Donnerstag, 5. Oktober 2017

In eigener Sache

The life... in front of my eyes


Eigentlich war für hier und heute ein Lippenstift-Beitrag geplant, passend zum Herbst und dem neuen essence-Sortiment und und und...
doch dann ist mir Instagram über die Leber gelaufen: mit seiner neuesten Ausgeburt aus der 'Social Media ist so ein Neuland für uns und alle Winkeladvocaten dieser Erde'-Hölle!!




Ich habe keine Lust mehr. Es macht keinen Spaß. Das ist alles nicht mehr lustig!!

Plötzlich geht nämlich ein Schreckgespenst namens [WERBUNG oder WERBUNG OHNE ENTGELT] auf Instagram um... und zwar nicht nur bei den Bloggern und Influencern (WAS! für eine Berufsbezeichnung), die das von Berufs wegen machen, sondern auch bei den ganz kleinen Mäuschen, die ein paar 100 Abonnenten und bisher in ihrem ganzen Leben vielleicht noch nicht mal EIN einziges PR-Sample erhalten haben... also, ganz normale Mädels wie du und ich, auf gut deutsch: PRIVATPERSONEN, die sich gern gegenseitig ihre Schminke und anderen Mädchenkram zeigen!

Doch von Anfang an: eigentlich begann die ganze Chose mit einem - fürs Internet typisch - Katzenbild #galgenhumoratitsbest

Auch mich beschäftigt das, was @derblasseschimmer heute Mittag geschrieben hat. Muss ich jetzt alles hier als Werbung kennzeichnen, auch gekaufte Produkte? Transparenz ist und war mir immer sehr wichtig. Dass ich PR Samples klar benenne ist logo und wenn ich für einen Artikel auf dem Blog Geld erhalte, ist es für mich kein Problem, dass ich es den Lesern kommuniziere.  Ist es nicht aber so, dass ja jeden Tag hunderttausende Fotos hier auf Instagram gepostet werden, die Produkte zeigen, die Leuten gefallen. Einfach so. Mal davon abgesehen, was einem im Alltag alles so begegnet. Ich kratze doch jetzt auch nicht das Logo vom Auto, den Aufkleber vom Computer oder den Markennamen von der Handtasche, nur, damit ein Außenstehender nicht noch davon beeinflusst wird. Ich handhabe es im Moment so, dass ich selbst gekaufte Produkte nicht mit "Werbung" überschreibe. Für mich ist maßgebend: Ich handele nicht im Auftrag eines Unternehmens, publiziere kein Fremdmaterial und bekomme kein Geld. Dennoch bleibt ein blödes Gefühl. Kann ich jetzt ohne Bedenken nur noch Fotos von der Katze posten? Also gut. Hier ist die Katze wie sie ein komisches Gesicht macht. Ist das die Lösung? #bloggerlife #blogger_de #thoughts #thinking #gedankengaenge #verwirrung #katze #meinekatze #katzengehenimmer
Ein Beitrag geteilt von Was macht Heli? (@wasmachtheli) am


Ist Euch aufgefallen, dass Ihr jetzt ständig Postings mit WERBUNG oder WERBUNG OHNE ENTGELT seht? Vielleicht seid Ihr auch den ersten Instagrammern bereits entfolgt, enttäuscht davon, dass jetzt letztlich doch jeder nur gekauft ist. • Die Richtlinien werden immer verwirrender und inzwischen ist für mich und andere unklar wie wir auch Empfehlungen (also positiv angepriesene Produkte), die wir selbst kaufen deklarieren sollen, da wir in diesem Moment theoretisch ebenfalls medialen Einfluss ausüben. EDIT Theoretisch sollen wohl selbst gekaufte Dinge mit eigenem Text und Bild nicht als Werbung gekennzeichnet werden, wenn sie nicht einseitig positiv hervorgehoben werden "...sondern ein Influencer z.B. nur die Vorteile anpreist". … was bei Favoriten oder kurzem Post schonmal sein kann… • PR SAMPLES - also von Firmen kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellte Produkte werden häufig sicherheitshalber auch als WERBUNG (manchmal mit dem Zusatz ohne Entgelt, da unbezahlt) deklariert. Wenn diese differenziert betrachtet werden, muss wohl kein Hinweis auf Werbung erfolgen, bei positiver Betrachtung habe ich verstanden, dass diese als Werbung gekennzeichnet werden sollten. • Völlig selbstverständlich, richtig und wichtig werden bezahlte Artikel als WERBUNG ausgezeichnet. Ad („Advertisment“) ist als Kennzeichnung nicht ausreichend. • Die POSITION der Kennzeichnung sollte laut WHITEPAPER DER KANZLEI SCHWENKE bereits VOR dem Inhalt liegen… daher schreiben viele es direkt als erstes, was jedoch bei selbst erworbenen Produkten und Artikeln oder Inhalten mit Herzblut und Freude schnell einen falschen Eindruck vermittelt. • Ich finde die Entwicklung schwierig und frustrierend. Ich habe immer transparent gekennzeichnet, fühle mich jetzt aber verunsichert und sogar bei privat erstandenen Produkten nahezu gegängelt, denn auf den ersten Blick müssen Leser ja alles für Fake halten…Ich hoffe auf bessere Begrifflichkeit für Transparenz, aber auch die Freude und Leidenschaft, mit der wir eigentlich unsere Blogs oder Kanäle führen. EDIT: eine sachliche und ausführliche Auseinandersetzung findet ihr unter WHITEPAPER KANZLEI THOMAS SCHWENKE • #werbungaufinstagram
Ein Beitrag geteilt von Shelynx (@derblasseschimmer) am



..... und damit wurde anscheinend eine Lawine losgetreten!! Die [Unbezahlte Werbung da Markennennung] Lawine!! Unter.-  bzw. ÜBER - jedem Pups steht nun diese Wortschlange, da sich anscheinend nicht nur Shelynx, sondern auch andere plötzlich 

"(...) verunsichert und sogar bei privat erstandenen Produkten nahezu gegängelt fühlen, [diese] transparent zu kennzeichnen. "

Ich unterstelle mal, daß keines der Mädchen das macht, weil es vorher mit seinem Rechtsanwalt geredet oder anderweitig justische Beratung in Anspruch genommen hat: sie machen es, weil sie Angst haben. Weil sie alles richtig machen wollen. Weil sie eben zur Gattung der weißen Schafe gehören, die schon immer alles richtig gekennzeichnet hatten, PR-Sample markiert und brav #sponsored druntergeschrieben hatten, wenn es denn eine bezahlte Kooperation gab.

