteig steht!!

Deswegen habe ich dieses Jahr auch eine Liste von


NICHT noch/erst im Juni machen:







Entzug vom Zucker




Denn um zu ent-zuckern brauche ich a) Ruhe und b) Zeit. Und möglichst keinen Stress, da ich dann 3 Tage nur schlapp herumhänge, während ich mich selbst von der süßen Sünde entziehe. Außerdem nutze ich diese Rosskur (ist echt nur was für Hartgesottene), bei der ich für wenige Tage KOMPLETT auf alles mit 'Zucker' drin verzichte (beinhaltet alle stärkehaltigen Lebensmittel, genau wie Obst und alle Gemüsesorten, die von sich aus süß schmecken) immer nur als Einstieg in eine etwas längere Phase (4 Wochen) der Ernährung 'ohne Zuckerzusatz'.. und um die auch noch in Ruhe umsetzen und auch genießen zu können (↣ die Rezepte hier sind zwar kristallzuckerfrei, aber nicht von schlechten Eltern), brauche ich ebenfalls Zeit. Und Muße. Kann ich also nicht erst kurz vor knapp damit anfangen, wenn es noch was bringen & dabei schön sein soll :)






Französisch pauken



Und damit bin ich auch gemeint, auch wenn ich nix lernen muss: aber da ich den Süßen (hier mal ganz privat und nicht in seiner Funktion als Mitarbeiter.. wobei er hier schon mit-arbeiten muss, versteht sich :-P) anleiten und ihm helfen muss beim 'french project', habe ich doch eine ganze Menge Arbeit damit; besonders, da er Anfänger ist und somit eigentlich eine Rundumbetreuung braucht. Ist für mich manchmal stressiger als für ihn, das Ganze (90min Frontal- und Einzelunterricht!! #mirhilflosausgeliefert #immerdran #keinePause #hausaufgabenvergessenisnich), deswegen haben wir dieses Jahr eeeetwas früher angefangen als letztes Mal.. und bei ihm ist zum Glück vom letzten Jahr auch noch was hängengeblieben #klugesMäuschen 





Einkaufen




Eine Sache, die ich letztes Jahr auch total verschlafen habe war, rechtzeitig so ganz wichtige Sachen wie Sonnencreme fürs Gesicht und Hautpflege zu kaufen, die ich online bestellen muss: und so kam es, daß ich tatsächlich fast bis zum Abreisetag auf Päckchen gewartet habe ohne zu wissen, ob das goldene Zeug noch rechtzeitig ankommen würde! Bescheuert, sowas!
Liegt aber einfach da dran, daß ich - man mag es kaum glauben - teilweise nicht gerne einkaufe (hört mir weiter zu!) bzw. es aufschiebe Dinge zu kaufen, die zwar nötig, aber teuer sind. Dinge, die billig sind - in der Summe dann vielleicht aber doch teuer! - die schmeiße ich ohne Rücksicht auf Verluste bei dm aufs Kassenband (4 Catrice Lipglosse auf einmal #ftw) und besonders gern, wenn es 'überflüssiger Luxus' ist!
Bei Produkten aber, die wir BRAUCHEN fühle ich mich einerseits anscheinend unter Druck gesetzt (ich habe keine Wahl, sie drängen mich in die Ecke), andererseits aber auch voll schlechten Gewissens, wenn die dann kostspielig sind und versuche den Moment der Konfrontation also so lang es geht aufzuschieben.

Da die meisten Sachen aber immer gleich teuer sind 😅 und es somit egal ist, ob ich sie heute oder morgen kaufe, habe ich dieses Jahr SCHON ALLE SONNENCREMES BESORGT! SIE-SIND-SCHON-HIER!! CHEEEEEEEECK!!! ☑☑☑








MEHR MACHEN:




Und zwar von den schönen Dingen des Lebens, die sonst zu kurz kommen, wie zum Beispiel...


ins Freibad gehen und an-baden!






Gärtnern und an-bauen








Den Frühling genießen!











