Donnerstag, 21. Dezember 2017

Mamas Quarkstollen

The life... in my kitchen

"Ein Stollen? JETZT noch?? IST DAS DEIN ERNST???"
Doch verzaget nicht, das hier ist ein Weihnachtsgebäck für Schnellentschlossene.. und ebenso etwas für echte Stollenhasser (wie mich), die partout nicht verstehen können, wie irgendjemand auf diesem Planeten einen Faible für uraltes steinhartes gut abgelagertes Trockenbrot haben kann, was zudem noch mit viel Zitronat verpestet wurde! 😵




Denn dieser, unser, ureigenster Familienstollen ist all das nicht, ganz im Gegenteil: er ist weich, er ist saftig, er kann mit oder ohne Trockenfrüchte zubereitet werden UND er wird am besten ganz frisch gegessen.. #noneed das Ganze also noch ein paar Wochen vermodern liegen zu lassen, bis es dann endlich mal 'schmackhaft' (grauselig!!) ist!!

Der Trick ist, meiner Meinung nach, der Quark: der sorgt für die richtige Portion Klunsch im Inneren des warmen Laibs. Ich weiß zwar nicht, ob 'klunschig' im Duden steht und somit ein richtig deutsches Wort ist, aber bei uns bezeichnet es die noch nicht ganz durchgebackene Teigmasse, die sich meist noch zu einem Rest im Inneren des Kuchens befindet..
wenn er denn schön feucht war! Und das ist er, eben dank des Quarks! Der Rest ist keine große Kunst: wer sich in der Lage fühlt, einen normalen Hefeteig anzurühren, der schafft das hier auch. Und die Zubereitungszeit hält sich ebenso in Grenzen: wer gegen 14 Uhr anfängt, kann spätestens um 16:30 Uhr zum Adventskaffee den noch warmen Kuchen anschneiden :)

Und nun: lasset das Kneten beginnen! #hefeteigandiemacht



Zutaten:

  • 500g Mehl (Hälfte Vollkorn, Hälfte Weißmehl geht gut)
  • 40 g frische Hefe 
  • 4 Esslöffel Milch 
  • 125 g Butter 
  • 150 g Zucker 
  • ein halber Teelöffel Salz 
  • 2 Eier 
  • 150 g Quark 
  • ein Päckchen Vanille Zucker 
  • außerdem: extra Butter und ein Päckchen Puderzucker

Wichtig: alle Zutaten zimmerwarm verarbeiten!

Zubereitung:

Zuerst die Hefe mit einem Löffelchen Zucker zusammen in der lauwarmen Milch auflösen und 10 Minuten stehen lassen. Währenddessen 2/3 des Mehls, die Butter, den Zucker, das Salz und die Eier in eine Schüssel geben, dann die in der lauwarmen Milch aufgelöste Hefe hinzufügen; alles verkneten und warm gestellt gehen lassen.
Anschließend den durchgestrichenen Quark mit Vanillezucker glattrühren und mit dem gut gegangenen Teig und dem restlichen Mehl gründlich verarbeiten; wer möchte, kann zuletzt noch 150g Rosinen (oder auch Cranberries) unterheben.
Den nicht zu weichen Teig zu einem Brot formen, in der Mitte längs 1 cm tief einschneiden und nach kurzem Gehen etwa 45 Minuten bei 180° Grad backen. 


Und dann muss das Früchtebrot noch mit einer ordentlichen Ladung Puderzucker paniert werden, damit auch ein Stollen draus wird!
Dafür wird der noch warme Laib (am besten direkt nachdem er aus dem Ofen gekommen ist), mit Butter eingestrichen (einfach ein Stück draufpacken und mit einem Messer verstreichen, so, wie ihr auch eine Stulle buttern würdet) - diese schmilzt dabei von ganz allein und dient als Klebstoff für den Puderzucker. Den siebt ihr dann über die noch nass-glänzende, fettige Oberfläche und zwar so viel, bis der Stollen komplett eingeschneit aussieht. Erinnert mich hier an ein kleines Faltengebirge mit schneebedeckten Gipfeln! 
Wenn der Puderzucker nicht mehr durch die Butter aufgesaugt wird, sondern trocken obenauf liegen bleibt, habt ihr es genug schneien lassen und könnt euren Quarkstollen abkühlen lassen.




Oder aber ihr wartet gar nicht, bis er ganz ausgekühlt ist sondern esst ihn noch lauwarm, am besten garniert mit - na, was wohl - Quark 😉 Mama reicht dazu immer, nur mit etwas Milch glattgerührten, Quark ohne alles. Und ich mag die Kombination aus etwas leicht saurem, Kalten und etwas warmem, Süßen seeeeehr gern!



Quarkbrötchen


Für alle, die es gar nicht abwarten können und jetzt auf der Stelle ganz schnell was zu essen haben wollen oder auch eine Idee fürs Frühstück suchen: 

  • 250g Mehl
  • 250g Quark
  • 1 El Öl
  • 2 El Zucker
  • 1 Ei
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • evtl. Rosinen 

verkneten & kurz kalt stellen, bis sich die Masse gut formen läßt. Dann 9-10 eher flache Brötchen herstellen und bei maximal 180°C 10-15 min backen.





Vorfreude, schönste Freude. Freude im Advent. 
Was tut Mutti, könnt ihr's raten? 
Kuchen backen, Äpfel braten, 
und das dritte Lichtlein brennt.
Süße Düfte im Advent, Freude im Advent!




Kommentare:

  1. Mhmm, das klingt richtig lecker! Danke fürs Rezept teilen!
    Liebe Grüße,
    Vroni

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  2. Wie jetzt - du magst keinen Stollen?! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin empört!
    (Spaß. Ist schon ok. Weil du es bist.😉)

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    1. Ich mag auch keine Lakritze und gebratene Leber. Ja, genau zu den Menschen gehöre ich :-D :-D :-D

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  3. Stollen...ja ein Stück aber mehr auch nicht. Aber die Brötchen klingen gut, lecker und einfach. Die muß ich machen.

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    1. Die Brötchen sind zwar ziemlich fest, weil der Teig schwer ist, aber richtig lecker und eben selbst gemacht ;-)

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  4. Mich kann man ja schon mit dem Geruch von Stollen jagen :D
    Danke aber für die Rezeptidee ohne diese ekelhaften Trockenfrüchte und so.

    Nochmal eine schöne Weihnachtszeit für dich und deine Lieben ♥ ❤
    LG Isabell

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    1. Ich finde ja das Zitronat und Orangeat mit die schrecklichsten Erfindungen überhaupt sind. Wozu wurde dieses, in den Zähnen klebende Grauen überhaupt erfunden?

      Ich wünsch dir auch ein ganz frohes Fest!!

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    2. Ich hab keine Ahnung. Alleine der Geruch schon... :D

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