Und nun gehorchen sie einer neuen Gruppendynamik, wie sie oft (auf Instagram) zu beobachten ist: statt in den Hype um rosa-verpackte Mascara einzustimmen, folgen sie nun eben dem Trend zur vorsorglichen Selbstanzeige.. dem Anzeigen von etwas, was so gar nicht stimmt.

Ich werde das nicht tun. Ich bin ganz allgemein schlecht darin bei etwas mitzumachen, weil es 'eben alle tun'.  Und außerdem würde das, meiner Meinung nach, ein falsches Signal aussenden.

Und so kann ich - in meinem speziellen Fall - diesmal vielleicht richtig froh darüber sein, daß sich meine Followerzahl in überschaubaren Grenzen hält und auch noch bestimmt gut 1/3 aus ausländischen Landschaftsfotografen zusammensetzt, die sich keinen feuchten Pups für meine Mascara-Monologe oder Nagellackbilder interessieren!


Ist das jetzt illegal???



Ein Beitrag geteilt von The life in front of my eyes (@sunnivah13) am



Der Fall, der im Sommer vor Gericht verhandelt wurde und Auslöser für diese Trendwende auf Instagram war, drehte sich übrigens um den nicht genügend deutlichen Einsatz der Kennzeichnung einer Anzeige... es ging nicht darum, daß GAR NICHT gekennzeichnet worden wäre, sondern darum, daß der hashtag #ad nicht prominent genug im Post auftauchte, sondern in den anderen hashtags etwas unterging. 

Ich frage mich ehrlicherweise, wer sich von
"An alle Sparfüchse: AUFGEPASST! NUR morgen gibt es in allen Filialen von #rossmann & im Online Shop 40% Rabatt auf Augen Make-Up! Viel Spaß beim Einkaufen! ... Eyes: RdeL Y. Mascara & M. N. Y. The Rock Nudes Lidschatten Palette
#b. #ad #eyes #shopping #rabatt #40prozent"

arglistig getäuscht fühlen soll, ich meine: auf Instagram und den einschlägigen Beauty-feeds surfen doch nicht internet-technisch unbeleckte Großmütter rum (wobei die sich von irgendwelchen Mädels, die irgendwas anpreisen, wohl noch am wenigsten anfüttern lassen würden, die knallharten und lebenserfahrenen Omis!!), sondern Leute, die sich mit dem ganze Ge-hashtagge und be-influencert werden doch auskennen!! 
Ich meine....... kennt ihr IR-GEND-JEMANDEN, der sein liebstes Insta-Sternchen plötzlich mit einer Flasche Weichspüler oder Colorwaschmittel vor einer Hauswand posieren sieht und dann absolut überzeugt sagt: "Ach kuck mal, jetzt hat die ihr liebstes Waschpulver einfach mal so mit vor die Tür genommen und geht damit spazieren und hat sich dabei - um des schönen Moments und der Erinnerung willen - einfach so fotografieren lassen! Irgendwo hinter hier trägt ihr Insta-Boyfriend ihr auch bestimmt noch den Wäscheständer nach und dann hängen sie fröhlich auf dem Marktplatz ihre Schlüpper auf, alles total natürlich... mensch, da KÖNNTE ich doch auch mal gleich in den Supermarkt rennen und ihr das nachmachen?!"





Überspitzt gesagt: ich glaube, niemand der sich auf Instagram rumtreibt, braucht einen hashtag wie #ad, um zu wissen "das ist Werbung." Und auch wenn #ad verdammt kurz ist, so ist es doch ein Codewort..  für Eingeweihte, zwar, aber WER BENUTZT DENN AUCH (so ein spezielles Medium wie) INSTAGRAM UND IST NICHT EINGEWEIHT??




Aber ich mache doch gar keine Werbung..?



Andersherum verbindet der Stino-Konsument - den ich ja angeblich mit meinen Bildchen zu willenlosen Kaufräuschen verleite - mit der Markierung 'Werbung' oder 'Anzeige' eher eine Assoziation aus Firma+Werbeagentur+MONEY MONEY MONEY, must be funny......💸 🎶
Und wenn ich nun diesen #hashtag oder auch nur dieses SCHLAGWORT jedem meiner Instagram-Bildchen voranstellen würde, vermittelte ich damit ein falsches Bild: das wird in der Wahrnehmung des Betrachters auch nicht wieder geradegerückt, indem ich es mit dem Nachsatz #unbezahlt verschlimmbessere.. 
Denn allein die Wortgruppe aus 'Werbung und unbezahlt' ist doch (nur für mich oder geht es noch jemandem so?) ein Oxymoron in sich: wenn ich für etwas gratis werbe, dann ist das für mich keine Werbung, sondern eine Empfehlung. So wie ich meinem Freund empfehle, mal lieber 7h statt 5h am Stück zu schlafen. Und auch wenn nicht jeder das linguistisch knallhart analysiert, bleibt doch eine Art Unbehagen beim Lesen dieser Überschriften zurück; das menschlich meist untrügliche Gefühl, daß hier was nicht stimmt. Zumindest aber schafft das Wortungetüm #Werbung [unbezahlt] eine Menge Verwirrung!