WEITERMACHEN:



Einiges habe ich bereits angefangen, aber noch nicht zu Ende geführt, hier ganz konkret: die sportliche Betätigung. Zwar bin ich noch weeeeeit davon entfernt, mich fit zu fühlen für den Sporturlaub, aber ich habe zumindest in den letzten zwei Wochen angefangen, wieder regelmäßig Rad zu fahren - und das zahlt sich schon aus! Kein Gehechel mehr meinerseits, während ich rechts von einer Oma überholt werde!

Außerdem habe ich mir vorgenommen, abends einfach mal Yoga für den unteren Rücken zu machen: das Video von Amiena Zylla dazu ist nämlich nicht bloß Entspannung für meine Muskeln, sondern dank ihrer ruhigen Art und Weise und der dezenten Hintergrundmusik auch gleichzeitig noch Labsal für die geschundene Seele. Ich möchte in nächster Zeit hauptsächlich entstressen, das heißt für mich: in sportlicher Hinsicht ganz langsam angefangen.




Wenn ich so drüber nachdenke gibt es allerdings wenig, worauf ich mich so sehr freue wie darauf, wieder draußen Ausdauer-Sport zu machen, ganz in Ruhe, nur für mich. Privat! Ohne Blog und alles im Hinterkopf, ohne die Termine usw. 

Klar hätte ich das auch WÄHREND der Blogsaison machen können, aber je mehr Belastungen im Sinne von Aktivitäten und Punkten im Terminkalender, die abzuhaken sind, dazukommen, desto schwerer fällt es mir, das einzutakten. Und ja, früher ist mir das gelungen.. das muss vor YouTube gewesen sein, denke ich. Denn einen Blog UND einen YouTube-Kanal zu betreiben ist mindestens so, wie zwei Blogs zu haben. Vielleicht sind die Dinge, die ich bringe, auch einfach nur zu aufwändig zu produzieren.. oder aber, andersherum betrachtet, vielleicht bin ich einfach nur zu langsam dabei. #Whoknows..

WAS ich weiß ist, daß ich letztes Jahr zuviel daran herumgemacht habe, bis kurz vor knapp, also der Abfahrt, und das ist wortwörtlich gemeint:
wir haben noch in der Nacht vor der Abreise mitgefilmt, wie ich packe für ein Video...

ja.





Das darf nicht wieder passieren! Ich HÄTTE also vielleicht schon noch Lust darauf, vor den Sommerferien ein Video zu drehen, z.B. einen lustigen Schminkitalk, aber ich muss sehen, ob das für mich gut ist und noch reinpasst, oder ob ich mich da selbst disziplinieren und zurückhalten muss. 😝 Denn wenn ich eines aus den Vorbereitungen auf den Sommer 20.18 gelernt habe, dann das es mir im Rückblick zu stressig war. Und allein deswegen, will, nein, MUSS muss ich das dieses Mal etwas stärker dosieren, was nichts anderes heißt als: einschränken. 




Ich fände es zwar cool, nochmal direkt erzählen zu können, wie es läuft mit den Vorbereitungen am 'french project', was wir machen und schon gemacht haben und noch machen wollen.. weil es ja auch das ist, was für mich mit den Spaß an der ganzen Sache ausmacht. Die Vorfreude auf etwas Schönes, die ja auch nochmal wächst, wenn man sie teilt! Hach!
Deswegen habe ich ja auch nur letztes Frühjahr immer weiter gemacht und immer weiter draufgehalten mit der Kamera.. es ist einfach zu schön! Der Ausblick

auf den Sommer 2019!






Freitag, 17. Mai 2019

the fragility lesson



Ich ertrage die Kommentare nicht mehr
Ich ertrage die Klammer nicht mehr, die das Ganze um mein ganzes Leben legt

Ich war nie bereit, in EINEM Teil der Welt (der Internet-Sphäre) mein GANZES Leben zu zeigen
und werde es nie sein





....maybe there's something wrong with me, maybe I'll never know and maybe I don't ever want to. But I did care about you [and that's something I'll regret never..forever.]





So aber MUSS mich das dann immer

einzwängen


In einen Teil des Ganzen
über den andere mit mir diskutieren
und dank ihres mangelnden Wissens
immer falsch liegen müßen

Ich fühle mich so missverstanden

un-besehen

Mein ICH kämpft gegen sie
nur um nicht unterzugehen

......dabei ist das alles so ein Quatsch


Montag, 6. Mai 2019

What I'm up to #5

The life... in front of my eyes


Es ist Mai, es ist kurz vor den großen (Blog-)Sommerferien, somit ist es auch Zeit für den alljährlichen Beitrag zur Lage der (Blog-)Nation!


Ich muss sagen, daß ich dieses Format fast vergessen hatte.. gut, was ich nur einmal im Jahr tue und somit bisher insgesamt nur 4x in meiner gesamten Blogkarriere, steht den anderen 1300 Blogposts etwas verloren gegenüber... aber daß ich mich angesichts meiner aktuellen Laune fragte, ob ich dazu nicht einmal mal was schreiben sollte und es mir so von der Seele schreiben könnte und das das vielleicht aktuell die beste Idee für einen Blogpost wäre, nur um dann zerstreut zu entdecken: "Ach ja stimmt, hast du ja eigentlich immer um diese Zeit herum im Frühjahr gemacht!!" 
verdeutlicht gut meine Lage, denn:

ich fühle mich ausgebrannt.


Was seltsam für mich ist, denn hätte ich sonst immer die negativen Gefühle, die ich für mein Blogprojekt hege, eher mit 'Frustration, Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation und Erschöpfung' beschrieben, so blieb mir doch auch unter der größten Anstrengung stets die Freude am Ganzen erhalten, d.h. egal wie müde ich auch war, meine Begeisterung für das Ganze - thematisch, an sich - war immer ungebrochen. 
Heute weiß ich: ausgelaugt und ausgebrannt sind zwei unterschiedliche Gefühlszustände, denn im ersten will ich nur schlafen, im zweiten.. interessiert es mich nicht. Es interessiert mich nicht, ob ich jetzt aufhören darf oder noch weitermachen sollte, wann etwas online geht und WAS das genau ist.. es interessiert mich einfach nicht. Zumindest im Moment nicht. Und das schon seit einer ganzen Weile. 
Schon seit einer ganzen Weile arbeite ich vor, nur um dann endlich an den Punkt kommen zu können, an dem ich NICHT mehr an dem Ganzen arbeiten muss, d.h. ich habe in den letzten Wochen wie ein Berserker Videos vorgedreht und geschnitten, ich habe Blogposts für mehrere Monate durchgeplant und terminiert und ich habe einen Zettel neben mir liegen, auf dem alles mit mehreren Farben getextmarkert und in mehreren Ebenen 'abgestrichen' ist um mir bildlich zu zeigen, wie nah ich meinem Fernziel doch gekommen bin, und das ist.. das alles hier NICHT mehr zu machen. Eine Pause davon zu bekommen, eine LANGE Pause! Am liebsten von jetzt bis Anfang September!! 

Ich will wieder das Leben leben können, was jetzt ist; ich will wieder sehen und spüren können, was ich sehe, nicht nur was sich in meiner inneren Gedankenwelt abspielt, während ich - wie blind - auf einen blauen Frühlingshimmel starre, den ich ja doch nicht richtig sehe. 
Ich wollte so gern vorarbeiten, um die schönste Zeit im Jahr so richtig genießen zu können, um unbelastet Frühjahr und Sommer aufsaugen zu können und Kraft zu tanken... und mir fällt auf, während ich das so schreibe, daß der Blog anscheinend kein Teil mehr davon ist. Von meinem Leben. Von dem schönen Teil meines Lebens. Denn früher saß ich unheimlich gern in der warmen Jahreszeit auf dem Balkon, mit dem Laptop vor mir und mit einem kühlen Getränk neben mir, um ein paar Stunden was an einem Blogpost zu tippen. Es war cool und hat Spaß gemacht und war auch so ein bißchen fancy, wie Online-Redakteurin für Anfänger, aufgehoben in der belebten und bunten Beautyblog-Blase der Anfangsjahre.  
Damals hat das Sitzen vor dem Laptop, während andere sich neben mir sonnten, mein Leben bereichert; heute muss ich denken, das es mich belastet, wenn ich doch nur davon träume, endlich mal wieder frei davon auf genau diesem Balkon sitzen zu wollen, oder? Wenn ich formuliere, daß ich das Leben genießen können will und es der Blog ist, der mich davon abhält? Und wenn ich schreibe, daß Kraft tanken etwas ist, was mir nicht der Blog gibt, sondern was ich durch ihn nötig habe. 