"Bedeutet das, dass nun ALLES als Werbung gekennzeichnet werden muss? Auch wenn es gar keine sein soll? Im Zweifel macht man es damit rechtlich richtig. Für das Finanzamt und die Follower ist das aber der falsche Weg."
aus: hashmag.de Die neue Instagramfunktion zur Kennzeichnung von Werbung


Für mich und meinen Instagram-Kanal würde die vorsorgliche (*hust* hysterische *hust*) und pauschale Kennzeichnung aller Inhalte als WERBUNG ein falsches Zeichnen setzen: ich bin kein Berufsblogger und will auch nicht, daß meine Leser und Abonnenten das denken. 

Es würde mir außerdem total die Freude an meiner, ja nun mal wirklich unbezahlten, Freiwilligenarbeit verleiden, wenn ich das, wofür ich kein Geld bekomme, auch noch als Werbung kennzeichnen sollte... und ein Außenstehender so denkt, dass ich tatsächlich damit irgendetwas verdiene - was ja nicht so ist? Wie soll denn so für den Betrachter klar werden, in welche Kategorie er die Blogger einordnen soll: in Privatpersonen, die das als Hobby machen oder in professionelle Blogger, die darin ein Auskommen finden? Für mich sind das zwei ganz unterschiedliche Profile. Und ich will nicht mit dem anderen verwechselt werden. Ich möchte nicht in einen Topf geworfen werden mit denen, die tatsächlich Geld einnehmen für das, was sie tun und die einen Text mit einem ganz anderen Hintergrund schreiben als ich. Und ich könnte mir vorstellen, daß es auch Abonnenten gibt, die diese Unterscheidung ebenfalls gern noch selbst vornehmen möchten.


Werbung oder Produkt-Rezension?


Und doch geistert über all diesen, auf gesundem Menschenverstand basierenden Überlegungen das Schreckgespenst der Illegalität: vielleicht wandele ich juristisch bereits in der Unterwelt, wenn ich NICHT mit den Wölfen heule und NICHT als #Werbung kennzeichne, was für mich nichts anderes als eine Empfehlung ist?

Der Stein des Anstoßes liegt in der Annahme, daß wir alle (ja, auch du mit deinen selbstgehäkelten Eierwärmern, die du deinen 10 Followern auf Instagram die dafür benötigte Wolle von Firma xy als beste Eierwärmerhäkelwolle weiterempfohlen hast!) einen "(...) medialen Einfluss ausüben". 
Ich fühle mich zwar plötzlich sehr viel wichtiger als zuvor, bin aber auch nicht damit einverstanden, meine "(...) Empfehlungen im Sinne von positiv angepriesenen Produkten, die ich selbst gekauft habe", als Werbung zu deklarieren.

"(...) Selbst gekaufte Dinge mit eigenem Text und Bild sollen wohl nur dann NICHT als Werbung gekennzeichnet werden, wenn sie nicht einseitig positiv hervorgehoben werden" 

was bei Favoriten (die Eierwärmerhäkelwolle!) aber schnell der Fall sein kann… niemand schreibt zu allem und jedem immer eine Pro&Kontra-Erörterung!! Schon gar nicht auf Instagram!!!

Die Lösung, die viele für sich aktuell gefunden haben, ist eben: Selbstanzeige durch das Wortungetüm [Unbezahlte Werbung da Markennennung] in jedem, verdammten Instagram-Post.




Das will ich nicht lesen. Und auch andere wollen das nicht lesen und ich kann es ihnen nicht verübeln!!


lackfein#unbezahltewerbungmarkennennunganzeigeprsamplewerbungfml 
  • schnixieEs nervt so. Aber muss das jetzt so? Dann mag ich keine Nagelaccounts mehr abonnieren. Zu viel keine Werbung, da selbst gekauft Blablabla.
  • schnixie@lackfein ich sehe das nur momentan gefühlt auf fast jedem Swatch, der hier gepostet wird. Mal abwarten.





YouTube




Und was ist mit YouTube??

"Wie ist es zu beurteilen, wenn ich auf YouTube über ein Produkt berichte, das ich selbst gekauft habe (oder das mir kostenlos zugeschickt wurde)?
Die Aufsichtsbehörden differenzieren eine Reihe von Anwendungsfällen. Eindeutig ist der Fall, dass der YouTuber ein Produkt selbst kauft und unabhängig darüber berichtet. Es ist offensichtlich, dass in diesem Fall keine Werbung vorliegt. Gleiches gilt für den Fall, dass dem Videoanbieter das Produkt kostenlos und ohne jegliche Vorgaben für die Berichterstattung überlassen wird."


Puuuuuuuuuuuuuuuh... YouTube ist also sicher, vorerst. YouTube scheint besser geregelt zu sein. Und YouTube scheint seinen gesunden Menschenverstand (obwohl oft über die Anzahl der Gehirnzellen der YouTuber hergezogen wird) noch nicht komplett vergraben zu haben. 

YouTube hat sowieso meinen Blog gerettet. Ohne die Möglichkeit, ab und an Videos zu machen und auf einem Medium hochzuladen, auf dem wirklich was los ist und nicht nur Totentanz, hat auch die Motivation für das Weiterführen meines Blogs wieder erhöht. Es macht Spaß, so wie mir einst das Bloggen und Instagram Spaß gemacht haben.. was jetzt nicht mehr spaßig ist. Sondern eher verbiestert. 😒
Und ich stelle mir mal wieder die Frage: will ich das alles weiter mitmachen??


***

"Es liegt aber auch an meiner persönlichen Vorliebe, dass ich gerne längere Texte lese, die sich sehr intensiv mit einem Thema auseinandersetzen. Mit zu kurzen Texten kann ich halt auch nichts anfangen."

Es soll sie nämlich noch geben, die lange-Texte-Leser und nicht nur Bilder-kucker oder Video-Glubscher. Für sie wäre es schade, wenn es Beiträge wie diese, oder den eigentlich anvisierten Lippenstift-Blogpost, nicht mehr gäbe. Wenn ich mich auf Instagram eingeengt fühlte und den Kanal komplett abmeldete, die Interaktion zu den Abonnenten somit noch mehr einschliefe und meine gefühlte Isolation sich potenzierte.. wahrscheinlich bis zu einem Ausmaß, in dem ich alles hinschmisse.