Leider ist von "dem sagenumwobenen Gefühl, seinen darstellerischen Neigungen in aller Öffentlichkeit nachgehen zu dürfen" also nicht mehr viel übrig geblieben. Denn anders als noch vor ein paar Jahren ist das Arbeiten an ein paar Fotos oder das Schreiben eines Textes kein Leckerli mehr für mich, was ich mir selbst vor die Nase halte um mich zu belohnen und der Gedanke, mich vor den Computer zu setzen und für ein paar Stunden darin abzutauchen ruft keine freudige Begeisterung mehr in mir hervor, eher angestrengte Betriebsamkeit. Ich arbeite heute wahrscheinlich noch mehr und noch verbissener an all den ganzen Fronten, die ich mir selbst online aufgemacht habe (zwei Blogs, YouTube, Instagram) als je zuvor, aber nicht aus großer Liebe zum Prozess oder Endprodukt, sondern nur aus der wahnwitzigen Überlegung heraus "Wenn du jetzt 2-3 Nachtschichten einschiebst, hast du alles weg, auf einmal, alles, und bist FREI!" Ich stehe also selbst mit der Peitsche hinter mir, um abzuarbeiten, was abzuarbeiten ist: aber ich sehe dabei nicht mehr glücklich aus, auch nicht mehr gefrustet oder unzufrieden oder irgendwie emotional involviert, nein:  wenn ihr mich jetzt durch die Frontkamera des Laptops sehen könntet, müßte mein Gesicht unbewegt wirken, desinteressiert und wie distanziert. Ja, das ist es: ich bin von dem Ganzen mittlerweile schon ziemlich weit weg, nicht mehr nah genug dran, um mich dafür zu begeistern. Meine Begeisterung wurde ausgebrannt, im Feuer von... weiß ich nicht.
Ist eine lange Geschichte, denke ich. Sie dauert schon mindestens sechseinhalb Jahre.


Sonntag, 5. Mai 2019

Professionelle Scheinwelten | #socialmedia logbook

The life... in front of my eyes


Sonntag Mittag. Wir kommen zum Spätstück am Wochenende an den Tisch. Bevor wir Platz nehmen, scrolle ich noch kurz durch Instagram.. und bleibe an Kathis Instagram Profil - und mit dem Po an der Anrichte - kleben, statt mich zu setzen..



"Nichts gegen dich Kathi, deine Bilder werden wirklich immer 'professioneller' meinen zwar viele, ist auch so, aber: Ich finde, dass die einfach ultra unnatürlich aussehen. Eigentlich ist es auch sehr schön, nur auf Dauer finde ich es vielllllll zu unnatürlich und es nervt einfach langsam. Alle Bilder von dir kommen mir fast gleich vor, die Bearbeitungen sind alle gleich."
>> (...) also ich finde, du machst mit Abstand viel schönere Bilder als so manch anderer. Man sieht deinen Fotos die Qualität richtig an 😍
>> (...) Mir persönlich gefällt die Professionalität. Natürlich würde mir auch ein Foto im Pyjama ausreichen, aber man sieht das sie sich von den anderen Bloggern abheben will.❤️
>> (...) ich persönlich finde die Bilder mega professionell und mega schön 😍 "



✽✽✽



"Schau mal.. es wird ja immer wieder gesagt, dass Kathis Bilder immer besser und professioneller werden und sie sagte auch selber, dass sie sich mehr Mühe mit Instagram geben will. Aber ich frage mich eigentlich: wozu? Wie? Also, ich weiß gar nicht, was die Leute denken, was Instagram ist?!
Ich meine, wenn du dir das ansiehst, was denkst du denn dann, also... was soll denn das überhaupt sein?"

"Du meinst, was ist die Aussage, die Botschaft?"

"JA, also.. was ist überhaupt der rote Faden? Wozu das Ganze?"

"Na, das hier soll aussagen: ich bin perfekt, ich bin schön, ich treibe Sport.."





"..und dieses Bild hier, was soll das aussagen?? Ich sitze auf einem Fahrrad, wie ich in echt nie auf einem Fahrrad sitze und ich bin dabei an einem Ort, der eigentlich überall in der Welt sein könnte, ob in Los Angeles oder in Wanne-Eickel? ---
Also diese Bilder hier, die sind doch nicht privat - aber professionell sind sie auch nicht, weil sie ist ja kein Profi-Model und niemand, der sie fotografiert, ist Profifotograf, so dass das sein Portfolio wäre."

"Die Sachen sind mehr Schein als Sein."





"Ja gut! Aber WAS sollen sie denn überhaupt scheinen zu sein!? Ich erkenne das Thema schlicht nicht. Und ich erkenne auch nicht den Grund für die Inszenierung bzw. für die Bearbeitung!
Es ist wird ja immer wieder bemängelt, dass alle Ihre Bilder gleich aussehen und gleich bearbeitet sind und das eben zu stark ein Filter drüberliegt... aber ich frage mich überhaupt, zu welchem Zweck  die - sagen wir mal künstlerische - Bearbeitung stattfindet und zu welchem Kunstprojekt das Ganze denn gehört und unter was für einem Titel das Ganze denn hier steht? Wenn das hier eine Online-Galerie ist, was für einen Arbeitstitel hat die Ausstellung denn dann, die hier gezeigt wird?"

"Das ruft nur: ich bin perfekt!"





Ich frage mich halt ob das, was ich mal irgendwo gelesen habe, stimmt, nämlich das die jungen Frauen im Internet tatsächlich nur eins wollen: Sie wollen die Schönste sein. Und ob es Kathi hier auf den Bildern tatsächlich nur darum geht, schön zu sein und schön auszusehen, auch wenn Sie sich dafür auf einem Fahrrad verrenken muss und den Po komisch nach hinten rausstrecken, wie man es in echt nicht tun würde. Weil es gar kein anderes Ziel gibt, als schön zu sein, 
"also so wie du gesagt hast: dass sie einfach nur perfekt wirken will?" Vielleicht gibt es keine andere Absicht hinter und keine andere Aussage aus dem Ganzen..


"Kannst du viellt mal genau zeigen, wie du deine Bilder bearbeitest ? Mir gefällt es mega gut 💕 

Hey Kati❤️ kannst du vllt. mal ein Video drehen wo du Apps zeigst, die du für das Bearbeiten verwendest oder es in deine Story schreiben?❤️💖 das würde mich freuen❤️  

kannst du nicht mal ein Tutorial machen, in dem du zeigst welche Sachen/Filter usw. du bei deiner Bildbearbeitung so benutzt? 😍"


Und da sich etwas Perfektes und scheinbar makellos Schönes anscheinend viele Menschen gerne ansehen, haben die Marken kapiert, dass man zwischendrin gut Werbung platzieren kann, ein bisschen wie in einem Frauenmagazin, wo ja auch bloß kuratierte Bilder gezeigt werden und zwischendrin ganzseitige Werbeanzeigen, die vom Stil genauso gemacht sind wie die Inhalte des Journals und die sich deswegen ganz natürlich darin einfügen. 









Und die Influencer - wie Kathi sich selbst nennt - nehmen das natürlich gerne an, weil sie so ihr Geld verdienen. Mit dem Schein des Seins..