Wie seht ihr das -

should I stay or should I go??







Kommentare:

  1. Ich bin in wirklich ALLEN Punkten sowas von bei dir, das glaubst du gar nicht! 👌🏻 Absolut auf den Punkt und frei von der Seele weg, bestens!!! 💕

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    1. Danke, danke...hab ich dir ja schon auf Insta gesagt #Eierwärmerhäkelwollenconnection
      :-D

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  2. Ich schmeiß mich weg. Das mit dem Coral als Handtasche kannte ich ja noch gar nicht. Gerade freue ich mich, dass ich allein am Schreibtisch sitze, ich musste sowas von lachen. Fast hätte ich den Bildschirm mit Tee angespuckt.

    Ansonsten finde ich auch, dass die Wörter "unbezahlt" und "Werbung" einfach nicht zusammen passen. Der Knackpunkt für die seit gefühlt einer Woche noch größere Verunsicherung war wohl das Hashtaglove Event, bei dem die Rechtsanwälting Monika Sekara eine Folie an die Wand warf, auf der stand, dass durch eine Verlinkung der Marke nötig wird, drauf hinzuweisen, dass hier auf eine Werbeseite verlinkt wird. Daraus zog sie anscheinend den Schluss - ist Werbung. Auch bei selbst gekauften Produkten.

    Hier der Link zur Folie, Bild von Nadine "lyvz_beauty"
    https://1.bp.blogspot.com/--XCdtPathYM/Wc6BFaZJFHI/AAAAAAAASek/pH2GKH_91CQ5FUzB7gp2Q9J37fkV1C7vgCLcBGAs/s1600/IMG_6298.JPG

    Das ist für mich, die nicht nur vorher, sondern auch nach diesem Bericht von Nadine so gut wie alle Rechtsanwalt-Blogs, Vorträge, TMG und Medienanstalten Tipps gelesen hat, das erste und bisher einzige Mal, dass ich mitbekommen habe, dass eine Markierung oder ein @MarkeXY auf Instagram bei einem selbst gekauften Produkt eine zu kennzeichnende Werbung erfordert. Und für mich bleibt die Frage. Was kennzeichnet man? Den einzelnen Link. "Hallo, das hier ist der Link zur Marke und dort macht die Marke für sich Werbung, deshalb ist das also ein Link zu einer Werbeseite."

    Wie gesagt, ich habe das sonst nirgens in dieser Form gelesen. Die Lösung: einfach nicht auf Insta Marken verlinken. Finde ich auch nicht weiter schwierig, weil ich das eh kaum gemacht habe.


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    1. Und ich habe mich riesig gefreut als ich deinen Kommentar gelesen habe: also nicht darüber, dass du beinahe deinen Bildschirm mit Tee besudelt hättest, sondern das du den Beitrag zum lachen und nicht bloß zum Grübeln fandest #yeah

      Ich hätte mir denken können, dass diese besonders seltsame Kennzeichnung [Werbung wegen Markennnennung/Verlinkung] irgendwo hergekommen sein muss: ich werde mir den Link zu Folie mal in Ruhe reinziehen, sehe aber ähnliche Fallstricke wie du --> wenn es nur darum geht, dass die Firmen-Seiten auf Instagram Werbung sind, ist doch meine Verlinkung nicht automatisch auch eine.

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  3. Ich finde es persönlich auch super nervig und ein bisschen Panikmache. Ich halte mich an die Vorgaben der Medienanstalten und kennzeichne auch danach. Da gibt es eine PDF in der jedes Beispiel klitzeklein erklärt wird und eigentlich auch idiotensicher ist :)

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    1. Ich habe auch immer gedacht, dass man mit den uns bekannten Richtlinien auf der sicheren Seite ist... aber anscheinend gilt für Instagram noch mal was anderes als für YouTube und für Blogs #ächz

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    2. P.S. aber ich halt es wie du und werde es weiter so handhaben wie bisher... d.h. wenn ein Redakteur in einer Frauenzeitschrift über ein Hautpflege/ Kosmetikprodukt XY (das die Redaktion von der Firma XY zur Verfügung gestellt bekommen hat) berichtet bzw. in die Berichterstattung einbindet und den nicht als Werbung oder nicht mal als PR-sample kennzeichnen muss, dann muss ich auch nicht als Werbung markieren, was ich selbst gekauft hab....)!! #verkehrte Welt

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    3. Mein du zufällig dieses pdf:

      https://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/user_upload/die_medienanstalten/Themen/Werbeaufsicht/FAQ-Flyer_Kennzeichnung_Werbung_Social_Media.pdf

      Oder gibt es da noch eine andere Quelle?

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  4. Ich hab das die letzten Tage mitverfolgt, seit ich mit Bauchschmerzen auf Tagesschau.de über den Fall gelesen habe. Dass dann jede(r) erst Mal sicherheitshalber als "Werbung" kennzeichnet, kann ich voll und ganz verstehen. Denn da haben sicherlich einige bereits das Bild im Kopf von geldgierigen Abmahn-Anwälten, die sich bereits freudig die Hände reiben.

    Das kenne ich bereits zur genüge aus der Zeit mit meinem kleinen Online-Shop bei DaWanda – man möchte eigentlich nur eine Hand voll selbst gemachten Schmuck verkaufen, muss dafür aber Gewerbe anmelden, und mit jedem Gesetzespups auf dem neuesten Stand bleiben um bloß nicht teuer abgemahnt werden zu können weil man damit gegen das Wettbewerbsrecht, die Kennzeichnungspflicht, oder was auch immer verstößt.
    Denn, ja, es macht in der Tat einen Unterschied ob man Rückgaberecht für vier Wochen, dreißig Tage, oder einen Monat gewährt und lauter so ein Firlefanz. Ich habs dann irgendwann aufgegeben, trotz Mitgliedschaft im Händlerbund, weil es mir einfach den Spaß und die Inspiration beim Schmuck machen genommen hat. Das war es einfach nicht wert. Wer Kontakte mit der Handmade-Szene hat, oder Ebay-Verkäufer, der kennt den Wahnwitz. Oder auch, verdammt ist das lange her, eben Blogger – siehe Datenschutz und Cookie blahblah, und das Impressum.