Privater als gestellte Fotostrecken im heimischen Wohnzimmer - bei denen übrigens schon extra daneben steht, wie das Ganze bitte bewertet werden soll, ich sag nur: Hashtag #couplegoals (meiner Meinung nach verdient dieser hashtag noch den Zusatz #schönerfremdschämen) -  wird es nicht. Echter übrigens auch nicht!


Privater wird es nicht. Echter auch nicht (als das gruselig nachbearbeitete Auge).


Ich frage mich grad wirklich, worum es geht; ob es ihr hier auf Instagram tatsächlich noch darum geht, das Leben hinter den Kulissen der 'öffentlichen Person' zu zeigen oder ob es tatsächlich und mit voller Absicht nur noch darum geht, den 'schönen Schein' zu wahren und den Anschein von Wahrheit zu erwecken..
was hieße, nur eine Scheinwelt und ein geschöntes Abbild dessen zu zeigen, was das tatsächliche Leben dieser Person ist. 





Es würde auch heißen, dass diese Figuren - neudeutsch gern als: Person des öffentlichen Lebens betitelt - sich so eigentlich bloß zu einer möglichst perfekten Litfaßsäule machten und zwar gar nicht hauptsächlich im Sinne ihrer Zuschauer, sondern nur, um potenzielle Werbepartner anzusprechen..



✽✽✽




Ich habe diese Frage lange mit mir rumgeschleppt: ich habe mich lange gefragt, nicht bloß was die Mechanismen hinter, sondern vor allem, was Sinn und Zweck dieser ganzen, schönen, neuen Scheinwelt sein soll. Was ich hier sehe, jetzt und heute, so denke ich, daß es nur darum geht, eine perfekte Werbeplattform zu sein - und je glatter die Unterlage ist, desto besser kann man die Werbung oben drüber plakatieren.

Mich schaudert's bei dem Gedanken. Keiner tapeziert mich über! Ich behalte meine dreckigen Küchenbilder und meine Vorstellungen von der Darstellung der Realität und meine unebenen Kanten. Hebbel hat gesagt: "Jedenfalls ist es besser,


ein eckiges Etwas zu sein, 
als ein rundes Nichts.



Samstag, 4. Mai 2019

I ♥ Spring TAG!

The life... in front of my eyes


Ich melde mich mal wieder mit einem scheinbar ausgestorbenen Format zurück: dem TAG. Es gab Zeiten, da fluteten TAGs die ganze Bloggosphäre und eigentlich jeder wollte getaggt werden und mitmachen.. aber heute? Stolpert man nur noch ab und zu über einen und der hat dann absoluten Seltenheitswert. Aufgrund des schönen Wetters habe ich mich allerdings inspiriert gefühlt, den von Ingrid Nilsen erdachten, zum Thema Frühling passenden TAG zu beantworten, denn:  I ♥ Spring!







1. Welches ist Dein liebster Frühlingsnagellack?



Das zu beantworten, fiel mir zunächst mal schwer: ich trage ganz allgemein ja das gesamte Pastellfarben-Spektrum ausgesprochen gern, eine Farbe daraus jedoch tatsächlich nur im Frühling - und das ist so ein klassisches Frühlingsgrün. Alle eher blauchstichigen Grüntone wie Mint bis Türkis z.B. kommen bei mir im Sommer immer auf die Nägel, genauso wie Gelb, Himmelblau und Koralltöne. Flieder und Rosa trage ich durchgängig das ganze Jahr über, da gibt es für mich keine Beschränkung.. Grün hingegen, das hole ich wirklich nur im April und Mai heraus, es ist für mich eine absolut saisonale Farbe, in etwa wie ein Weihnachtsmannrot, was ich nur im Dezember trage. 




Die perfekte Ausgabe eines Frühlingsgrüns ist für mich von essie: Mint candy apple (dt.) - aber Achtung, ich habe bei den Bildern geschummelt. Der Lack, den ihr hier seht, heißt Fashion Playground. Streng limitiert und somit nicht mehr (vor-)zeigbar in Blogkreisen. ABER.. seine Farbe (minus die Silber-Sprenkel) ist einfach mal 1:1 identisch mit der deutschen Version von Mint candy apple. Ich besitze zwar nur die aus UK (auch schön, aber türkiser), doch da ich mir zur Maßgabe gemacht habe, hier und heute NUR aktuell erhältiche Farben zu zeigen, mußte ich mal diesen Umweg gehen..
und seien wir mal ehrlich: wer hätte den Schmu bemerkt, hätte ich es nicht von allein gebeichtet? Nagellack-Detektive vor!




2. Was ist Deine liebste Frühlingsfarbe für die Lippen?



Hierzu ist mir spontan nix eingefallen, weder ein aktueller Liebling noch ein Langzeitfavorit, ich muss sogar zugeben daß ich in den letzten Wochen sehr gern einen matten Lippenstift in Rosenholz getragen habe, der - zart aufgetupft - für meinen perfekten Rosenblütenmund sorgt, deswegen bin ich in diesem Jahr noch gar nicht richtig in Barbierosa-Stimmung. Normalerweise ist das nämlich meine bevorzugte Frühlingsfarbe für die Lippen: Rosa - gern auch mit Glitzer. So vom Kaliber des Maybelline Colorsensational 117 Tip Top Tulle, ein glitzerndes Hellrosa: meiner Meinung nach DAS Frühlings-Rosa zu blondem Haar!


Maybelline: colorsensational 117 tip top tulle


Aber auch meine alten p2 pure color lipsticks krame ich pünktlich zu Frühjahrsbeginn immer wieder raus: Ich besitze gleich 3 von den Dingern, die für mich "Frühling & Sommer schreien" (105 Bondi Beach/ 110 Place de la Concorde/ 171 Flamingo Road) und auf die ich erst dank xlaeta angesprungen bin. 


von links nach rechts: Bondi Beach - Flamingo Road - Place de la Concorde


Ihre Textur ist ein bißchen schwierig-schmierig, muss ich zugeben, dafür sind sie aber auch unparfümiert und eher pflegend als austrocknend UND, nach wie vor, noch gut! Und solange es Frühling wird, werden diese hellen Rosatöne (vom zarten Brigitte Bardot Look bis zum warmen Beach Babe Look) und ich nie auseinandergehen!!





3. Zeig mir Dein liebstes Frühlingsoutfit!







Ich würde mal sagen: Pastellige Eiscremefarben in Kombi mit Weiß und Grau?? Zumindest trage ich das sehr gern. Ich brauche in der warmen Jahreszeit immer weiße Shorts (ich trage aber auch sehr gern Türkis und Jeansblau); solange es aber früh morgens noch etwas frisch ist, greife ich zur langen, weißen Jeans und kombiniere die dann mit meinen bunten Tops und Strickjacken. 
Ich habe aber gerade erst festgestellt, daß ich a) dringend noch ein paar weiße Turnschuhe brauche und b) BH-Träger zum Wechseln in Pastellfarben, dann müßte ich nicht je einen passenden BH zu jedem meiner bunten Trägertops kaufen, sondern nur jeweils die passenden Träger an den hautfarbenen T-Shirt-BH klippsen. Ich komme mir so ausgefuchst vor!

P.S. Im Notfall schmeiße ich mir oft nur meinen (mittlerweile schon ganz schön ausgelatscherten) grauen, dünnen Lieblingspulli über und ziehe meine Melonen-Ballerinas dazu an und bin fertig!






4. Was ist Deine Lieblingsblume?



Traubenhyazinthen und Flieder. Aber ich liebe auch gelbe Löwenzahnwiesen.. leider war es bei uns genau zur Löwenzahnblüte unglaublich heiß und zu trocken für die Jahreszeit, so daß das gelbe Meer sich blitzschnell in eine Pusteblumen-Wüste verwandelt hat.. naja, wir haben dann versucht, uns an denen zu erfreuen und möglichst viele, kleine Fallschirme auf die Reise zu schicken.








5. Was ist Dein liebstes Frühlingsaccessoire?


Pastellfarben, denke ich. Das ist zwar kein Accessoire an sich, aber es zieht sich bei mir - spätestens ab Mai - so durch, also bei allem, wo es möglich ist. Kleidung, Makeup, Nagellack, bis zur Handtasche 😊




6. Über welche Frühlingstrends würdest Du Dich in diesem Jahr am meisten freuen?