    Meine Befürchtung ist, dass es durch das Urteil jetzt nicht lange dauern wird bis zumindest mal die ersten Fake Abmahnungen von Scammern rausgehen, die derzeitige Unsicherheit wird mit Sicherheit einige auf den Plan rufen. Ja, ich bin eher Pessimist von Natur.

    Jetzt wäre eigentlich Insta am Zuge – und vor allem auch unser lieber Gesetzesgeber, der sich aber leider immer noch furchtbar schwer tut mit diesem Internet "Ding" – da ganz fix Klarheit zu schaffen. Z.B., dass jemand mit ein paar hundert Followern (ganz ehrlich, das sind Peanuts) wohl kaum als Influenza– pardon, Influencer (virale Werbung, höhöhö, mein Gott bin ich clever) gilt, sondern nur jene, die über ihre Internetpräsenz ein gewisses Maß an Einkommen erzielen. Zum Beispiel.

    Oh *immer noch am lesen* und das Finanzamt hatte ich da noch gar nicht auf dem Schirm ...

    Aber zum Thema "Instagram und nicht eingeweiht". Ich hab da so ne Nichte, die sich immer noch treudoof naiv auf Insta bei irgendwelchen "Sponsoren" bewirbt, und Giveaways repostet die für jemanden mit gesundem Menschenverstand eigentlich offensichtlich als Fakes erkennbar sind. Das Mädel ist 16. Nachhilfe in Copyright hat sie inzwischen auch von mir bekommen. Also, mmmh, in der Insta-Blase der jüngeren doch recht naiven Nutzer ... *Kopf wieg*

    Ich seh das schon darin enden, dass es demnächst auf Insta kommerzielle und private Accounts geben wird oder so. So wie es jetzt Ebay und Ebay Kleinanzeigen gibt ... *in ihre Kristallkugel schau*

    Vielleicht sollte ich doch der DiB beitreten (angedacht, im Moment tut einfach der Mitgliedsbeitrag weh), und dafür sorgen, dass "Rechtsicherheit für Privatnutzer im Internet" ins Wahlprogramm aufgenommen wird.

    In der Zwischenzeit werde ich meine Familie und Freunde damit nerven IRL auf alle möglichen Dinge zu zeigen: "Achtung: Werbung. Guck mal wie schön!" Denn was anderes isses ja auf Instagram nicht. Lauter guck-mal-wie-schöns, und, ja, Ent- bzw. Empfehlungen und Erfahrungsberichte.

    Anyway! Als offensichtlicher Fan langer Texte: Bitte bleib. ♥

    LG, ich mal wieder

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    1. Mein Freund meinte auch als erstes: "Dann müßte ich ja auch jedesmal rufen: Achtung, Werbung!, wenn ich nur einen Pulli mit einem sichtbaren Markenlabel trage und das gut sichtbar draußen herumzeige!"
      #kopfschüttel

      Das die Mädels auf Instagram, die einige tausend Follower haben/das nebenberuflich mit Gewerbeanmeldung machen aktuell lieber vorsorglich zu viel als zu wenig kennzeichnen, zeigt mir aber mal wieder, daß die falschen 'zur Rechenschaft' gezogen werden und nicht die, auf die das Ganze eigentlich abgezielt hat. Soweit ich das verstanden hatte, wurde im Gerichtsurteil auch Rossmann zur Verantwortung gezogen, weil die die Werbung geschaltet hatten, nicht allein der Instagrammer.
      Und die eh schon lieben, vorbildlichen Mädels machen sich jetzt alle ins Hemd, weil sie fürchten, was falsch gemacht zu haben ohne davon zu wissen.. quasi, im Schlaf. Eine dunkle Seite von ihnen, die sich selbst nicht kennen. Unbewusst. So ein Qu*****!

      Ich habe hier in den Kommentaren schon gute Ideen zu einer einheitlichen Regelung gefunden, die ich auch befürworten würde: denn solange es nix Geregeltes gibt, an das sich jeder halten kann, kann auch niemand was wirklich falsch oder richtig machen.

      Was die "jüngeren und doch recht naiven Nutzer" von Instagram, Blogs, etc angeht muss ich (leider ketzerisch?) sagen, daß diese Gruppe Eltern hat bzw. jemanden, der sich um sie zu kümmern hat, bis sie 18 sind. Diese Verantwortung dafür zu sorgen, daß ihre Kinder nicht mit Flaschen an Perwoll oder Lenor oder so aus dem dm nach Hause kommen, nur weil sie das bei einer Laura oder Tina oder so gesehen haben kann ihnen, meiner Meinung nach, niemand abnehmen: nicht die Politik und nicht die Medien und nicht die 'Influenza' ^.^ Medienaufklärung ist grob gesehen das Gleiche wie Aufklärung über andere Dinge, wie die Ermahnung, einem Werbeplakat nicht alles zu glauben oder den Dingen, die in einer Zeitschrift stehen. Und das du deiner Nichte dabei geholfen hast, ehrt dich doch sehr!!!

      Deine Erfahrungen mit Dawanda decken sich aber stark mit meinen Ängsten und Vorurteilen die mich davon abgehalten haben, für den Blog ein Gewerbe anzumelden: dann lieber nur Hobby und alles gratis/selbst bezahlt, als mir das mit seinen ganzen Fallstricken anzutun. O.o

      LG!!!!