Glossy lips!! Aber, Moment: gibt es zum Glück bereits wieder! Dann: eine Makeup-Kollektion ganz in Wassermelonen-Pfirsich-Rosa.. okay, ich hab das Melonen-Rouge von L'Oréal abgegriffen, wir wollen mal nicht zu gierig sein. Gut, dann wünsche ich mir, das auch Erwachsene so schöne Eiscremefarben tragen dürfen, wie sie anscheinend nur für Kinder hergestellt werden.. ich hab nämlich ernsthaft überlegt, was aus der H&M Kinderabteilung zu bestellen, nachdem ich die düstere Bademode für Damen gesehen habe >.<








7. Was ist Dein liebste Frühlingskerze?



Nüscht. Kerzen mach ich dann nicht mehr an. Mich irritiert die Frage auch etwas.. gibt es jemanden, der in der warmen Jahreszeit gern Duftkerzen anmacht? Ich würde an lauen Sommerabenden wohl maximal ein Räucherstäbchen anzünden, aber...




8. Welchen Duft trägst Du am liebsten im Frühling?



Biotherm: Eau de Paradis (dc) oder aber aktuell Marc Jacobs: Daisy Love. Schlimm mit mir! Mir gefallen immer nur die teuren Düfte, ich trage also wahlweise wenig von dem guten Zeug auf oder schone die teuren Vorräte und begnüge mich damit, mich mit duftendem Bodyspray einzunebeln oder mir etwas Haarparfüm auf die Mähne zu sprühen. Generell trage ich aber nicht jeden Tag Parfüm, deswegen komme ich mit meinen drei Flaschen (eine Sommer, eine Winter, eine IMMER) ewig lang aus. 




9. Wie ist der Frühling, da wo Du lebst?



Grün und fliederig und vor allem sehr blumig. Jetzt, wo die Kastanie und der Flieder blühen, ist es am schönsten, finde ich: wir haben sehr viele Gärten mit blühenden Obstbäumen bei uns im Dorf und was gibt es Schöneres, als wenn es so summt und brummt in den Apfelbaumblüten und wir die dicken Hummeln und Bienen bei der Arbeit beobachten können und der Löwenzahn sich gelb vom blauen Himmel abhebt?? HACH ♥.♥








10. Was liebst Du am Frühling am meisten?



Generell häufen sich für mich persönlich die schönen Seite des Lebens im Wonnemonat Mai! Immer, wenn gefühlt alles auf einmal anfängt zu blühen und die Natur noch so taufrisch wirkt und es gleichzeitig schon so frühlingswarm ist, das wir draußen sitzen können finde ich, ist es eine Lust zu leben - ich könnte das im Mai jeden Morgen vom Balkon rufen! Bei diesem Wetter fast alles unter freiem Himmel machen zu können, von herüberwehendem Flieder- und Robinienblütenduft benebelt.. hach! 😍




11. Bist Du ein Frühlingsputzer?



Noooo, gar nicht! Ich sollte es aber tun, denke ich... *sammelt eine Staubschicht vor sich vom Computertisch*----- definitiv!!
WAS ich aber immer mache ist, meine Schminksammlung und auch die ganzen Pflegeprodukte (für Körper und Haare) umzusortieren, wenn der Frühling kommt: da brauche ich nämlich zum einen in der warmen Jahreszeit andere Produkte als im Winter, zum anderen mag ich aber im Frühling und Sommer einfach auch ganz andere, allein schon, was den Duft betrifft: ich denke da nur an mein Lieblings-Joghurt-Gums Duschgel und Grapefruit-Parfüm für den Frühling und goldglitzerndes Pfirsich-Bodyspray und alles mit Kokos-Aromen für den Sommer.
Und was die Schminke angeht, bin ich nie mehr bereit für candy colour vibes als jetzt! Ich sage nur:


Komm lieber Mai
und mache...