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    2. Genau. Vor allem tritt Dir dann auf einmal noch das Finanzamt auf die Füße wegen der EÜR und der Anlage G ... Aber am nervenaufreibensten war es echt da immer mit den Formulierungen und Regelungen auf den neuesten Stand bleiben zu müssen. Dann aus dem Forum immer mal wieder die Horrormeldungen, wenn wieder jemand abgemahnt wurde. Selbst wenn es nicht gerechtfertigt war, den Kostenaufwand für die "Recherche" und Arbeitsaufwand für die Textbaustein-Abmahnung und -Unterlassungserklärung bekam man i.d.R. trotzdem in Rechnung gestellt. Wenigstens ist das inzwischen gedeckelt ...

      Ich warte noch immer darauf, dass mein Schmuck-mach-Mojo wieder kommt, ich hab noch so viele schöne Perlen und Ketten und Schmuckteile ... ;~;

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    3. Ich hab immer noch Panik vor sowas "wenn wieder jemand abgemahnt wurde. Selbst wenn es nicht gerechtfertigt war, den Kostenaufwand für die "Recherche" und Arbeitsaufwand für die Textbaustein-Abmahnung und -Unterlassungserklärung bekam man i.d.R. trotzdem in Rechnung gestellt" wegen Instagram und YouTUbe-Impressum... -.-

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  5. Dieses ganze Werbungsgetue geht mir wirklich auf die Nerven! Ich bin zwar prinzipiell nur Leser und erstelle aktiv keinen Content, aber dennoch verstehe ich, wenn man dadurch dann die Freude verliert. Wobei ich da ehrlich auch differenziere. Bei Bloggern denen ich vertraue ignoriere ich diese Kennzeichnung eigentlich weitestgehend, da habe ich über die Jahre einfach eine Grundsympathie aufgebaut, da bringt mich auch eine gelegentliche Werbungsanzeige nicht aus dem Konzept (beispielsweise bei Karin von InnenAussen). Ansonsten werfe ich einen kurzen Blick drauf und denke mir „Aha“ - und das war es!
    Ganz ehrlich, als halbwegs mündiger Konsument ist mir doch nämlich zuzutrauen, dass ich nicht blindlings mein Geld zum Fenster rauswerfe, nur weil XY auf Instagram ein Foto hochlädt mit „Super Zeug! Kaufen!“. Da muss ich mir doch schon selbst halbwegs differenziert ein Bild davon machen und dann eine Kaufentscheidung treffen. Das kann doch für jeden normal denkenden Menschen, der sonst auch am gesellschaftlichen Leben teilnimmt vorausgesetzt werden?! Vor einem Werbeblock im Fernsehen werde ich doch auch nicht darüber informiert, dass nun Werbung folgt.. In diesen Punkt stimme ich vollkommen mit dir überein. Ich kann nur hoffen, dass du bzw. ihr euch den Spaß an der Sache davon nicht verderben lasst. Ich als Leser habe mich damit arrangiert und ob es nun da steht oder nicht tangiert mich in den meisten Fällen wirklich nur peripher.
    Liebe Grüße aus Wien!
    Lisa

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    1. Hallo Lisa :)

      Du bringst einen sehr wichtigen Punkt ins Spiel, die Glaubwürdigkeit: gerade DCC (ich nenne mich Digital Content Creator.. klingt wichtig! ^.^ und trifft es gut), die man seit Jahren kennt, "haben über die Jahre einfach eine Grundsympathie aufgebaut" bei ihren Lesern, die mit einschließt, das man sie ein bißchen einschätzen kann.. was mögen sie, was zeigen sie, was nutzen sie - und wenn das beworbene Produkt da reinpasst, wirkt das nicht dyston und ist eben okay!!
      Lustigerweise könnte das bei den ganzen Leuten, die für Coral geworben haben, auch zutreffen, denn ich denke mal, viele Leute nutzen das wirklich, aber wenn sie es nie vorher gezeigt haben oder über Wäsche-waschen gesprochen haben, dann kommt das halt aufgesetzt und falsch rüber. Ich wüßte nicht, wieso ich so fahrlässig mein Ansehen zerstören sollte..
      UND: ich hab grad erst mit meinem Freund drüber gesprochen, daß ich leider keine Werbung für die hätte machen können, also... ich hab früher immer von Coral geträumt, von der Werbung und dem Duft und alles, aber meine Familie hat immer Spee benutzt. Und das mach ich nun auch oft. Der Duft erinnert mich an früher und außerdem steht das Werk bei uns in der Gegend und ich denke; lokale Marken unterstützen und so.. und so bin ich bei dem Sparfuchs hängengeblieben, obwohl ich die Werbung dafür soooo blöd finde *lol*

      Naja, das beiseite: ich finde, mal von der ganzen Aufregung abgesehen auch, daß es sowas wie eine Eigenverantwortung gibt, die mir keiner abnehmen kann. Wir sind fast immer umgeben von Werbung. WIR SIND ALLE PROFIS, was das angeht! Wir DÜRFEN uns also auch zutrauen, selbst darüber entscheiden zu können, ob wir etwas von dem Beworbenen kaufen oder nicht, egal ob auf Instagram oder anderswo, denn das schaffen wir jeden Tag. Diese Verantwortung können wir auf niemand anderen abwälzen, nicht auf die Influencer, die Medien oder die Politik. Nur Kinder und Jugendliche, die können die Verantwortung für ihre Coral-Kaufräusche wegen Laura & Co noch auf ihre Eltern abwälzen ^.^

      Ganz liebe Grüße nach Österreich!!

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  6. Ach so, hab ich ganz vergessen. Ich finde den "Fall" von Louisa Dellert interessant. Sie hatte auf Insta ein Foto gepostet, auf dem sie einen selbst gekauften H+M BH trug. Sie hatte die Firma auch markiert. Die Bildunterschrift bezog sich überhaupt nicht auf den BH, da hat sie über Alverde gesprochen.
    Dann bekam sie von irgend einem Verband Sozialer Wettbewerb eine Abmahnung wegen Schleichwerbung bekommen (sowohl H+M als auch Alverde). Hä? Sie hatte glücklicherweise den Bon noch. Eine Unterlassungserklärung, die von denen wohl gefordert wurde, hat sie nicht unterzeichnet.
    Ich verfolge das mit Spannung, denn das ist fast so etwas wie ein "Präzedenzfall" für mich. Mal sehen, was rauskommt.

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    1. Gut, dass ich mich eigentlich nie auf Insta oder dem Blog zeige - müsste ich dann alle Kassenbons aufheben, weil ich Kleidung trage?! :D

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    2. Das klingt für mich hauptsächlich danach, dass dieser Verband nicht wahnsinnig seriös zu sein scheint!!! Ich habe den Insta-Beitrag und auch ihren Blogpost dazu gefunden....-.-

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  7. Ich kann als nicht Bloggerin deinen Frust nachvollziehen, ihr fühlt euch bestimmt unsicher, es ist umständlich, es liest dich doof. Und ich finde es noch nicht mal transparent.

    Was ich als Leserin allerdings gut finden würde wäre, wenn man trotzdem, wenn MSN Ring Produkt präsentiert, dir Herkunft kennzeichnen müsste. Also bei instagram zb.
    #selstgekauft #prsample #Werbung. Das verpflichtend fände ich gut,auch bei YouTube und Blogs. Warum? Weil ganz ganz oft eben nicht Werbung oder prsample dabei steht und es als privatkauf ausgegeben wird, obwohl es bezahlt ist. Das merkt man schon, wenn dann Produkt x aus Shop y auf zig Blogs mit fast identischen Texten überall auftaucht. Und das finde ich für Leute, die nicht so Media Affinität sind, betrug. Und ja, auch die gibt's.
    Vielleicht stoße ich da mit meiner Meinung auf Unmut, aber ich fände das echt gut. Wobei auch hier wohl teilweise die Leser vera**** werden würden.
    Schön traurig irgendwie.
    Ich gab echt nichts gegen Werbung etc, so lange es eben vernünftig gekennzeichnet ist. Und nur weil einige das nicht tun,müssen dann alle drunter leiden. Wie früher in der Schule, wo einer Quatsch machte und alle dann bestraft wurden. Schon schade.

    LG Isabell

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    1. Ahhh, meine doofe autokorrektur wieder :/
      Ich wollte sagen, es liest sich doof wenn überall Werbung steht.
      Und das ich es gut finden würde irgendwie , wenn man die Herkunft trotzdem irgendwie Kennzeichen müsste, zb als Eigenkauf, Geschenk, PR Sample oder halt bezahlte Werbung.

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    2. Fänd ich als Bloggerin auch gut...aber obwohl das ja auch bei Blogs verpflichtend ist, wird es leider dennoch nicht getan :/

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    3. Ehrlich, deine Idee "die Herkunft trotzdem irgendwie Kennzeichen zu müßen, z.b als Eigenkauf, Geschenk, PR Sample oder halt bezahlte Werbung" finde ich richtig gut!
      Am besten wäre es, wenn bei Instagram, YouTUbe und auch Blogger z.B. bereits beim Hochladen bzw. vorm 'Veröffentlichen' eine Angabe dazu gemacht werden müßte, in welche Kategorie das Thema fällt (denn mal ehrlich, wir müßen jetzt schon so viel einstellen im Vorhinein, warum nicht auch das??). Bei Instagram könnte das dann der erste, fett gedruckte #hashtag sein, bei YouTube ein IKON in Buttonform, was neben dem Titel steht und bei Blogger könnte es als Banner über jedem Artikel stehen oder unten drunter, aber eben so, daß alle es machen müßen (weil die Veröffentlichung sonst nicht stattfindet) und so, daß sich alle drauf verlassen können. Wenn das flächendeckend stattfindet und die Sehgewohnheiten sich darauf eingestellt haben, ist es auch nicht mehr nötig, die Bilder oder Texte mit fetten WERBUNG!-Meldungen gleich zu Beginn optisch zu verunstalten, weil jeder weiß, wo es steht und was es bedeutet. Ich finde deine Idee gut und das sollte mal jemand durchsetzen!!

      LG!!

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  8. Ich sehe das ein klein wenig differenzierter. Es gibt in Deutschland viele funktionale Analphabeten, und Instagram lebt nun mal von Bildern, die konsumiert werden, ohne den Text zu lesen oder gar den Text zu scrollen, um ihn komplett, samt Kommentaren, lesen zu können. Du und ich, und die anderen die hier kommentiert haben, gehören zu den oberen 10% an denen Bildung was bewirkt hat. Wir können Schachtelsätze lesen, schreiben, verstehen. Deshalb dürfen wir nicht davon ausgehen, dass das die anderen auch können. Viele können das nicht. Viele sind naiv. Und solche Menschen müssen geschützt werden.

    Ob dieser Schutz tatsächlich erfolgt, wenn jedes selbst gekaufte Brötchen auf Instagram mit #UnbezahlteWerbung verhashtagt wird, bezweifle ich. Das ist wie ein Schilderwald, bei dem man das wichtige nicht mehr rausfiltern kann.

    Ich persönlich überlege schon eine Zeit lang, wie ich kennzeichne. Bei Instagram wird es auf [PR-Sample] hinauslaufen, das ich dann auch in das erste sichtbare Foto integriere, das Instagram anzeigt. In der Hashtagwolke werde ich wohl #unbezahlteWerbung voranstellen, ansonsten #selbstgekauft oder #selbstgekauftundtrotzdemwerbung.

    Das ist kein einfaches Feld, und ich finde klare Regeln von Gesetzesseite mit entsprechender Auslegung, wie man die Regeln interpretieren muss, zwingend notwendig. Bis das kommt versuche ich, des Pudels Kern zu verstehen und umzusetzen. Für mich sind das Transparenz sowie Schutz von Menschen vor ihrer eigenen Naivität und Unwissenheit.

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    1. Heyhey,
      ich sehe das genau wie du: eine flächendeckende Welle aus "#UnbezahlteWerbung verhashtagt.... ist wie ein Schilderwald, bei dem man das wichtige nicht mehr rausfiltern kann". Ich finde Isabells Idee (Kommentare) viel besser, bei denen uns allen angeboten wird, vor Veröffentlichung eine Kategorie auszuwählen, in die wir und unsere Ergüsse zwingend einsortiert werden und die für den Betrachter mehr anbietet als die Variante 'werbung oder 'selbstgekauft.

      Was den "Schutz von Menschen vor ihrer eigenen Naivität und Unwissenheit" angeht, so muss ich sagen, daß ich mir das nicht anmaßen möchte. Jeder volljährige Mensch ist permanent umgeben von Werbung, egal in welcher Form. WIR SIND in der Lage, selbst darüber entscheiden zu können, ob wir etwas von dem Beworbenen kaufen oder nicht. Diese Verantwortung können wir auf niemand anderen abwälzen: nur Minderjährige haben Eltern, auf die sie diese Verantwortung abwälzen können, denn die sollten darauf aufpassen, dass die Kinderlein nicht zu dm rennen und wegen einer Laura oder Sarah oder wem auch immer plötzlich Flaschen an Coral oder Lenor oder was weiß ich kaufen 😳.
      Womit ich nicht übereinstimme ist die Auffassug, daß es Menschen gibt, die keine Kinder mehr sind und "das nicht [können]. Viele sind naiv. Und solche Menschen müssen geschützt werden."

      Ich kenne keinen funktionalen Analphabeten persönlich, deswegen ist das reine Spekulation, aber ich kann mir vorstellen, daß er nicht darüber erfreut ein dürfte, wenn ich ihm erzähle, was er kann und was nicht, wovor ich ihn schützen muss und wovor nicht und wofür er zu naiv ist und wozu nicht. Jeder, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist und bereits erwachsen, hat meiner Meinung nach das Recht, sich selbst zu beschützen, eigene Fehler zu machen und - auch nicht aus der besten Absicht heraus - in irgendeiner Form bevormundet zu werden wie damals, als er ein Kind war und jemand anderes die Verantwortung für ihn übernommen hat. Ab und zu Fehler zu machen oder schlechte Entscheidungen zu treffen fühlt sich wahrscheinlich weniger schlimm an, als eigene Entscheidungen abgesprochen zu bekommen.

      Was die Kennzeichnung in meinem Fall angeht, wird das leicht werden: ich bekomme keine PR-Sample und habe keine Kooperationen in der Hinterhand, alles bleibt also, wie es ist. Aber vielleicht verfasse ich nochmal einen extra Artikel dazu, damit auch der Leser darüber klar im Bilde ist.

      Grüße!!


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  9. Ich versteh dich. Mir macht Instagram schon lange keinen Spaß mehr, seit mein Feed mir nicht mehr chronologisch anzeigt, wer was gepostet hat, bin ich kaum noch dort.

    Das Werbeproblem hab ich bei Shelynx auch mitbekommen und finde diese unbezahlte-Werbung-Sache auch over the top und zudem irreführend. Was Deutschland braucht, sind ganz konkrete und verbindliche Richtlinien, wie bezahlte oder bemusterte Kooperationen zu kennzeichnen sind (dass ein Hashtag #sponsored oder so zwischen 20 anderen Tags keine transparente und ausreichende Kennzeichnung ist, sollte einem der gesunde Menschenverstand eigentlich sagen!). Ich denke, da gibt es viele, die in Grauzonen wandeln. Man bekommt ja irgendwann ein Gefühl, wann ein Post in irgendeiner Form eine Kooperation ist (gleiches Produkt auf 10 anderen Blogs in ähnlicher Aufmachung gesehn, Produkt passt null in den sonstigen Blogcontent etc.) und da sieht man dann schon, dass es auch immer noch Blogger gibt, die weniger vorbildlich kennzeichnen.

    Das selbe gilt für affiliate links, bei denen es soweit ich weiß, nicht reicht, ein Sternchen zu setzen und sie am Ende des Beitrags als solche zu benennen.

    Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass jede noch so gute Kennzeichnungspflicht die Gesellschaft nicht davon entbindet, aus ihren Mitgliedern mündige Konsumenten zu machen, die selbst entscheiden, welcher Empfehlung sie trauen und was sie wirklich konsumieren wollen.

    Liebe Grüße!

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    1. Darf ich deinen letzten Absatz bitte kopieren und überall an die Haus-Wände plakatieren??? #100%Zustimmung

      Ich finde die Idee zur flächendeckenden Kennzeichnungspflicht von Isabell (weiter oben) klasse: das hätte ich gern für uns alle, möglichst technisch schon voreingestellt und grafisch ansprechend gelöst. Google-nerds, wo seid ihr?? ;-)

      Ich hab ja nicht mal Affilate-Links: denn sogar dafür müßte ich (wenn ich die Ordnung unserer Stadt/Finanzamt richtig verstanden habe), ein Kleingewerbe anmelden: und darauf habe ich keine Lust!!! Dann lieber nur Hobby und alles gratis/selbst bezahlt, als mir das mit seinen ganzen Fallstricken anzutun. O.o
      Bei mir ist also alles sowas von #selbstgekauft und ohne jeglichen Nutzen für mich (obwohl affilate ja auch nur Centbeträge einbringen soll) aus purere Faulheit ^.^

      LG!!

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  10. Ich bin ja bissi spät zur Party hier und möchte zu keinem der Fälle was sagen, weil ich sie nicht kenne. Nur soviel: wenn dir tatsächlich mal einer ans Bein zu pissen versucht (gerade die Verbraucherverbände sind ziemlich abmahnfreudig, die haben nämlich Budgets für Rechtsstreitigkeiten, die sie ausgeben können), schreibst du mir ne E-Mail. Liebe Grüße!

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    1. MACH ISCH!! Wir haben ja Adressen, um uns nicht mehr zu verlieren, weiß ich noch *.*

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